Die Aufgabe von Berufsschullehrerinnen bzw. Lehrern an beruflichen Schulen ist die Aus-, Fort- und/oder Weiterbildung von Personen. Aufgrund dieser Funktion ist ihr Tätigkeitsspektrum sehr breit gefächert. Zu den Kernaufgaben zählen unter anderem:

  • die Erarbeitung von schulnahen Lehrplänen, Lernsituationen und Unterrichtsentwürfen,
  • die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Unterricht in verschiedenen Ausbildungsgängen,
  • die Beratung, Unterstützung, Begleitung und Erziehung von Lernenden,
  • die Einschätzung von schulischen Leistungen und die Rückmeldung von Ergebnissen an die Lernenden,
  • die enge Zusammenarbeit mit Kollegen/Kolleginnen, Ausbildungsbetrieben und anderen außerschulischen Kooperationspartnern zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht.

Der Beruf einer Berufsschullehrerin/eines Berufschullehrers gestaltet sich aber auch deshalb als so abwechslungsreich, weil sie mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen in Kontakt kommen. Dazu gehören unter anderem Menschen, die sich beruflich umorientieren oder fortbilden möchten und ihre Umschulung, Weiter- und Fortbildung an einer beruflichen Schule absolvieren. Aber auch junge Erwachsene können zu der Zielgruppe gehören, entweder indem sie berufsvorbereitende Maßnahmen nutzen, die ihnen zur beruflichen Orientierung und zum Erwerb von ersten beruflichen Kompetenzen dienen, oder während ihrer konkreten beruflichen Ausbildung.

Das Bachelor-Studium Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe bietet die erste akademische Qualifikation auf dem Weg zum Lehramt in der fachbezogenen Berufspädagogik. Studiert wird die Fachrichtung (1.Fach) Gesundheit und Pflege und das affine Zweitfach Psychologie und Prävention. Viele Studierende des Lehramts in Deutschland wünschen sich eine stärkere Verbindung zwischen ihrem Erstfach und ihrem Zweitfach. An der Hochschule Neubrandenburg sind die beiden Fächer perfekt miteinander verzahnt und ergänzen ihr Wissen systematisch. Die Ausbildung zum Lehrer wird durch ein 3-semestriges Master-Studium an der Universität Rostock und einem anschließenden Referendariat vervollständigt.

Foto: Lichthof Neubrandenburg

Zu den Tätigkeitsfeldern einer Bachelorabsolventin/eines Bachelorabsolventen zählen:

  • fachpraktischer Unterricht an Berufsschulen („Fachpraxislehrer“),
  • fachbezogene Fort- und Weiterbildung,
  • fachbezogene Praxisanleitung oder auch
  • Stabsstelle Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung.

Im Vorfeld der Aufnahme des Studiums Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe empfehlen wir Ihnen eine Selbsterkundung im Rahmen des CCT (Career Counselling for Teachers) vorzunehmen. Die dort angebotenen Fragebögen und Checklisten können Ihnen bei der Einschätzung helfen, ob eine Laufbahn im Bildungswesen zu Ihnen passt (www.cct-germany.de).