Aufbau des Studiums

In der Regelstudienzeit von sieben Semestern sind in den Studiensemestern 1 bis 6 jeweils sechs Module zu belegen, die entweder als Grundmodule für alle Studierenden bzw. speziell für die gewählte Vertiefungsrichtung angeboten werden. Im siebten Semester schließen sich dann die viermonatige Praxisphase und die zweimonatige Bachelorarbeit an. Die Lehre im Fach "Geodäsie und Meßtechnik" besteht aus Vorlesungen, Übungen, Praktika sowie speziellen Projekten. Die Studieninhalte orientieren sich an den Aufgaben der Vermessungsingenieure. Während in den ersten Semestern vor allem mathematisch-physikalisches und geodätisches Grundlagenwissen vermittelt wird, können die Studierenden in den späteren Semestern eine von drei Vertiefungsrichtungen auswählen. Der Hauptteil der Lehrveranstaltungen findet im 1998 errichteten Laborgebäude des Fachbereiches Landschaftswissenschaften und Geomatik statt, dessen Labor- und Übungsräume nach modernen Gesichtspunkten gestaltet und eingerichtet sind.

Nach erfolgreichem Studienabschluß erlangen die Absolventen den Grad eines "Bachelor of Engineering (B. Eng.)", der EU-weit anerkannt wird.

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht im Anschluß die Möglichkeit, einen Masterabschluss im dreisemestrigen Master-Studiengang "Geodäsie und Geoinformatik" zu erlangen.

Vertiefungsrichtungen

Am Ende des vierten Semesters erfolgt die Wahl einer der drei Vertiefungsrichtungen. Damit haben Sie Gelegenheit, hinsichtlich Ihrer Interessen und künftiger Berufsfelder Schwerpunkte zu bilden. Hier stehen zur Auswahl:

Ingenieurvermessung

Unter dem Stichwort „Alles was gebaut wird, muss auch vermessen werden“, beschäftigt sich die Ingenieurgeodäsie mit den Vermessungsarbeiten der technischen Planung, der Absteckung und der Überwachung von technischen Objekten (wie z.B. Gebäude, Brücken oder Tunnel).

Liegenschaftskataster und Planungswesen

Das Liegenschafts- und Planungswesen beschäftigt sich mit der Dokumentation, dem Erhalt und der Fortführung von Liegenschaften (Grundstücken). Dazu zählen alle amtlichen Katastervermessungen (Messungen mit Grenzbezug oder Gebäude-aufnahmen) und deren Registrierung in dem amtlichen Geoinformationssystem (ALKIS®).

Industrielle Messtechnik

Die industrielle Messtechnik beschäftigt sich mit der Ausrichtung von großen Bauteilen (z.B. Schiffssektionen oder Flügeln eines Passagierflugzeuges) und der Qualitätssicherung von industriell gefertigten Produkten. Dazu zählen alle Vermessungsarbeiten zur Toleranzkontrolle mit hochpräzisen Messsystemen.