Mitteilungen aus den Studiengängen der Lebensmittelwissenschaft
25.11.2024: Interview: Erst Hauptschulabschluss, jetzt mit Leidenschaft Professor für Verpackungen
Prof. Dr. Scheuerle berichtet in einem Interview für das renommierte Fachmagazin „neue Verpackung“ über seinen Werdegang. Dabei gibt er in seiner gewohnt freundlichen Art auch private Einblicke in seinen Berufsweg.
Hier ein paar Zitate aus dem Artikel:
- Meine Familie sagt „Geh mal lieber allein einkaufen, du brauchst immer so lang.“
- Mein Einkauf ist zeitgleich mein Storecheck.
- Wenn der Kunde vor mir in der Kassenschlage „meine Produkte“ auf das Band legt, erfüllt mich das mit Stolz.
Zum ganzen Artikel geht es hier ...
Weitere Mitteilungen
18.10.2024: 30 Jahre Spitzenqualität - Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg
Am 18. Oktober 2024 wurde das Auftaktsymposium zum 30-jährigen Bestehen des Studiengangs Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Neubrandenburg gefeiert. Unter dem Motto „Gestern, Heute, Morgen, Zukunftssicher“ versammelten sich zahlreiche Ehemalige sowie aktuelle Studierende und Fachleute aus der Branche zu einem inspirierenden Austausch über die Entwicklungen in der Lebensmitteltechnologie.
Die Veranstaltung eröffnete mit einem Vortrag von Prof. Dr. Jörg Meier, der einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Studiengangs gab und dabei sowohl Meilensteine als auch Herausforderungen beleuchtete. Er betonte die kontinuierliche Anpassung des Curriculums an die sich wandelnden Anforderungen der Industrie und hob hervor, wie wichtig es ist, dass Studierende nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch praktische Fähigkeiten entwickeln.
Im Anschluss daran präsentierte Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe, Prorektor und Geschäftsführer des Zentrums für Ernährung und Lebensmitteltechnologie (ZELT), seinen Vortrag mit dem Titel „Ein Blick nach außen“. Hierbei ging er auf die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit ein und erläuterte, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zu integrieren, um innovative Lösungen für eine zukunftsfähige, nachhaltige und effiziente Versorgung der Welt mit Lebensmitteln Herausforderungen zu finden.
Der Hauptvortrag wurde von Till Isensee gehalten, Geschäftsführer der TILISCO GmbH, einer technischen Verpackungsberatung mit Fokus auf Nachhaltigkeit im Bereich Lebensmittelverpackungen. Sein Thema „Unterschätzt, Überreguliert, verkompliziert aber Zukunftssicher“ stieß auf großes Interesse und regte lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmenden an. Isensee machte deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Herausforderung darstellt, sondern auch Chancen bietet – insbesondere durch innovative Ansätze in der Verpackungstechnologie.
Den Abschluss bildete der Vortrag von Frau Dr. Heike Fahlandt, einer ehemaligen Absolventin des Studiengangs. Sie schilderte ihren Werdegang als Lebensmitteltechnologin aus Neubrandenburg auf sympathische Weise und motivierte damit junge Studierende.
Weitere Höhepunkte des Symposiums waren die Posterausstellung wissenschaftlicher Arbeiten, sowie dynamische Pecha-Kucha-Vorträge von (ehemaligen) Studierenden. Zur großen Freude berichtete der NDR über das gelungene Auftaktsymposium in Form eines TV-Beitrags im Nordmagazin.
Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Peter Meurer moderiert und bot eine hervorragende Plattform für Networking zwischen Alumni und aktuellen Studierenden sowie Vertretern namhafter Unternehmen aus der Lebensmittelbranche.
Insgesamt war das Auftaktsymposium ein großer Erfolg und verdeutlichte einmal mehr die Relevanz des Studiengangs Lebensmitteltechnologie an unserer Hochschule, sowohl für die akademische Ausbildung als auch für die Bedürfnisse der freien Wirtschaft. Wir sagen herzlichen Dank an die Teilnehmer, Redner und Organisatoren für diesen phänomenalen Tag und freuen uns auf weitere Veranstaltungen im kommenden Jahr!
11.10.2024: Neubrandenburger Lebensmitteltechnologen im weltweiten Dialog
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde Prof. Dr. Siegfried Bolenz von der international anerkannten Akkreditierungsagentur ASIIN gebeten, als Gutachter an einem Akkreditierungsverfahren teilzunehmen. Es ging um die Studiengänge Lebensmitteltechnologie sowie Agrotechnologie an der Universitas Pembangunan Nasional in Surabaya, Indonesien. Internationalen Qualitätssiegel sind für die Hochschulen dort sehr wichtig, da sie so im nationalen Vergleich erhebliches zusätzliches Ansehen gewinnen, und dadurch von Hochschulleitung und Regierung eine deutlich bessere Ausstattung einfordern können.
Das Gutachtergremium bestand aus einer Expertin aus der nationalen Lebensmittelindustrie, einem Studenten, sowie je einem internationalen Gutachter für jeden Studiengang. Vor und während der dreitägigen Veranstaltung wurden sowohl Ordnungsmittel und Dokumente intensiv geprüft, als auch viele Gespräche geführt. Hierbei kam es zu einem intensiven Dialog sowohl mit den Verantwortlichen der Studiengänge, als auch mit Mitarbeitenden, Studierenden, Alumni und kooperierenden Unternehmen. Ebenso wurden die Lernbedingungen bei einem Rundgang durch Labore und technische Bereiche überprüft.
Interessant ist bei solchen Gelegenheiten auch, zu sehen, was in der Wissenschaft anderer Weltgegenden für Forschungsthemen angesagt sind. So befasst sich der dortige Agrarbereich intensiv mit Themen wie "Urban Gardening", was insbesondere für asiatische Mega-Städte als Bereicherung angesehen wird, sowie mit Zellkulturen.
In der Lebensmitteltechnologie wird neben vielen anderen Themen auch erforscht, wie Pflanzen aus den in Südasien weit verbreiteten Mangroven-Küsten sinnvoll in Lebensmitteln verarbeitet werden können. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Auf dem Campus wird eine Umkehrosmose-Anlage betrieben, welche aus dem hygienisch unzureichenden lokalen Leitungswasser durch Filtration hochwertiges Trinkwasser herstellt. Dieses steht dann allen an der Uni Beschäftigten zur Verfügung und muss nicht verpackt in Kunststoffflaschen eingekauft werden, wie dies ansonsten üblich ist.
Alles in allem war dies wieder eine anstrengende, aber auch sehr spannende Dienstreise, welche für beide Seiten viel Positives erbracht hat.
25.09.2024: Willkommen, Erstis! Das war die Immatrikulationsfeier 2024
„Man verwurzelt nicht nur mit einem Fach, sondern mit der Stadt und der Region.“ In seiner Ansprache auf der diesjährigen Immatrikulationsfeier in der Konzertkirche Neubrandenburg appellierte Rektor Gerd Teschke an das Engagement der Neu-Studierenden und den Willen mitzugestalten. Über 440 Studierende wurden am Nachmittag des 23. Septembers offiziell begrüßt und in eine unvergessliche Zeit gesendet. Das Credo „Mitgestalten!“ zog sich auch durch die weiteren Festreden. Constantin Friz, Studentischer Prorektor der Hochschule Neubrandenburg, rief die Erstsemesterstudierenden dazu auf, mutig zu sein: „Macht euch auf den Weg und zeigt, wozu ihr fähig seid!“. Gastredner Christian Böttcher, stellvertretende Pflegedirektion am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, erinnerte die Studierenden daran, dass ihre Ideen die gesamte Hochschule bereichern. Auch er wendete sich ans Publikum: „Engagieren Sie sich in Fachschaften und Initiativen!“ Böttcher studierte selbst vor wenigen Jahren in der Vier-Tore-Stadt.
14 Jahre alt und im Hörsaal schon voll dabei
Neben den volljährigen Studierenden wurden auf der Bühne der Konzertkirche auch die aktuell Teilnehmenden des Juniorstudiums geehrt. Zehn Schüler*innen der Klassenstufen 8 und 9 nehmen aktuell an dem Förderprogramm teil. Dieses existiert seit 2008 und ermöglicht besonders begabten Schüler*innen, neben der Schule, unseren Campus kennenzulernen und Module an der Hochschule zu besuchen. Die erworbenen Studienleistungen können in einem späteren Studium an der Hochschule Neubrandenburg auf Antrag anerkannt werden.
Ebenso fester Bestandteil der Immatrikulationsfeier ist die Ehrung derer, die innerhalb ihres Studiums, in Bachelor- oder Masterarbeiten sowie in Seminar- und Projektarbeiten besondere Leistungen hervorgebracht haben. Der Ehrenpreis der Stadt Neubrandenburg, verliehen durch den Oberbürgermeister Silvio Witt, ging in diesem Jahr an Robert Brenke für seinen „microSPACE“. Roberts Pläne, eine innovative Sitzgelegenheit für Freiluft- und Gemeinschaftsräume zu erschaffen, wurden in die Tat umgesetzt. Nachdem ein microSPACE für den Innenhof unseres Haupthauses gebaut wurde, findet ein zweites Exemplar inmitten der Turmstraße seit Mai 2024 ein Zuhause. Die Auszeichnung der Stadt Neubrandenburg ist mit 750 Euro dotiert und enthält zudem eine Urkunde und ein Bild des lokalen Künstlers Paul Raddatz.
O’zapft is – Ausklang mit Hochschulbier
Im Anschluss an die Festveranstaltung schenkten Oberbürgermeister Silvio Witt und Hochschulrektor Gerd Teschke Freibier auf dem Vorplatz der Konzertkirche aus. Die Rezeptur des flüssigen Golds fand übrigens in der Arbeit des Studiengangs Lebensmitteltechnologie ihren Ursprung.
18.07.2024: Erfolgreiche Teilnahme am Ideenwettbewerb „Inspired“ – ALPhy geht neue Wege in der Landwirtschaft
Mit großer Freude können wir die erfolgreiche Teilnahme unseres Projekts bei der diesjährigen Inspired-Veranstaltung bekannt geben. In einem Wettbewerb mit zahlreichen innovativen Ideen haben wir es geschafft, mit unserem einzigartigen Ansatz die Aufmerksamkeit zu gewinnen und wertvolle Impulse für die Zukunft zu setzen.
Das Projekt Physics for Food hat die Grundlage für die Entstehung von ALPhy geschaffen, einem Beratungsunternehmen, das sich auf die Verbindung von Physik, Agrarwirtschaft und Lebensmittelproduktion spezialisiert. ALPhy verfolgt das Ziel, physikalisches Wissen gezielt in landwirtschaftliche Prozesse zu integrieren, um nachhaltigere und ressourcenschonendere Lösungen zu entwickeln. Dabei stehen die Reduktion von Chemikalien, die Optimierung von Ressourcen und die Verbesserung der Lebensmittelqualität im Vordergrund.
Hinter ALPhy steht ein engagiertes Team: Wir sind Andrea Hellmann, Sven Grochowsky und Katrin Oldenburg von der Hochschule sowie Florian Wald von der ZELT gGmbH. Gemeinsam bringen sie ihre Expertise aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Physik und Lebensmitteltechnologie ein, um innovative Lösungen für die Landwirtschaft zu schaffen. Ihr Ziel ist es, eine zukunftsfähige, umweltfreundliche und effiziente Nahrungsmittelproduktion zu fördern.
Die Teilnahme an Inspired bot uns die Gelegenheit, unsere Vision einem breiten Publikum vorzustellen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und unser Netzwerk weiter auszubauen. Der positive Zuspruch und die spannenden Gespräche bestärken uns in unserem Engagement, Physik als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen.
Wir danken allen, die uns auf diesem Weg unterstützen, und freuen uns auf die nächsten Schritte, um gemeinsam eine zukunftsfähige und nachhaltige Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zu gestalten.
Und die Hochschule gratuliert Ihnen zu diesem super Erfolg.
15.07.2024: Tag der Technik: Schülerinnen und Schüler entdecken den Campus
Agrarwirtschaft, Geoinformatik, Lebensmitteltechnologie: Unsere technisch orientierten Studiengänge stellen sich dem jungen Publikum. Zu einem besonderen Aktionstag im Juli öffnete die Hochschule ihre Türen und Tore für interessierte Jugendliche. Doch ohne Partner*innen und Hochschulangehörige wäre die Umsetzung kaum möglich gewesen.
Seit 160 Jahren gibt der Verein Deutscher Ingenieure, kurz VDI, Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität und eine bessere Umwelt. Er zeigt sich als Initiator des landesweiten „Tag der Technik“, an dem vier Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns jährlich teilnehmen: Rostock, Neubrandenburg, Wismar und Stralsund. Am 12. Juli war es wieder soweit: Schülerinnen und Schüler der Region stürmten am Freitagmorgen zum Haus 2 der Hochschule Neubrandenburg zur Eröffnung im Hörsaal, wo sie von dem Rektor Prof. Dr. Gerd Teschke begrüßt wurden.
Wärmebilder und VR-Brillen
Zum Tag der Technik haben Schüler*innen die Möglichkeit, in verschiedene Studiengänge mit technischer Ausrichtung zu schauen. An unserem Standort konnten sie unter anderem im Technikum die Produktion von Schokonudeln begutachten, einen Sensoriktest ausprobieren und erfuhren am Bioreaktor mehr über Algen und unter welchen Umständen sie sich bilden. Im Foyer von Haus 2 lockten Mitmachstationen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zu virtuellen Rundgängen durch die Raumstation ISS. Eine Wärmebildkamera wurde zum beliebten Selfiemotiv. Die Studiengänge Bauingenieurwesen, Geodäsie und Messtechnik boten ebenfalls Aktionen, Modelle und Projekte im Foyer. Die Gruppen wurden jederzeit beraten und angeleitet durch Fachpersonal und Dozierende der Hochschule.
In den Mittagsstunden versammelten sich viele Gäste auf der Wiese am Haus 2. Kein Wunder, denn dem Geruch von herzhafter Mango-Bratwurst und cremigem Halloumikäse frisch vom Rost konnte sich kaum jemand entziehen. Viele Projektvorstellungen, Führungen und Stationen wären an diesem Tag nicht ohne unsere Studierenden umsetzbar gewesen. Dafür ein ganz großes Danke! Euer Engagement macht die Hochschule besonders lebendig.
21.06.2024: Schimpansen nutzen Heilpflanzen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen!
Eine neue Studie unter Leitung der Hochschule Neubrandenburg und der Universität Oxford zeigt, dass wilde Schimpansen gezielt Pflanzen mit medizinischen Eigenschaften fressen, um sich selbst zu heilen.
Das Forscherteam um Dr. Fabien Schultz und Dr. Elodie Freymann beobachtete 51 Schimpansen im Budongo Regenwald und testete 17 Pflanzenarten, von denen angenommen wird, dass die Schimpansen sie zur Selbstmedikation verwenden könnten, auf ihre entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Die Pflanzenproben wurden in Neubrandenburg unter der Leitung von Dr. Fabien Schultz und Prof. Leif-Alexander Garbe getestet.
Tropenholz gegen Schlangenbisse
Die Ergebnisse waren eindeutig. 88 Prozent der Pflanzen hemmen Bakterien, 33 Prozent wirken entzündungshemmend. Besonders beeindruckend: Der Tropenbaum Alstonia boonei zeigte die stärkste antibakterielle Wirkung und hatte zudem entzündungshemmende Eigenschaften, was darauf hindeutet, dass die Schimpansen das Holz zur Behandlung von Wunden nutzen könnten. Interessanterweise wird Alstonia boonei auch in einigen ländlichen ostafrikanischen Dörfern als Heilpflanze zur Behandlung einer Vielzahl von krankhaften Zuständen verwendet, darunter bakterielle Infektionen, Magen-Darm-Probleme, Schlangenbisse und Asthma.
Von Schimpansen lernen – Erkenntnisse könnten Durchbruch für die Medizin bedeuten
Angesichts der Tatsache, dass sowohl antibiotikaresistente Bakterienstämme als auch chronische Entzündungskrankheiten schon heute eine große Bedrohung für die globale Gesundheit darstellen, stellt das Forscherteam fest, dass die im Budongo Regenwald wachsenden Heilpflanzen die Wirkstofffindung und die Entwicklung wertvoller neuer Medikamente unterstützen könnten.
Forschungsgruppenleiter Dr. Fabien Schultz meint, es sei „vorstellbar, dass mithilfe moderner Technologien in der Medikamentenforschung zukünftig aufbauend auf unseren Untersuchungen im Frühstadium neuartige Wirkstoff-Leitstrukturen identifiziert werden können.“ Dr. Freymann fügt hinzu: "Unsere Studie zeigt, welches medizinische Wissen aus der Beobachtung von Tieren in freier Wildbahn gewonnen werden kann, und unterstreicht die dringende Notwendigkeit, diese Waldapotheken für künftige Generationen zu erhalten.“
Hier eine Liste der Medienbeiträge
Hier geht es zu einem Beitrag der ITV News
Videoartikel zu den Projekten von Dr. Schultz
20.06.2024: Unsere Plasmaforschung wieder in diversen Presseartikeln
Wie kann man Lebensmittel lange haltbarmachen, sodass sie auf dem Weg in unsere Kühlschränke nicht verderben und dabei keine Zusatzstoffe oder Pestizide einsetzen? Eine Antwort auf diese Frage sind Kaltplasmen.
Seit 2018 forschen wir in großen Verbundprojekten mit ca. 20 regionalen Partnern an dem Einsatz von Kaltplasmen in der Lebensmittelkette. Über unsere erfolgreiche Forschung berichtet die Presse immer wieder. Hier geht es zu den neusten Artikeln:
06.06.2024: Hochschultag 2024: Eine Nasenspitze vorne
So spannend wie nie: Das Drachenbootrennen zum Hochschultag 2024 am 5. Juni lockte Hochschulangehörige und Schaulustige an den Brodaer Strand. Am Ende sollte eine Sekunde darüber entscheiden, welches Team den Sieg mit nach Hause nimmt.
Nach kleinen Regenschauern am frühen Nachmittag klarte der Himmel rechtzeitig zur Eröffnung des Hochschultages, kurz HOT, am Brodaer Strand auf. Der Platz füllte sich mit Menschen, Musik vom Radio H.i.R.N. beschallte den sonst so idyllischen Strandabschnitt und die ersten Getränke wurden ausgeschenkt.
In diesem Jahr traten insgesamt vier Teams zum traditionellen Drachenbootrennen im Tollensesee gegeneinander an. Nach mehreren Trainingseinheiten mit dem Sportclub Neubrandenburg e. V. waren Mitarbeitende und Studierende bereit für den Wettkampf, der kaum spannender hätte ablaufen können. Jeweils zwei Mannschaften paddelten pro Durchlauf, immer wieder Kopf an Kopf, über eine Distanz von 200 Metern, bis letztlich alle Teams dreimal auf dem Wasser waren und gegeneinander angetreten sind. Die ermittelten Zeiten führten zu einem Gesamtergebnis, welches wohl kaum knapper hätte ausfallen können: Zwischen Platz Eins und Zwei lag nur etwas mehr als eine Sekunde. Am Ende folgte man der Tradition: Mit einer Gesamtzeit von 2:49,18 min. gewann das Team „Biogaspiraten“ des Fachbereichs Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften vor dem Team der Fachbereiche SBE1 und GPM2 im „Barbararhabarberboot“ mit 2:50,95 Minuten.
Bronze ergatterten sich die „Papierdrachen“, das Boot der Mitarbeitenden, mit einer Fahrzeit von 2:55,54 Minuten. Dahinter, auf dem vierten Platz, reihte sich die „Raupe“, der Fachbereich Landschaftswissenschaften und Geomatik ein. Auf ihrer Uhr standen am Ende aller Rennen 3:15,81 Minuten. Alle Ergebnisse im Überblick kannst du hier einsehen.
Runter vom Strand, rauf auf den Campus
Nach dem sportlichen Ereignis folgten die Feierlichkeiten auf der Vermesserwiese neben Haus 2. Denn: wer so viel leistet, darf sich im Anschluss auch feiern lassen. Zum „Open Mic“ zeigten verschiedene Künstler*innen Musikalisches, Diabolo und Comedyeinlagen auf der Showbühne. Später folgten die Neubrandenburger Band „One Trick Pony“ und Stephan Zovsky, die mit handgemachter Livemusik die Stimmung bis zur After Party im Club hoch hielt.
Der HOT wurde auch in diesem Jahr vorrangig durch Studierende und deren Gremien organisiert. An dieser Stelle möchten wir euch für die Umsetzung applaudieren. Ihr zeigt, wie wichtig und aufregend Gremienarbeit und studentisches Engagement ist.
*1 & *2: Zur Einfachheit des Satzes eingekürzt, Das „Barbararhabarberboot“ setzte sich aus Teilnehmenden zweier Fachbereiche zusammen. SBE = Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung, GPM = Gesundheit, Pflege, Management
15.05.2024: Exkursion unserer Studierenden zu Nordgetreide in Pritzwalk
Nach unseren Exkursionen zur Anuga FoodTec in Köln, Stork, Dr. Oetker und Bahlsen stand nun ein Besuch bei Nordgetreide auf dem Programm. Die Exkursion hatte das Ziel, die technologischen Hintergründe der Herstellung von Cerealien zu erkunden und wertvolle Erkenntnisse für die Entwickelung eines gesundes Snackproduktes für Kinder, zu erhalten. Das Snackprodukt wird von uns Studierenden im Rahmen eines interdisziplinären Projektseminars selbst entwickelt. Die Entwicklung von Lebensmittel bis zur Marktreife ist mitlerweile ein essentieller Bestandteil des Studiums, sodass wir alle Aspekte der Produktentwicklung- und Vermarktung erlernen (das Campus-BRÄU-Projekt war damals der Startschuss für diese prasixnahe Lernmethode).
Uns wurde die Möglichkeit geboten die Produktionsprozesse hautnah zu erleben und uns mit Expert*innen auszutauschen. Dabei lag der Fokus auf den innovativen Verfahren und Technologien, die bei der Herstellung von Cerealien Anwendung finden. Begleitet wurde die Exkursionen von den Professor*innen Flögel und Meurer. Zur großen Freude von Herrn Meurer war sogar ein Extruder im Betrieb. Einer der Forschungsschwerpunkte von Herrn Meurer liegt in der Herstellung extrudierter veganer Fleischersatzprodukte.
24.04.2024 Greenwashing-Seminar durch externe Expertin
Frau Sonja Bähr ist eine der führenden Expert*innen für Greenwashing in Deutschland. Sie arbeitet bei der TILISCO GmbH, die eine renomierte Firma für Verpackungsmanagement ist. Dort werden neben vielen anderen Tätigkeitsfeldern Nachhaltigkeit-Claims begutachtet.
Frau Bähr hat im Marketing-Modul ein online-Seminar durchgeführt, um unsere Master-Studierenden fit für die kritische Auseinandersetzung mit diesem brisanten Thema zu machen. Dabei präsentierte sie anschauliche Fallbeispiele und ermutigte die Studierenden, kritisch gegenüber Unternehmen zu sein, die ihre Nachhaltigkeitsbemühungen übertrieben oder unzureichend definiert darstellen. Die Veranstaltung förderte ein Bewusstsein für die Bedeutung von transparenter Kommunikation und authentischem Engagement für Umweltschutz, Produkt und Verbraucher*innen.
Wir danken Frau Bähr vielmals für den neugewonnenen Blickwinkel und freuen uns hoffentlich bald wieder mit ihr diskutieren zu dürfen.
05.04.2024: 120 unserer Studierenden haben ihr Abschluss-Zeugnis in der Tasche
05.04.2024: 120 unserer Studierenden haben ihr Abschluss-Zeugnis in der Tasche
120 frisch gebackene Akademiker*innen der Agrarwirtschaft, Lebensmitteltechnologie und Diätetik haben am 5. April 2024 ihre Abschluss-Zeugnisse aus der Hand von Staatssekretärin Claudia Müller vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), in Empfang genommen. In ihrem inspirierenden Festvortrag erklärte die Staatsekretärin unter anderem, dass die Agrar- und Ernährungswirtschaft gefordert ist, zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung für alle beizutragen. Diesen Anspruch erfüllt nach ihrer Ansicht auch das Studienangebot unseres Fachbereiches. Somit sind unsere Absolvent*innen besten auf ihre zukünftigen beruflichen Aufgaben vorbereitet.
Im Anschluss an die feierliche Zeugnisübergabe hat der Fachbereich zu einem Sektempfang eingeladen und so begann dann in lockerer Atmosphäre der inoffizielle Teil des Abends. Dieser endete mit einer Party im Studierenden-Club, wo unsere Absolvent*innen ihren Abschluss und ihre Erfolge im Studium feierten.
Wir gratulieren und wünschen allen Absolvent*innen alles Gute und viel Erfolg im Berufsleben, wir sind Stolz einen Teil dazu beigetragen zu haben…
Hier geht es zu einem X-Beitrag des BMEL zu der Absolvent*innen-Verabschiedung
05.04.2024: Von Studierenden entwickelte Mangobratwurst im Verbraucher*innen-Test beim Kooperationspartner
05.04.2024: Von Studierenden entwickelte Mangobratwurst im Verbraucher*innen-Test beim Kooperationspartner
Schwarz, Rot, Mango im Praxistest. Die bereits im letzten Semester von Studierenden entwickelte Grundrezeptur unserer Hochschul-Mangobratwurst, wurde bei unserem Kooperationspartner in einem sogenannten Verbraucher*innen-Test sensorisch untersucht. Dabei wurden verschiedene Varianten der Wurst produziert (mit mehr und weniger Mango sowie mit mehr und weniger Chili), um die Präferenzen der Zielgruppe hinsichtlich der Fruchtigkeit und der Schärfe zu ermitteln. Ferner wurde die Beliebtheit der verschiedenen Varianten bestimmt. Die Ergebnisse des Verbraucher*innen-Tests werden derzeit statistisch ausgewertet. Anhand der Ergebnisse dieser Auswertung wird dann eine finale Rezeptur entwickelt, die den Geschmack der Zielgruppe bestmöglich treffen soll. Die so optimierte Bratwurst wird dann passend zur Grillsaison von Globus hergestellt. Die Wurst, deren Zutaten schwarzerPfeffer, rote Chili und gelbe Mango sind, kann man sich z. B. perfekt zu einem Grillabend vor einem EM-Spiel schmecken lassen.
Guten Appetit und ole ole!!!
21.03.2024: Exkursion zur Anuga FoodTec, zu Storck und Dr. Oetker
21.03.2024: Exkursion zur Anuga FoodTec, zu Storck und Dr. Oetker
Endlich ist es wieder soweit... Die Anuga FoodTec öffnet unter dem Motto "Innovation und Nachhaltigkeit, Kollaboration und Fortschritt" ihre Pforten. Und unsere Studierenden sind wieder mittendrin. Bei unser dreitätigen Exkursion unter der Leitung von Prof. Meurer besuchten unsere Studierenden die Messehallen der international führenden Fachmesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Köln. In den Messehallen konnten sich alle über die neusten Trends und Technologien in der Food-Branche informieren.
Auf dem Hin- und Rückweg wurden auch noch Lebensmittelbetriebe besucht, sodass sich unsere Studierenden die Geräte, die sie bereits auf der Anuga von der Herstellern gezeigt und erklärt bekommen haben, auch im Praxisalltag sehen konnten. Bei Storck wurde die Herstellung diverser leckerer Süßwaren (z. B. von Lachgummis, Knoppers, Toffifee und den weltberühmten Storck Riesen) bei einer Führung von dem technischen Leiter des Werks erklärt. Bei Dr. Oetker konnten die Studierenden die Herstellung von Tiefkühl-Thunfischpizza kennenlernen. Dabei kam natürlich auch das Networking und die Versorgung mit den hergestellten Spezialitäten nicht zu kurz...
Alle Teilnehmenden waren von der lehrreichen, leckeren und unterhaltsamen Exkursion begeistert. Herzlichen Dank an Prof. Meurer und sein Orga-Team, bestehend aus Frau Hoffmann, Frau Winkler, Frau Sauermilch, Herrn Hinderlich und Herrn Foth!!!
Hier geht es zu den Insta-Berichten der Exkursion:
21.02.24: Prof. Scheuerle besucht den innovativen Verpackungshersteller adapa in Kempten
Das Pack Science Center von adapa ist eine hochmoderne Einrichtung, die speziell für die kundenorientierte Anwendungstechnik, Entwicklung und Test innovativer Kunststofffolien für die Lebensmittelindustrie konzipiert wurde. Es beeindruckt nicht nur durch seine technologische Raffinesse, sondern auch durch das Engagement des Teams von adapa für Nachhaltigkeit und Qualität. Von der Materialforschung bis zur Produktion zeigte sich adapa als Vorreiter für umweltfreundliche und leistungsfähige Lösungen.
Daher besuchte Prof. Dr. Volker Scheuerle, unser Professor für Verpackungstechnologie und Logistik, auch den Betrieb und diskutierte mit der Managerin des Pack Science Centers, Frau Marina Staltmeier und dem Manager Technical Application Service, Herrn Andreas Steffen von adapa über potenzielle Synergien und Kooperationen zwischen ihrem Unternehmen und unserem Studiengang. In einer Zeit, in der die Lebensmittelindustrie vor großen Herausforderungen steht wird eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung junger Fachkräfte immer wichtiger. Daher ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen wie unserer Hochschule entscheidend für Fortschritt und Innovation.
Insgesamt war der Besuch bei adapa ein inspirierendes Erlebnis und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer soliden Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen im Bereich Lebensmitteltechnologie und im Speziellen, der Lebensmittelverpackung.
22.01.24: Neubrandenburger Expertise weltweit gefragt
Mittlerweile ist es hier in Deutschland, aber auch in vielen anderen Teilen der Welt üblich, dass Studiengänge sich Qualitäts-Checks unterwerfen. In einigen Ländern, z. B. in Indonesien, sind europäische Qualitätssiegel besonders gefragt. Für die Hochschulen hängen Reputation und staatliche Finanzierung sehr stark vom erfolgreichen Erwerb selbiger ab. Die Vergabe obliegt international tätigen Akkreditierungs-Agenturen, welche wiederum Gutachter*innen aus Studiengängen verwandter Fachrichtungen rekrutieren und diese dann zu Begehungen vor Ort schicken.
In diesem Rahmen hatte Prof. Dr. Siegfried Bolenz (Lebensmiteltechnologie) die Gelegenheit, den Studiengang „Agroproduct Technology“ an der Universität Jambi auf Sumatra kennen zu lernen. In der Region werden große Mengen vorwiegend pflanzlicher landwirtschaftlicher Rohstoffe (Palmöl, Kaffee, Gummi etc.) gewonnen und industriell weiterverarbeitet. Der Studiengang unterstützt dies durch die Ausbildung passender Fachkräfte. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Gutachter-Gruppe wurden an zwei Tagen sehr intensive Gespräche mit Verantwortlichen, Studierenden und Mitarbeitenden des Studiengangs vor Ort geführt, sowie Labore und technische Einrichtungen der Universität besichtigt. Dies hinterließ viele positive Eindrücke, Erfahrungen und natürlich auch neue Kontakte zu den sehr engagiert arbeitenden Kolleg*innen in diesem Teil der Welt. Auch das lokale Medien-Echo war recht intensiv...
Hier geht es zu einem Video zu der Akkreditierung auf Sumatra
05.01.24: Prof. Dr. Garbe betreut das MamaHanf-Team
Startups mit nachhaltigen und innovativen Ideen werden immer wichtiger. So hat sich z. B. ein junges Unternehmen das Ziel gesetzt wertvolle Proteine für Fleisch- und Milch-Ersatzprodukte aus der alten Kulturpflanze Hanf zu gewinnen. Mit dieser Idee hat das Unternehmen bereits den 1. Preis im Ideenwettbewerb „inspired“ und ein exist-Stipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gewonnen. Um die Idee derart erfolgreich voranzutreiben ist natürlich auch eine optimale wissenschaftliche Begleitung notwendig. Hierfür sind die Hochschule Neubrandenburg mit ihren angegliederten Forschungsinstituten „Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie“ und „Institut für evidenzbasierte Diätetik“ der perfekte Ansprechpartner für Lebensmittelbetriebe. So wird das MamaHanf-Team z. B. von unserem Prorektor für Forschung, Wissenstransfer und Internationale Beziehungen, Prof. Dr. Garbe, aus dem Studiengang Lebensmitteltechnologie betreut.
Zu dem Startup hat der Nordkurier einen Artikel verfasst, der hier aufgerufen werden kann…
21.12.23: Neu Entwickelt: Die Flexiwurscht - Gut für's Klima gut für Dich!!!
Nach einem Jahr spannender Projektarbeit haben wir es geschafft: Unser Projekt die Flexiwurscht ist abgeschlossen. Unsere Abschlusspräsentation war ein voller Erfolg!
Wir Studierende des Food Chain Environments Masters haben die letzten 2 Semester damit verbracht in einem interdisziplinären Projekt eine klimafreundliche Rindfleischbratwurst mit Linsenzusatz zu entwickeln. Die Grundidee war es herkömmliche Bratwürste gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Begonnen hat alles mit einer Machbarkeitsstudie bei der wir z. B eine Konsument*innen Befragung mit knapp 200 Teilnehmenden durchgeführt und statistisch ausgewertet haben. Auf Basis dieser Daten konnten wir im nächsten Schritt mit der konkreten Produktentwicklung beginnen. Wir haben 5 verschiedene nachhaltigere Bratwurstrezepturen entwickelt, hergestellt und sensorisch untersucht. Die beliebteste Wurst bestand aus ca. 80 % Rindfleisch und 20 % Linsen. Sie war echt lecker!!!
Abgeschlossen wurde das Projekt mit der Erstellung eines Marketingkonzeptes inkl. Produktlogo und dem Slogan „Die Flexiwurscht – Wenn Wurscht dann diese!“
Sogar der NDR hat sich für unser Projekt interssiert und einen Radiobeitrag produziert: Eine klimafreundliche Rinderwurst - geht das? | NDR.de - NDR 1 Radio MV
20.12.2023: Unser Food Chain Environments Master wird in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU vorgestellt
In Heft 12 der ERNÄHRUNGS UMSCHAU, dem führender bundesweiten Journal zum Thema Ernährung, wurde ein mehrseitiger Artikel über unseren Food Chain Environments Master-Studiengang veröffentlicht. Dieser Artikel unterstreicht die Relevanz des Food-Chain-Ansatzes in allen Branchen der Lebensmittelkette.
Zu einer Information zu dem Artikel der ERNÄHRUNGS UMSCHAU geht es hier...
12.12.2023 „Alleskönner Hanf“ und Bioökonomie an der Hochschule Neubrandenburg
Der Norkurrier berichtet über die Themen unseres Bioökonomischen Weihnachtskolloquium, wo Projekte Rund um den Hanf vorgestellt werden.
20.11.2023: Schwarz, rot, Mango – Lebensmitteltechnolog*innen bereiten sich auf Fußball-EM vor
Im Juni 2024 soll sie starten, die Fußball-EM der Herrenmannschaften im eigenen Land. Deutschland ist Gastgeber der EURO 2024 und wir feiern das mit dem Campus MANGO-GRILLER.
Im umgangssprachlich genannten „Fleischpraktikum“, dem Modul „Fleisch- und Fischtechnologie“, beschäftigte sich eine Gruppe Studierender Anfang November mit der Entwicklung einer ganz speziellen Bratwurst. Ziel sollte sein, ein Produkt zu schaffen, welches perfekt für den sommerlichen Fußball-Grillabend geeignet sei und zugleich die drei Farben der deutschen Nationalflagge repräsentiere. Für den schwarz-rot-gold-gelben Inhalt wählte man deshalb schwarzen Pfeffer, Chili und Mango.
Doch wie viel ist zu viel? Wie findet man das richtige Mischverhältnis?
Zur Arbeit, Forschung und Entwicklung der Studierenden gehörte neben viel Schneiden und Kneten auch ein bisschen Rechenkunst und Wissenschaft. Immer wieder wurde gewogen, gemessen und gerechnet. Dazu gehörten Messungen des ph-Werts sowie des Wassergehalts. Es wurde debattiert, wie viel getrocknete fruschtige Mango es bedarf, um für den perfekten Ausgleich zu den herzhaften Komponenten Fleisch, Chili und Pfeffer zu schaffen. Letztlich entschieden sich die Teilnehmenden, zusammen mit dem Lehrpersonal, mehr als nur eine Zusammensetzung zu testen. Das Brät wurde in Naturdarm gefüllt, zu handlichen Bratwürsten geformt und am nächsten Tag verarbeitetet und verkostet. Die angehenden Lebensmitteltechnolog*innen werden sicherlich nicht zum letzten Mal an diesem Projekt gearbeitet haben und bis zum marktreifen Endprodukt noch einige Male an den Stellschrauben drehen. Die fertige EM-Wurst soll pünktlich zur Grillsaison im Handel erhältlich sein. Ein lokaler Kooperationspartner sorgt für eine einwandfreie und ausreichende Produktion und bietet die Bratwurst dann im Einzelhandel in Neubrandenburg an.
Übrigens: Wir haben den Prozess im Haus 3 der Hochschule begleitet. Entstanden sind zwei Videos, die ihr euch jetzt bei Instagram und Facebook ansehen könnt.
Link zum ersten Reel
Link zu Teil 2
25.10.2023: 20 Studierende freuen sich über ein Deutschlandstipendium
Am 19. Oktober verwandelte sich der Hörsaal 4 unserer Hochschule zu einem Raum der Feierlichkeiten. Geehrt wurden insgesamt 20 Studierende, die sich aufgrund ihrer Leistungen und ihres sozialen Engagements verdient gemacht haben, für ein Jahr finanzielle Unterstützung zu erhalten. Das Deutschlandstipendium sichert den Begünstigten eine monatliche Finanzspritze von 300,00 Euro zu. Die Hälfte der insgesamt 3.600,00 Euro pro Stipendiat stammen aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die andere Hälfte wird von lokalen und regionalen Unternehmen übernommen. Mitgewirkt haben unter anderem die Cargill Deutschland GmbH, die Störtebeker Braumanufaktur GmbH, die Neubrandenburger Stadtwerke, Neuwoba und Neuwoges sowie die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin. 10 % der Preisträger*innen waren Studierende der Lebensmitteltechnologie. So erhalten Michele Gnädig und Katharina Fälchle für ein Jahr die heißbegehrten Stipendien. Herzlichen Glückwunsch!!!
Eine der Preisträgerinnen war zum wiederholten Male Emily Mc Cracken. Die junge Frau ist Teil des Fachschaftsrates Landschaftswissenschaften und Geomatik und engagiert sich unter anderem im Bereich International Office. Sie sprach vorab, vor den Answesenden im Hörsaal, über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium. Insbesondere in den Pandemiejahren sei es für viele Mitstudierende „ohne finanzielle Unterstützung nicht einfach gewesen“, weil beispielsweise Minijobs wegfielen und keine Einnahmen generiert werden konnten. Durch die Förderung sei diese Zeit für sie weniger beschwert abgelaufen. Für das kommende Jahr erhält sie Zuwendungen von der NEUWOBA eG.
Seit 2011 wird das Deutschlandstipendium an der Hochschule Neubrandenburg ausgelobt. Eine vollständige Auflistung der Stipendiaten und der unterstützenden Unternehmen finden Sie hier.
04.10.2023: Unser neues Kapillarviskosimeter im Fernsehen beim Wirtschaftsfenster MV
Mit unserem neuen Kapillarviskosimeter kann z. B. die Aktivität von Pektinasen bestimmt werden, die die Textur von Obst und Gemüse nachteilig beeinflussen können. Prof. Peter Meurer erforscht schon seit Jahren wie man eine gewünschte Knackigkeit von Gurken und anderem Gemüse sicherstellen kann. Nur knackige Gurken schmecken richtig gut!
Die Forschung von Prof. Meurer wurde zum Teil auch über Fördermittel unterstützt. Das neue Kapillarviskosimeter im Wert von ca. 25.000 € wurde zu 75 % der Kosten vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und wird für die Forschung eingesetzt. So erforschte z. B. unsere Master-Studierende Juliane Kolwitz im Rahmen ihres Master-Projektes mit Hilfe des Viskosimeters die Enzymkinetik der Endo-Polygalacturonase (dem Enzym, das hauptsächlich für den Verlust der Knackigkeit verantwortlich ist).
Über das Viskosimeter und die Forschung von Prof. Meurer wurde ein TV-Beitrag gedreht, der in Folge 744 des Wirtschaftsfensters MV gezeigt worden ist.
02.10.2023: Work it! Neuer Co-Working-Space in Haus 3 eingeweiht
An den Wänden steht es in großen Lettern: „Co-Working-Space“. Elf neu eingerichtete und technisch ausgestattete Plätze in Haus 3 laden ab sofort zum gemeinsamen Lernen und Arbeiten ein. Zur Inbetriebnahme am 28. September drückte der Rektor der Hochschule symbolisch den „Red Button“. Gratulationen und Grüße kamen aus über 11.763 Kilometer Entfernung von Alejandra Altamirano, Dekanin an der Universidad de Concepción del Uruguay (UCU), die auf dem neuen und hochmodernen Touchscreen des Co-Working-Spaces zugeschaltet wurde. Studierende des binationalen Studiengangs „Nachhaltiges Landwirtschaftliches Produktionsmanagement M.Sc./Maestria“ kennen die argentinische Universität genau, denn dort absolvieren sie üblicherweise ihr erstes Studienjahr.
Master & Maestria – ein Studiengang, der doppelt Sinn ergibt
Ein Teilnehmer des weiterführenden Studiengangs ist Henrik Semsrott. Er berichtete von den positiven Erfahrungen, die er in dem südamerikanischen Land sammeln konnte. „Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!“, so der Studierende. Das internationale Masterprojekt ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen einen doppelten Studienabschluss und berechtigt sie somit sowohl den „Master of Science“ als auch die argentinische Variante „Maestria“ zu verwenden. Durch die Förderung des Deutsch-Argentinischen Hochschulzentrums steht der Teilnahme finanziell nichts im Weg - Studierende aus Deutschland können Stipendien für Reisekosten und den Lebensunterhalt in Argentinien erhalten.
Die Co-Working-Area schafft mit ihrem technischen Equipment digitale Brücken, denn noch nie war es für die Teilnehmenden des binationalen Studiengangs so einfach, parallel zu lernen und zu arbeiten, selbst wenn über 11.000 Kilometer zwischen ihnen liegen.
20.09.2023: Prof. Dr. Scheuerle ist unser neuer Professor für Lebensmittelverpackung und Logistik
Herr Prof. Dr.-Ing. Volker Scheuerle, geboren 1976 in Heilbronn, absolvierte nach seiner Lehre zum Offset Drucker das Studium der Verpackungstechnik an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, um es 2007 erfolgreich mit dem Diplomthema „Gegenüberstellung von Trocknungsverfahren für UV-Druckfarben, für Metallverpackungen in der Lebensmittelindustrie“ abzuschließen. Im Anschluss folgten nationale und internationale Tätigkeiten als Entwicklungsingenieur und Projektmanager Verpackung in namhaften Konzernen. Seine Leidenschaft zur Drucktechnik, insbesondere zum Sicherheitsdruck, zog ihn zurück nach Deutschland um seine Dissertation „Verbesserung der Haltbarkeit von Dokumenten mit Hilfe polymerer Schichten“ am Fachgebiet für Polymerwerkstoffe und -technologien der TU Berlin, in Kooperation mit einem Industriepartner und dem Studiengang Verpackungstechnik der Berliner Hochschule für Technik, zu bearbeiten. Im Anschluss ging er erneut in die Industrie wo er in leitenden Positionen verschiedener Unternehmen der Packmittelherstellung, Lebensmittel- und Pharmabranche im Bereich Verpackung und Prozesstechnik tätig war.
Prof. Dr. Scheuerle freut sich darauf sein umfangreiches und tiefgründiges Wissen direkt aus der Industrie, an die Studierenden unserer Hochschule weitergeben zu dürfen. Und sein neues Kollegium freut sich, dass wir ihn für unsere Hochschule gewinnen konnten. Wir alle heißen Prof. Dr. Scheuerle herzlich an der Hochschule willkommen.
30.08.2023: Neuer Räucherschrank im Technikum
In diesem Semester rauchen nicht nur die Köpfe. In unserem Technikum haben wir eine neue Rauchanlage. Mit dem ca. 90.000 € teuren Räucherschrank können Lebensmittel heiß- und kaltgeräuchert werden. Durch eine gezielte Führung von Temperatur, relativer Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit können verschiedenste Produkte fermentiert, gereift und geräuchert werden. So werden wir zukünftig Lebensmittel wie Salami, Räucherlachs, Kochschinken, geräucherter Käse etc. herstellen und erforschen können. Zur Prozessüberwachung wurde auch ein internes pH-Meter und ein Ethernet-Switch angeschafft.
Bei der Inbetriebnahme des Schrankes wurden Wiener Würstchen hergestellt. Der Termin war in jeder Hinsicht ein Hochgenuss ?
10.08.2023: Wird Vorpommern zum Zentrum für Cannabis-Verarbeitung?
Der Norkurrier berichtet über unsere bioökonomischen Tätigkeiten zum Thema Hanf.