Mitteilungen aus den Studiengängen der Lebensmittelwissenschaft

07.01.2026: Prof. Dr. Scheuerle und Prof. Dr. Heralt Schöne publizieren zur Einführung eines digitalen Zwillings in die Lehre

Mithilfe von digitalen Zwillingen können Studierende mit modernster digitaler Technik reale Wertschöpfungsketten nachbilden und erproben. Die Studierenden von Prof. Dr. Scheuerle nehmen in seiner Lehre Transportlinien virtuell in Betrieb. Bei der Planung und Vorbereitung dieses neuen didaktischen Ansatzes wurde Prof. Dr. Scheuerle von unserem Master-Studierenden Fridolin Lüdemann maßgeblich unterstützt. Prof Dr. Herlat Schöne war im Rahmen seines Moduls Automatisierungstechnik an der Konzeptionierung und Umsetzung beteiligt.

Mit der 3D-Simulationsumgebung „Factory I/O“ werden intralogistische Planungen und Verpackungsprozesse zunächst digital entworfen, KI-gestützt analysiert und anschließend per SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) direkt in reale Anlagen überführt. Ein neu angeschaffter 4-Achs-Roboter bildet dabei die praxisnahe Brücke zwischen digitalem Zwilling und physischer Station.

Im Zentrum des Lehrkonzepts steht das Prinzip einer offenen, modularen Automatisierung, wie es moderne Produktionsbetriebe prägt. Virtuelle Fabriken und digitale Zwillinge senken Einstiegshürden, machen Prozesse anschaulich und ermöglichen es, Fehlerbilder reproduzierbar zu untersuchen. Warum Prof. Dr. Scheuerle die Einführung dieser brandaktuellen Technologien in seine Lehr eine Herzenzangelegenheit ist publiziert er in der "neue Verpackung".

Hier geht es zum Artikel in der „neue Verpackung“

Weitere Mitteilungen

12.12.2025: Plasma-Technologie erhält 950.000 € Fördergelder

Team PlasmaGrainInnovation (PGI): Florian Wald, Andrea Kirchstein, Katrin Oldenburg und Sven Grochowsky (v.l.n.r). Foto: Andrea Kirchstein (privat)
Der Prototyp soll innerhalb der nächsten zwei Jahre zur Einsatzreife in der landwirtschaftlichen Praxis entwickelt werden. Foto: Florian Wald

An dem Neubrandenburger Forschungsteam PlasmaGrainInnovation (kurz: PGI) kommt aktuell niemand vorbei. Erst überzeugte PGI beim wichtigsten Gründungswettbewerb für Hochschulen und Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern, dann wurden die Forscherinnen und Forscher mit dem ersten Platz beim Innovationspreis „Inno Award 2025“ ausgezeichnet. Nun dürfen sie sich über Fördergelder in Höhe von 950.000 € freuen, mit denen innerhalb von zwei Jahren ihre neue Technologie zur Einsatzreife in der landwirtschaftlichen Praxis gebracht werden soll. 

Mit Kaltplasma gegen Schädlinge

PGI beschäftigt sich mit kaltatmosphärischem Plasma, welches eine rückstandslose, chemiefreie und ressourcenschonende Lagerung von Getreide ermöglicht. Allein in Deutschland gehen bisher jedes Jahr rund 2 Millionen Tonnen durch Schädlinge und Schimmel verloren. Ein in Neubrandenburg entwickelter Prototyp zur Plasmabehandlung kann an jedes bestehende Silo angeschlossen werden und zeigt in der Erprobung eine herausragende Wirkung gegen Schadinsekten, unerwünschte Mikroorganismen und Schimmelpilze. Bei der Behandlung wird Umgebungsluft durch eine Plasmaquelle aktiviert und in das befallene Silo eingeleitet. Entwickelt wurde das Verfahren im Rahmen des Verbundprojektes „Physics for Food“ im Programm „Wandel durch Innovation in der Region“ (WIR!) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

„In der Getreidelagerung bietet die Anwendung von Kaltatmosphärischem Plasma eine nachhaltige und zugleich kostengünstige Alternative zu herkömmlichen umwelt- und gesundheitsbelastenden chemischen Behandlungen“, erläutert Florian Wald, künftiger Geschäftsführer des zu gründenden Start-Ups. 

Hohe Nachfrage in der Landwirtschaft 

Ab Januar 2026 wird das im Projekt entwickelte Verfahren im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers zur Marktreife geführt. „Die Nachfrage aus der Land- und Lagerwirtschaft nach alternativen Behandlungsmethoden im Vorratsschutz ist groß. Bis 2030 sollen EU-weit 50 Prozent der Pestizide in der Landwirtschaft eingespart werden“, so Florian Wild.

Das Vorhaben wird gefördert im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds Plus unter dem Förderkennzeichen 03EFMV0037.

Auch das Medieninteresse an dem Verlauf der Plasmaprojekte ist groß. So berichtete z. B. kürzlich wieder der Nordkurier über das Projekt.  Hier geht es zum Nordkurier-Artikel 03.01.2026

25.11.2025: Erfolgreicher Abschluss für innovatives Forschungsprojekt PHYSICS FOR FOOD

Bei der Abschlussveranstaltung von PHYSICS FOR FOOD feierten die Beteiligten mit Expert*innen und Interessierten im Güterbahnhof Neubrandenburg. Foto: Martin Fröse

Am 19. November 2025 fand im Güterbahnhof Neubrandenburg die feierliche Abschlussveranstaltung des hochschulischen Forschungsprojekts PHYSICS FOR FOOD statt. Nach mehreren Jahren intensiver Arbeit präsentierte die Projektgruppe die beeindruckende Entwicklung und Wirkung der Forschung rund um den Einsatz von Kaltplasma in der Agrarwirtschaft. Die Erkenntnisse ermöglichen neue, pestizidfreie Wege in der Schädlingsbekämpfung und leisten damit einen nachhaltigen Beitrag für die Landwirtschaft von morgen.

Preisgekrönte Start-Up-Idee aus MV 

Das Nachfolgeprojekt PlasmaGrainInnovation (PGI) gewinnt aktuell zahlreiche Preise – darunter den renommierten Inno Award des Verbunds der Technologiezentren Mecklenburg-Vorpommern (wir berichteten). Auszeichnungen wie diese unterstreichen, wie erfolgreich die Forschungsergebnisse des Projekts ihren Weg in die praktische Anwendung finden.

Die Gäste der Abschlussveranstaltung erlebten, neben einem Rückblick auf die Projektgeschichte, ein gemütliches Get Together sowie inspirierende Gespräche mit Expert*innen aus der Wissenschaft. Grußworte sprach unter anderem Dr. Ramón Kucharzak vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), welches das Forschungsprojekt förderte. Damit endet PHYSICS FOR FOOD offiziell – doch seine Wirkung wird die Agrarbranche noch lange prägen.

11.11.2025: Weiterer Erfolg für Hochschul-Startup PlasmaGrainInnovation

Andrea Kirchstein nahm den ersten Preis stellvertretend für das gesamte Forschungsteam in Rostock entgegen. Foto: Margit Wild/fotowild.de

Nach ihrem Erfolg beim Gründungswettbewerb MVPitch, wir berichteten, kann sich das Team um Andrea Kirchstein, Katrin Oldenburg, Florian Wald und Sven Grochowsky über eine weitere Auszeichnung freuen. Am 6. November wurden die Forscherinnen und Forscher in Rostock mit dem ersten Platz beim Innovationspreis „Inno Award 2025“ ausgezeichnet. 

Die Jury war überzeugt davon, dass die Forschungsarbeit von „PlasmaGrainInnovation“ (kurz: PGI) die Agrarbranche langfristig positiv beeinflussen kann und prämierte mit einem Preisgeld von 10.000 €. Vergeben wurde der branchenunabhängige Award, für den sich insgesamt 23 Gründer*innen und Wissenschaftler*innen beworben haben, durch den Verbund der Technologiezentren MV.

Die Forscher*innen beschäftigen sich mit einem Kaltplasma-Verfahren, welches Schädlingsbekämpfung ohne den Einsatz von Pestiziden möglich macht. Dafür gab es am 6. November, neben dem 1. Platz, ein Preisgeld von 10.000 €. PGI setzte sich unter anderem gegen Forschungsgruppen aus Greifswald und Rostock durch.

28.10.2025: Premiere in Neubrandenburg: Hochschul-Marzipan

Janika Pruys (mitte) stellt zusammen mit ihren Kommilitonen Florian Wedtrat (links) und Leopold Winters (rechts) das erst Marzipan an der Hochschule Neubrandenburg her

Neben ihrem dualen Studium Lebensmitteltechnologie ist Janika Pruys bei dem großen Berliner Marzipan-Produzenten Georg Lemke GmbH & Co. KG beschäftigt. Im Rahmen der Kooperation mit dem Unternehmen entstand bei einem Firmenbesuch die Idee, dass man Marzipan doch auch im Technikums-Maßstab und im Rahmen des Studiums herstellen könnte. Im Rahmen einer Projektarbeit im Fachgebiet Süßwarentechnologie wird dies nun umgesetzt. Nach sorgfältiger Planung, Austüfteln der passenden Rezepturen, Einarbeitung in Geräte und Prozessbedingungen war dann endlich Premiere. Die ersten 15 kg des süßen, nussigen und warmen Marzipans verließen den Kochapparat und wurden anschließend noch verpackt. Erste Verkostungen zeigten schon mal, dass ein sensorisch sehr ansprechendes Produkt hergestellt worden ist. Im weiteren Verlauf ihres Projektes wird sich Frau Pruys nun der Optimierung der Vorgehensweise widmen und dabei weiterhin reichlich Proben produzieren. Test-Esser*innen für die süße Schleckerei stehen bereits Schlange … 

15.10.2025: 30 Jahre Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg – Erfolgsmodell mit Zukunft

Der Studiengang Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Neubrandenburg feiert ein stolzes Jubiläum: Vor genau 30 Jahren, am 16. Oktober 1995, wurde der Studiengang Lebensmitteltechnologie im Beisein der damaligen Kultusministerin Regine Marquardt feierlich eröffnet. 

Was 1995 als Vision begann, hat sich zu einer festen Größe in der regionalen und überregionalen Bildungs- und Forschungslandschaft entwickelt. Heute arbeiten die Absolventinnen und Absolventen in allen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft – von Produktentwicklung und Produktion über Qualitätsmanagement bis hin zu Laboranalytik und Maschinenbau. Sie sorgen dafür, dass sichere, nachhaltige und innovative Lebensmittel auf unseren Tellern landen – von „A“ wie Apfelsaft bis „Z“ wie Zucchinigemüse.

Der Weg dahin war von Pioniergeist geprägt: Da anfangs keine eigenen Labore vorhanden waren, fanden Praktika mithilfe anderer Studiengänge statt – einzelne Laborpraktika sogar an der TU Dresden. Mit dem Bau des Zentrums für Lebensmitteltechnologie in der Seestraße (heute ZELT - Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH) konnten erstmals Fachräume und Labore für die studentische Ausbildung angemietet werden und Projekte in Kooperation mit der regionalen Lebensmittelwirtschaft mit moderner Technik bearbeitet werden.

Ein weiterer Meilenstein war 2001 der Einzug in das Laborgebäude Haus III, das gemeinsam mit der Agrarwirtschaft genutzt wird. Heute steht der Studiengang für exzellente Ausbildung, vielfältige Forschungsprojekte und internationale Vernetzung.

30 Jahre Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg – das ist nicht nur ein runder Geburtstag, sondern ein starkes Signal für die Zukunft einer systemrelevanten Branche.

30.09.2025: Willkommen im neuen Lebensabschnitt: Erstis erobern Neubrandenburg

"Sie sind ein Teil einer großen Gemeinschaft" - Hochschulrektor Prof. Dr. Gerd Teschke begrüßte die Erstsemesterstudierenden mit inspirierenden Worten. Foto: Mathis Kotsch / STEFFEN MEDIA
Festrednerin Elisabeth Aßmann studierte vor einigen Jahren selbst an der Hochschule Neubrandenburg. Sie rief unter den Studierenden zu mehr Engagement und Perspektivwechseln auf. Foto: Mathis Kotsch / STEFFEN MEDIA
Auch die Juniorstudierenden wurden zur Immatrikulationsfeier geehrt. Die Hochschule Neubrandenburg bezieht sich mit dem Juniorstudium auf die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler. Foto: Mathis Kotsch / STEFFEN MEDIA
Es ist und bleibt eine Tradition: Hochschulrektor und Oberbürgermeister schenken gemeinsam das Hochschulbier Campus BRÄU und alkoholfreie Alternativen aus. Für Nico Klose war es der bisher erste Einsatz auf einer Immatrikulationsfeier der Hochschule Neubrandenburg. Foto: Mathis Kotsch / STEFFEN MEDIA

Am 29. September 2025 hieß die Hochschule Neubrandenburg ihre neuen Erstsemesterstudierenden offiziell willkommen – und das, wie jedes Jahr, in der ehrwürdigen Konzertkirche Neubrandenburg. Zwischen den gotischen Mauern startete für die Studienanfänger*innen ein neuer Lebensabschnitt.

Die HochschulBigBand begrüßte die Anwesenden mit Filmmusik aus „Star Wars“. Kooperationspartner*innen, Vertreter*innen der Hochschule und der Stadt betonten in ihren  Ansprachen, wie wichtig es sei, das Studium nicht nur als Lernzeit, sondern auch als persönliche Entfaltungsphase zu begreifen. „Seien Sie stets offen für alles!“, so das Kredo von Rednerin Elisabeth Aßmann. Die Geschäftsführerin der Verwaltungsgesellschaft Lotto und Toto in MV GmbH studierte 2009 selbst an der Hochschule Neubrandenburg.

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose sprach zum ersten Mal seit Amtsantritt vor Studierenden. Er überreichte im Verlauf der Veranstaltung einen Ehrenpreis an Josephin Schielke, die in ihrer Bachelorarbeit ein herausragendes Konzept für die Stadt Neubrandenburg zu den Themen Fahrradwege und ÖPNV entwickelte (wir berichteten).

Preisverleihung im Rahmen der Immatrikulationsfeier

Es ist Tradition, dass während der Immatrikulationsfeier Studierende geehrt werden, die nicht erst seit Beginn des aktuellen Wintersemesters in Neubrandenburg studieren. In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin konnten die zehn Beststudierenden des Jahres ausgezeichnet werden. Neben dem Preis des Oberbürgermeisters der Stadt wurde außerdem der Preis des Hochschulfördervereins ausgelobt. Beide Preise ehren besonders innovative studentische Arbeiten. Stefan Ulbrich überreichte in seinem Amt als Vizepräsident den Preis der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern an Erik Verch. Der Student erzielte die besten Noten in den Ingenieursstudiengängen. Die Liste mit allen Preisträger*innen befindet unter dem Artikel angehängt.

Nach dem offiziellen Teil in der Konzertkirche hieß es übrigens: Freibier! Das im Studiengang entwickelte Bier „Campus BRÄU“ wurde kostenfrei auf dem Vorplatz der Konzertkirche ausgegeben. 

Studieren in der Heimat 

Über 69 Prozent unserer aktuellen „Erstis“ kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Ein Großteil dieser Personen entschied sich für den Studiengang Soziale Arbeit. Mit 108 Erstsemester-Studierenden startete das Bachelor-Angebot als stärkstes aller Studiengänge ins neue Wintersemester. Auf Platz zwei liegt Agrarwirtschaft mit 35 neuen Immatrikulationen. Zudem fanden insgesamt 34 internationale Studierende den Weg in ein Bachelor- oder Master-Studium an unserer Hochschule. 

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11.09.2025 Sensorische Untersuchungen eines selbst gebrauten Biers

 

Vor den Sommerferien haben wir Schüler*innen des Albert-Einstein-Gymnasiums an einem Projekttag den theoretischen Hintergrund des Brauens erklärt. Im unmittelbaren Anschluss haben wir die Theorie in die Praxis umgesetzt und alle gemeinsam ein Bier hergestellt. Das Bier reifte während der Sommerferien in Flaschen und nach den Ferien haben wir nun die Früchte unserer Arbeit probiert. Dabei haben wir unser Bier sensorisch mittels Napping in Kombination mit Ultra-Flash-Profiling mit dem Campus BRÄU und anderen kommerziellen Bieren (darunter auch 3 alkoholfreie Varianten) vergleich. Alle Teilnehmenden und Betreuenden waren mit den Ergebnissen inhaltlich und geschmacklich sehr zufrieden. 😉

Den Schüler*innen haben die Projekttage ebenso gut gefallen wie uns… Wir freuen uns schon auf weitere Schüler*innen-Projekttage, denn Wissen macht satt.

08.08.2025: New York, wir kommen! Hochschul-Startup gewinnt Gründungswettbewerb

Sichtlich erleichtert und freudestrahlend zeigte sich das Team von PlasmaGrainInnovation nach seinem Gewinn des MVPitch-Finales am 2. Juli in Rostock. Foto: Stapellauf NORD°OST°

Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte aus Neubrandenburg liefert das Team von PlasmaGrainInnovation (PGI). Mit seiner umweltfreundlichen Technologie konnte PGI die Jury beim Finale des Gründungswettbewerbs MVPitch überzeugen und Tickets in die USA lösen.

Beim großen Finale des wichtigsten Gründungswettbewerbs für Hochschulen und Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern räumte die Neubrandenburger Forschungsgruppe souverän den ersten Platz ab und sicherte sich damit die Teilnahme am renommierten STEP USA University Program in New York City. Projektleiter Florian Wald bringt es auf den Punkt: „Wir freuen uns riesig über den Gewinn – und darauf, unsere Vision von einer pestizidfreien Landwirtschaft nun auch international vorstellen zu können.“

Womit konnte das Startup überzeugen?

Die Konkurrenz war stark: In den Kategorien Umwelttechnik (GreenTech), Lebenswissenschaften (Life Science) und Künstliche Intelligenz (AI) traten die besten Teams des Landes gegeneinander an. Doch PlasmaGrainInnovation konnte die Jury mit einer echten Innovation begeistern. Das Gründungsteam nutzt für seine innovative Methode der Getreidebehandlung eine Technologie namens CAP – Cold Atmospheric Plasma. Einfach erklärt: Mit kaltem Plasma, einem besonderen physikalischen Zustand, wird Getreide ganz ohne Chemie von Schadinsekten, Keimen und Schimmel befreit. Das hilft, Lagerverluste zu reduzieren, schützt unsere Gesundheit und ist besser für die Umwelt. 

Zwei Mitglieder des Teams werden die Reise in die USA im November antreten und dort zeigen, wie viel Innovationskraft in Mecklenburg-Vorpommern steckt. Entwickelt wurde PGI übrigens im Rahmen des WIR!-Bündnisses "Physics for Food" an der Hochschule Neubrandenburg.

05.08.2025: Internationales Forschungsteam weckt Interesse der Presse

Bamidele Olorunsola forscht an natürlichen Produkten, die eine Wende in der Medikation gegen Diabetes herbeiführen könnten. Foto: Fabien Schulz

Gleich zweimal beschäftigte sich der Norddeutsche Rundfunk in den vergangenen Tagen mit Themen rund um die Hochschule Neubrandenburg. Neben einem TV-Bericht über den Umzug der Hochschulbibliothek entstand ein Radiobeitrag, der vielen Menschen Hoffnung schenkt.

Nachrichten aus MV – Mittendrin: Ein weltweit relevantes Forschungsthema in Neubrandenburg. Am 4. August berichtete der Radiosender NDR 1 Radio MV von einem spannenden Forschungsprojekt, welches sich mit Heilpflanzen gegen die Volkskrankheit Diabetes auseinandersetzt. Wissenschaftler Bamidele Olorunsola wurde im Labor zur Forschung und den Arbeitsbedingungen an der Hochschule Neubrandenburg befragt. Seine Forschung könnte im besten Fall ein günstiges Medikament hervorbringen, das weniger Nebenwirkungen aufweist als bisherige - eine Hoffnung für über 400 Millionen Menschen weltweit. Laut Techniker Krankenkasse und Internationaler Diabetes-Förderation sind auch in Deutschland zirka 8,5 Millionen Personen an Diabetes erkrankt. 

Schnell sein lohnt sich: Der Radiobeitrag ist nur bis zum 09.08.2025 verfügbar. (ab 7:10 min.)

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28.07.2025: Im Nordmagazin läuft ein Beitrag zum Forschungsthema Protein aus Bier: Innovative Ideen aus der Brauerei

Ein zumeist nicht als Lebensmittel genutzter Rückstand der Bierproduktion ist der sogenannte Biertreber, der normalerweise als Tierfutter verwendet wird oder in einer Biogasanlage landet. In kleinen Mengen wird Treber auch zur Herstellung von Backwaren verwenden, aber der Markt dieser Waren ist nicht groß genug, um den gesamten Treber dort einzusetzen. Daher hat das ZELT u. a. das Forschungsrojekt "MaltFungiProtein" zusammen mit der Störtebeker Braumanufaktur GmbH und anderen Wirtschaftspartnern durchgeführt. Dabei wird der Treber als Nährstoffquelle für Pilze genutzt, die auf dem Treber wachsen. Aus diesen Pilzen werden dann proteinreiche Lebensmittel hergestellt. Der Projektleiter Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe, sagt dazu “Wir haben gedacht, wir können mehr damit machen, zum Beispiel vegane Wurst oder vegetarische Bolognese. Oder wir ersetzten einen Teil Fleisch durch das Pilzprotein.”

Wir und unsere Studierenden entwickeln also natürlich nicht nur neue, leckere Rezepturen, sondern wir wollen die Welt auch nachhaltiger gestalten. Daher forschen wir intensiv u. a. daran wie man Reststoffe der Bierproduktion besser nutzen kann. Infos dazu wurden vom NDR ausgestrahlt…

18.07.2025: Tag der Technik: Rund 400 Schüler*innen auf dem Campus unterwegs

Der Tag der Technik dient dazu, Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer zu begeistern. Foto: Gilberto Pérez Villacampa
An verschiedenen Stationen konnten sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie hier am Mathe-Campus. Foto: Gilberto Pérez Villacampa
Hightech auf dem Acker: Der Traktor in der modernen Landwirtschaft Foto: Gilberto Pérez Villacampa
Exotische Kulturen - von Kichererbsen, Tabak, Hopfen, Sojabohnen, Mariendistel bis zu Hirsen wurden vorgestellt. Foto: Gilberto Pérez Villacampa
Auch verschiedene externe Aussteller beteiligten sich am Tag der Technik, wie z.B. das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt aus Neustrelitz Foto: Gilberto Pérez Villacampa

Was bewegt junge Menschen dazu, sich für ein technisches Studium zu entscheiden? Eine Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen, bot auch in diesem Jahr der landesweite Tag der Technik, initiiert vom Verein Deutscher Ingenieure Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VDI). Knapp 400 Schüler*innen meldeten sich für den Aktionstag am 18. Juli 2025 auf dem Campus der Hochschule Neubrandenburg an.

Einen Tag lang öffneten Labore, Hörsäle und Werkstätten ihre Türen – und damit den Blick auf spannende Studiengänge mit Zukunftsperspektiven.

Technik geht durch den Magen… oder in die Luft
Am Vormittag füllte sich der Campus mit knapp 400 Jugendlichen aus Schulen der Region. Ob in der Virtuellen Realität, beim Experimentieren oder beim Bauen und Berechnen – in den Häusern 2 und 3 konnten die Gäste Technik hautnah erleben. 

Beim Schaumelken hinter Haus 3 stellten sich einige Schüler*innen der achten bis elften Klassen richtig gut an und bewiesen Durchhaltevermögen. Studiengänge wie Lebensmitteltechnologie, Agrarwirtschaft, Bauingenieurwesen oder Geoinformatik zeigten, wie Technik zur Lösung regionaler und globaler Herausforderungen beitragen kann, zum Beispiel bei der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion. Manchmal darf es auch schlichtweg um süße Sünden gehen – bei der Produktion von Schokonudeln landeten die hergestellten Kostproben nämlich blitzschnell in Mund und Magen. Im Bereich Geodäsie und Messtechnik ging es derweil hoch hinaus: Mit Drohnen flogen die Schüler*innen digitale Vermessungsrouten ab und erstellten mithilfe von Laserscanning einen digitalen Zwilling der Umgebung – Zukunftstechnologien, die direkt vor ihren Augen Realität wurden.

Die Schüler*innen konnten immer wieder unkompliziert mit Professor*innen, Mitarbeitenden und Studierenden direkt ins Gespräch kommen. Für mehrere von ihnen war es der erste Besuch an einer Hochschule – und vielleicht der erste Schritt in Richtung eines technischen Studiengangs. Vielleicht hat dieser Tag den Funken gezündet, der sie in wenigen Jahren als Studierende zurück an die Hochschule Neubrandenburg bringt.

09.07.2025: Die Hochschule Neubrandenburg engagiert sich im Rahmen der Initiative „Laufend helfen“

Studierende im Austausch mit Organisator der Veranstaltung Dr. Peer Kopelmann
Gemeinsamer Zieleinlauf nach 42km -schönster Moment
Siegerehrung
Die „FOOD FIGHTERS - Haltbar bis zur Ziellinie“ und „Die rasenden Pipetten“ Team der Firma MICROMUN – Institut für mikrobiologische Forschung

Auch in diesem Jahr hieß es wieder: Jede Runde zählt! 🎉 😇

Am Mittwoch, den 09. Juli 2025 fand der 9. Spenden-Team-Marathon im Volksstadion Greifswald der „Sport-Bewegung-Gesundheit“ zugunsten des Greifswalder Tafel e.V. statt. Aktuell sind etwa 900 Bedürftige, darunter ca. 200 Kinder bei der Greifswalder Tafel registriert. Weitere Bedürftige können aus Kapazitätsgründen momentan nicht versorgt werden. Um weitere Kapazitäten zu schaffen, wurden aus vielen Läufer*innen tolle Teams gebildet, mit denen Kilometer für Kilometer Geld für den guten Zweck erlaufen wurde.

8 Studierende der Lebensmitteltechnologie, des Agrarmanagements und der Sozialen Arbeit vertraten die Hochschule Neubrandenburg. Das Team „FOOD FIGHTERS - Haltbar bis zur Ziellinie“ angeführt von den Kapitäninnen Rebecca Glaser und Jannigje Teuntje van der Ham absolvierte ein ganz starkes Rennen. Insgesamt wurde eine Strecke von 42 km zurückgelegt. Eine großartige sportliche Leistung für einen guten Zweck!

Über unsere Urkunde, überreicht vom Vereinsvorsitzenden der Greifswalder Tafel, Walter Kienast, haben wir uns riesig gefreut. Insgesamt 209 Läufer nahmen am Spendenlauf teil - Was für eine tolle Beteiligung! 😇 

Ganz herzlichen Dank an alle Läufer*innen für das Engagement. Sie haben unsere Hochschule würdig vertreten. 🏃‍♂️ 🏃‍♀️ 🏅 Außerdem gab es eine schöne Begegnung mit dem Team „Die rasenden Pipetten“ der Firma MICROMUN GmbH aus Greifswald

Schön, dass Sie sich von meiner Begeisterung haben anstecken lassen. Das war ein perfekter Semesterabschluss! 😊

Sport frei 😊 Professor Beatrice Großjohann

20.06.2025: Zwischen Traubensaft und Twister: Projekttag an der Hochschule Neubrandenburg

Im Technikum wird praktisch gearbeitet. Die Schüler*innen des Lessing-Gymnasiums konnten sich bei der Herstellung von Traubensaft betätigen. Foto: Martin Fröse
Die Fachbereiche aus Haus 1 nutzten spielerische Methoden, um den Gästen ihre Studiengänge näherzubringen. Foto: Martin Fröse
Prof. Dr. Marco Ebert erklärte den Schüler*innen die Prozesse auf dem Weg vom Rohstoff zum Campus BRÄU. Das Bier fand seinen Ursprung im Studiengang Lebensmitteltechnologie. Foto: Martin Fröse

Am 20. Juni 2025 begrüßten wir 73 Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums Neubrandenburg – einer Kooperationsschule der Hochschule – zu einem spannenden Einblick in das Studium und das Campusleben.

Nach einer Einführung in das Studienangebot unserer Hochschule sowie Informationen zu Wohnen, Studienfinanzierung und dem Leben auf dem Campus, konnten die Jugendlichen in verschiedene Fachbereiche hineinschnuppern. Besucht wurden die Fachbereiche „Gesundheit, Pflege und Management“ (GPM), „Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung“ (SBE) sowie der Studiengang Lebensmitteltechnologie.

Im Studiengang Lebensmitteltechnologie standen die Herstellung von Traubensaft (Getränketechnologie) sowie eine prozesshafte Darstellung der Herstellung des Campusbiers auf dem Programm – mit anschaulichen Einblicken in die moderne Lebensmittelverarbeitung. Im Fachbereich GPM konnten die Jugendlichen das SkillsLab sowie das psychophysiologische Labor kennenlernen. Ein Highlight war das kreative Twister-Spiel, durch das die Schüler*innen in einen spielerischen Dialog mit Studierenden traten und erste fachliche Impulse erhielten. Im Fachbereich SBE bekamen die Jugendlichen in der Inklusivwirkstatt Einblicke in die Vielfalt der sozialen Arbeit, der Pädagogik der Kindheit sowie des Berufsschullehramts. Mit anschaulichen Methoden und interaktiven Stationen wurde die Bandbreite der Bildungs- und Sozialberufe lebendig vermittelt.

Die Kolleginnen und Kollegen der Hochschule präsentierten ihre Inhalte mit dem Ziel, die Jugendlichen in den Kennenlernprozess einzubeziehen. Danke, dass ihr bei uns wart und wir euch zeigen durften, dass akademische Bildung vielfältig und spannend ist. Euer Besuch ist ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen unserer Hochschule und den Schulen der Region. 

Interesse an einer Kooperation oder einem Besuch mit Ihrer Schulklasse?

Kontakt:
Hochschule Neubrandenburg
Gitte Zeipelt
Koordinatorin Hochschule-Schule/Studienberaterin
E-Mail: studienberatung@hs-nb.de
Telefon: 0395-56931014
Web: Schülerportal - Hochschule Neubrandenburg

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11.06.2025: Exkursion zur 20. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2025

Im Podium der Workshops One Health v.l.n.r.: Professor Leif-Alexander Garbe, Minister Dr. Till Backhaus, Dr Silva Rahm-Präger, Professor Leendertz
Wir treffen den dienstältesten Minister Deutschlands zu einem kurzen Gespräch, interessiert erkundigt sich Minister Backhaus nach Studienrichtung und Studienfortschritt
Lars Bauer, GF von BioCon Valley leitete und moderierte den Workshop
Referenten des Workshops HELIX-Bioökonomie für die Gesundheit und One Health: v.l.n.r. Prof. Sebastian Günther, Prof. Beatrice Großjohann, Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß, Prof. Steffen Rupp, Prof. Steffen Fleßa, Professorin Christa Kühn

Frau Prof. Dr. Großjohann hat uns im Rahmen des Moduls „Aktuelle Themen der Non-Food-Produkte“ eine Exkursion am 11.06.2025 zur 20. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2025 ermöglicht. Gestartet haben wir mit einem interessanten Beitrag zum Thema „One Health“. Inhaltlich ging es dabei um folgende Themenbereiche: Tierseuchen und Zoonosen im globalen Kontext (Prof. Dr. Leendertz, Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für One Health in Greifswald und Professor für One Health an der Universität Greifswald); Entwicklung der Tierzüchtungen und Haltungsformen (Dr. Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt) und DGE-Ernährungsempfehlungen (Prof. Dr. Garbe, Professor für Angewandte Chemie insb. Chemie biogener Rohstoffe und Produkte, Prorektor der Hochschule Neubrandenburg). Parallel lief die Veranstaltung „Gen- und Zelltherapie“. Inhaltlich ging es um die Zulassung von Arzneimittel und die Zelltherapie zur Behandlung von Tumoren.

Nach einer kurzen Pause folgte ein Beitrag unter dem Thema „Lifestyle Fitness // Kann KI mentale Gesundheit?“. Neben ausgewogener Ernährung und ausreichender Fitness bildet das Thema „Mentale Gesundheit“ eine wesentliche Voraussetzung, um lebenslang fit und gesund zu bleiben. Mit dem Forum sollte ein Überblick über den Einfluss von mentaler Gesundheit und mentalem Training auf den Alltag und die Fitness gegeben werden. Darüber hinaus wurde ein Überblick über den Einfluss und die Rolle von digitalen Tools und KI-gestützten Apps in der Fitnessbranche gegeben. Es ging unter anderem um die ergänzende Behandlung der psychischen Gesundheit durch Mental Health Apps zum Beispiel „MINDZEIT“, eine Meditationsapp. Grundlegend sollte der Einsatz von KI als Assistenz und nicht als Entscheider fungieren.

Nach einer weiteren kurzen Pause begann der Workshop „HELIX: Bioökonomie für die Gesundheit und One Health“. Dem hochaktuellen, wichtigen Thema OneHealth widmeten sich gleich zwei Workshops am ersten Tag der Branchenkonferenz. Es wurde die Frage diskutiert, ob und wie sich die beiden Megatrends Bioökonomie und OneHealth miteinander verknüpfen lassen. Beide Konzepte gewinnen in Europa immer stärker an Bedeutung. Im BioÖkonomiezentrum Anklam hat sich die Initiative HELIX gegründet, die Bioökonomie und One Health eng miteinander verknüpft. Anhand von praktischen Beispielen wurden die Ursachen und Ausbreitung von Zoonosen erläutert. Außerdem wurde die Rolle von Antibiotikaresistenzen heute und zukünftig dargestellt. Es wurde mit dem Thema Versorgungssicherheit mit Medikamenten wie Antibiotika ein großes Problem adressiert und verschiedene Aspekte der Produktionsverlagerung von Antibiotika wurden diskutiert.

Abschließend fand die Verleihung des „Baltic Sea Region Health Innovation Award 2025“ durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig statt.

Insgesamt war es eine gelungene, interessante und lehrreiche Konferenz der Gesundheitswirtschaft 2025.

13.06.2025: Verpackungsmaterial aus Pilzen: Unser Studierender veröffentlicht seine nachhaltigen Ideen in einem Fachjournal

Pilzmyzel könnte in der Logistik künftig mehr Nachhaltigkeit ermöglichen
In einer Testreihe wurden drei verschiedene Pilzspezies unter genormten Bedingungen getestet

Unser Master-Studierender Tim Schmidt hat in seinem Master-Project an einer nachhaltigen Verpackungslösung geforscht. Die Idee: Verwendung von nachwachsenden Materialien für Packhilfsmittel anstatt von Kunststoffen aus der industriellen Petrochemie. Von verschiedenen Pilzen soll das Mycel genutzt werden, um stoßdämpfende Materialien herzustellen. Styropor (expandiertes Polystyrol – EPS) wird noch immer am häufigsten als stoßdämpfendes Material in Verpackungen eingesetzt. Für die EPS Produktion werden allerdings fossile Rohstoffe eingesetzt und EPS ist nicht biologisch abbaubar. Die von Herrn Schmidt erforschten Materialien sind hingegen biologisch abbaubar und haben einen geringen CO2-Fußabdruck. Somit leistet die Arbeit einen relevanten Beitrag, um Verpackungen nachhaltiger zu gestaltet. Aus diesem Grund stoßen seine Erkenntnisse auch in der Fachwelt auf ein interessiertes Publikum, sodass unser Studierender seine Ergebnisse in dem Fachjournal „Neue Verpackung“ veröffentlicht hat. Betreut wurde die Arbeit von unserem Verpackungsexperten Prof. Dr. Scheuerle.

Hier geht es zum Artikel

22.05.2025: Ein Tag im Grünen (Die Welt der Algen-Forschung)

Algenzuchtstation in der Elbe
Algenzucht im Labor

Wie bekommen wir die Menschheit eigentlich satt? Auf dem Land nutzen wir schon so viel Flächen als landwirtschaftliche Nutzfläche, dass mehr und mehr Rückzugsgebiete von Wildtieren gerodet werden, damit genug Lebensmittel für alle Menschen zur Verfügung stehen. Da wäre es sinnvoll, wenn mehr Lebensmittel auf den ⅔ unseres Planeten zur Produktion von Lebensmitteln genutzt werden, die von Wasser bedeckt sind. Und genau hier bieten Algen viele Möglichkeiten für eine nachhaltigere menschliche Ernährung. Außerdem enthalten einige Algen Stoffe, von denen sich Forscher*innen Vorteile für die menschliche Gesundheit versprechen. Daher stand der 22.05.2025 ganz im Zeichen der Alge. Unsere FCE-Studierenden haben eine Exkursion zur Firma Algenwerkunternommen. Unsere Studierenden konnten dort praktisch erlernen wie verschiedene Algen in Lebensmitteln verarbeitet werden können und natürlich durften sie auch probieren wie diese schmecken. Besonders lecker war das vegane Eis.

Prof. Dr. Scheuerle besuchte an dem Tag die TU Hamburg am Institut für Circular Resource Engineering and Management (CREM), wo (ähnlich wie an unserer Hochschule) intensiv an der Nutzung von Algen für die menschliche Ernährung geforscht wird. Er konnte die Bio-Reaktoren besichtigen, mit den auf der Elbe Algen gezüchtet werden. Diese Reaktoren sollen sich zukünftig vollautomatisch nach der Sonne ausrichten, sodass die Algen diesbezüglich immer gute Vermehrungsbedingungen haben.

Wir setzen auch auf diese grüne Hoffnung, um Lebensmittel nachhaltiger zu machen

22.05.2025: LT bei den TOP 3 von Quarks

Beitrag bei Quarks

Unsere Ethnopharmakologie-Forschungsgruppe um unseren Absolventen Dr. Fabien Schultz hat wieder einmal das öffentliche Medieninteresse geweckt. Die bekannte wissenschaftliche Sendung Quarks hat einen kurzen Bericht über die Arbeit unserer Forschungsgruppe gedreht und unter den Quarks TOP 3 der ungewöhnlichsten Forschungsorte in der Sendung am 22.05.25 ausgestrahlt. Dabei wird auch auf die volksgesundheitliche Relevanz unserer Forschung eingegangen, denn “Neue Medikamente sind dringend nötig, denn sonst droht uns eine echte Katastrophe. Die Antibiotika-Krise. Fachleute warnen bis zum Jahr 2050 könnten weltweit über 10 Millionen Menschen jährlich sterben an Infektionen durch antibiotikaresistente Keime.” Und genau hier kann unsere Forschung einen Beitrag leisten das zu vermeiden!

Hier geht zum Beitrag bei Quarks (ab Minute 28 und 50 Sekunden)

 

Beitrag in einer Broschüre der Hochschulrektorenkonferenz

Aber nicht nur das Fernsehen ist auf die gute Arbeit unserer Forschungsgruppe aufmerksam geworden. Auch in der Broschüre “Die Zukunft stellt Fragen. Wir haben die Antworten.” der Hochschulen für angewandte Wissenschaften findet sich ein Beitrag zu unserer Forschung. Hier geht es nicht so sehr darum, dass die Forschung der AG ungemein spannend ist, sondern eher um die Qualität des wissenschaftlichen Arbeitens. Die AG wird als eines von drei Best Practice Beispielen für exzellente Forschung an deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorgestellt. Und darauf sind wir mächtig stolz :)

Glückwunsch!

 

25.04.2025: Exkursion zum MQD

Unsere Studierenden vor dem mikrobiologischen Labor des MQD

Bei schönstem Sonnenschein haben wir eine Exkursion zu dem Institut für Analytik, Hygiene und Produktqualität GmbH (MQD) in Güstrow unternommen. Wir wurden persönlich vom Geschäftsführer Herrn Dr. Olm begrüßt, der uns seinen Betrieb mit viel Humor und spannenden Fakten vorstellte. Danach wurden wir von der Fachbereichsleiterin der Chemie, Frau Stefanie Klinker, und der Laborleiterinnen der Mikrobiologie, Frau Katrin Schwarz, beides Absolventinnen der Lebensmitteltechnologie unserer Hochschule durch die akkreditierten Labore geführt.

Dabei durften wir das Wissen aus unseren Chemie- und Mikrobiologie-Modulen vertiefen und so praktische Applikationen des gelernten kennenlernen. Wir haben z. B. erfahren wieso Legionellen im Wasser von Kühltürmen für Anwohner*innen gefährlich sein können, wie Hersteller den Gehalt an ungesättigten Fettsäuren bei den Nährwertangaben korrekt kennzeichnen können und wie man Salmonellen und Co. klassisch und mit modernsten Methoden in Lebensmittel nachweisen kann.

Besonders spannend war es zu sehen wie das Labor mit guter Organisation und Automatisierung die vielen Proben rechtssicher untersucht und beurteilt. Dabei konnten wir sehen, wie die Untersuchungen, die wir in unseren Praktika durchführen hochskaliert ablaufen können.

Wir danken dem Labor für die spannenden und praxisnahen Einblicke in den Arbeitsalltag der Lebensmitteluntersuchung und natürlich auch für unsere Verpflegung…

Wir haben wieder etwas gelernt, um zukünftig Lebensmittel sicherer zu machen…

 

25.03.25: Unser Alumni Stefan Schwabbauer ist OB Kandidat

Als Lebensmitteltechnolog*in kann man weltweit in allen möglichen lebensmittelproduzierenden Betrieben arbeiten, denn gegessen wird immer und überall. Aber das Studium macht natürlich auch fit für andere Jobs, so arbeiten einige unser Absolvent*innen z. B. in der Pharma-Branche, dem öffentlichen Dienst (als Lebensmittelkontrolleuer*innen, als Lehrer*innen, im Umweltschutz), schreiben Bücher etc, etc, etc.

 

Nun kandidiert sogar unser Absolvent Stefan Schwabbauer für das Amt des Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg. Seit 2012 ist Schwabbauer in einer Welszucht in der Nähe von Altkalen beschäftigt. Er leitet den Betrieb und ist zudem für den Vertrieb der Fische aus Aquakultur zuständig.

 

Hier geht es zu einem Beitrag des NDR dazu

12.-14.03.2025 Lebensmitteltechnologie präsentierte Ergebnisse auf dem 62. Wissenschaftlichen Kongress der DGE in Kassel

Bild: Forschende und Fachkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zum Wissenschaftlichen Kongress der DGE.

Auf dem 62. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Kassel stellten Forschende aus dem Studiengang Lebensmitteltechnologie (Arbeitsgruppe Prof. Meier) aktuelle Ergebnisse vor.

Sie charakterisierten verschiedene Frischkäsesorten und deren vegane Alternativen mittels moderner sensorischer Kurzzeitmethoden (Projekt Katharina Fälchle), analysierten das Konzept "Nachhaltig kochen unter 1 Euro" (Projekt Tamara Dittmar) und stellten die Entwicklung eines veganen Menükonzeptes für Ausdauersportlerinnen vor (Projekt Sophie Becker).

Das Leitthema des Kongresses lautete „Was bestimmt unsere Lebensmittelauswahl“ und wurde in verschiedenen Sessions von Public Health Nutrition über Ernährungsmedizin bis hin zu Lebensmittelwissenschaften in unterschiedlichen Gruppen diskutiert. Über 600 Wissenschaftler*innen, Nachwuchsforscher*innen und Ernährungsfachkräfte tauschten sich in den Fachforen darüber aus, wie eine gesundheitsförderlichere Lebensmittelauswahl besser gelingen kann, um ernährungsassoziierten Erkrankungen vorzubeugen.

18.10.2024: 30 Jahre Spitzenqualität - Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg

Unser Festredner Herr Isensee

Am 18. Oktober 2024 wurde das Auftaktsymposium zum 30-jährigen Bestehen des Studiengangs Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Neubrandenburg gefeiert. Unter dem Motto „Gestern, Heute, Morgen, Zukunftssicher“ versammelten sich zahlreiche Ehemalige sowie aktuelle Studierende und Fachleute aus der Branche zu einem inspirierenden Austausch über die Entwicklungen in der Lebensmitteltechnologie.

Die Veranstaltung eröffnete mit einem Vortrag von Prof. Dr. Jörg Meier, der einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Studiengangs gab und dabei sowohl Meilensteine als auch Herausforderungen beleuchtete. Er betonte die kontinuierliche Anpassung des Curriculums an die sich wandelnden Anforderungen der Industrie und hob hervor, wie wichtig es ist, dass Studierende nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch praktische Fähigkeiten entwickeln.

Im Anschluss daran präsentierte Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe, Prorektor und Geschäftsführer des Zentrums für Ernährung und Lebensmitteltechnologie (ZELT), seinen Vortrag mit dem Titel „Ein Blick nach außen“. Hierbei ging er auf die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit ein und erläuterte, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zu integrieren, um innovative Lösungen für eine zukunftsfähige, nachhaltige und effiziente Versorgung der Welt mit Lebensmitteln Herausforderungen zu finden.

Der Hauptvortrag wurde von Till Isensee gehalten, Geschäftsführer der TILISCO GmbH, einer technischen Verpackungsberatung mit Fokus auf Nachhaltigkeit im Bereich Lebensmittelverpackungen. Sein Thema „Unterschätzt, Überreguliert, verkompliziert aber Zukunftssicher“ stieß auf großes Interesse und regte lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmenden an. Isensee machte deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Herausforderung darstellt, sondern auch Chancen bietet – insbesondere durch innovative Ansätze in der Verpackungstechnologie.

Den Abschluss bildete der Vortrag von Frau Dr. Heike Fahlandt, einer ehemaligen Absolventin des Studiengangs. Sie schilderte ihren Werdegang als Lebensmitteltechnologin aus Neubrandenburg auf sympathische Weise und motivierte damit junge Studierende.

Weitere Höhepunkte des Symposiums waren die Posterausstellung wissenschaftlicher Arbeiten, sowie dynamische Pecha-Kucha-Vorträge von (ehemaligen) Studierenden. Zur großen Freude berichtete der NDR über das gelungene Auftaktsymposium in Form eines TV-Beitrags im Nordmagazin.

Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Peter Meurer moderiert und bot eine hervorragende Plattform für Networking zwischen Alumni und aktuellen Studierenden sowie Vertretern namhafter Unternehmen aus der Lebensmittelbranche.

Insgesamt war das Auftaktsymposium ein großer Erfolg und verdeutlichte einmal mehr die Relevanz des Studiengangs Lebensmitteltechnologie an unserer Hochschule, sowohl für die akademische Ausbildung als auch für die Bedürfnisse der freien Wirtschaft. Wir sagen herzlichen Dank an die Teilnehmer, Redner und Organisatoren für diesen phänomenalen Tag und freuen uns auf weitere Veranstaltungen im kommenden Jahr!

Hier geht es zum Beitrag im Nordmagazin des NDR


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