Fortbildungskurs Dorfmoderation - Werkzeuge für Dorfentwicklung und Klimaschutz erfolgreich abgeschlossen

11 neue Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren haben im Rahmen des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. ihre Fortbildung an der Hochschule Neubrandenburg abgeschlossen

Foto: Hochschule Neubrandenburg I Johann Kaether

Am Samstag, 31. Januar wurde der Kurs nach sechs intensiven zweitägigen Fortbildungsterminen seit September 2025 mit einer Projektwerkstatt abgeschlossen. Nun geht es darum, dass die Teilnehmenden  das erlernte Handwerkszeug anwenden und die geplanten Projekte vor Ort umsetzen oder die Kommunikation in ihren Dörfern verbessern. Der Kurs wurde durchgeführt durch das Institut für Kooperative Regionalentwicklung der Hochschule Neubrandenburg. Das Format Dorfmoderation ist Teil des Programms MV tut was., ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern. Link zum Programm

Link zur Pressemitteilung vom 02.02.2026

Fotos: Silke Gondolf

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Küss Dein Dorf wach!

Sie sind es leid, dass Ihr Dorf nur zum Schlafen dient? Sie wünschen sich mehr Leben, Gemeinsamkeit und Budget für Projekte? Sie wollen etwas anpacken und sich für den Klimaschutz und eine lebendige Entwicklung ihres Dorfes engagieren und benötigen dazu noch Handwerkszeug? Dann sind Sie bei unserem kostenfreien Fortbildungskurs Dorfmoderation. Werkzeuge für Dorfentwicklung und Klimaschutz genau richtig. Der Kurs vermittelt Wissen und Werkzeuge, um Dialoge in der eigenen Gemeinde anzustoßen und zu begleiten, Ideen für den Klimaschutz und die Dorfentwicklung zu entwickeln sowie Projekte aktiv mitzugestalten. Die Teilnehmenden lernen, Prozesse zu moderieren, Ideen in die Tat umzusetzen und ihren Ort und ihre Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen.

Flyer zum Herunterladen

Wer kann mitmachen?

Grundsätzlich jede(r) Erwachsene, der in einem Dorf oder Ortsteil in Mecklenburg -Vorpommern wohnt und sich dort engagieren möchte oder dies bereits tut. Bestenfalls haben angehende Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren bereits ein kleines Netzwerk in ihren Orten und Rückhalt durch die Dorfbewohner. Ideal ist ein Tandem von zwei Teilnehmenden – möglichst verschiedenen Alters, damit die Bedürfnisse von Jung und Alt in Einklang gebracht werden können. Sie sollten Interesse daran haben, Dörfer und ihreEinwohner zu unterstützen, die Besonderheiten ihres Ortes zu entdecken und kreative Ideen für die zukünftige Gestaltung ihres Dorflebens und des Klimaschutzes zu verwirklichen.

Was ist Dorfmoderation?

Den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken und gemeinsame Vorhaben konkret umsetzen - das können Personen, die im Ort vernetzt sind und Impulse geben. Sie haben ein gutes Netzwerk und wissen, wie sie UnterstützerInnen aktivieren. Dorfmoderator:innen sind solche Personen. Sie bauen Netzwerke aus, initiieren und begleiten Projekte im Dorf und organisieren Aktivitäten für die Dorfgemeinschaft. All das mit dem Ziel, die eigene Gemeinde generationenübergreifend zukunftsfähig und lebendig zu halten oder dorthin zu entwickeln. Für sich und ihre Kinder.

Ziel der Fortbildung ist es, Menschen mit ihren Ideen für eine lebendige Entwicklung von Dörfern zu qualifizieren, zu vernetzen und zu stärken. Dies konnte in vorangegangenen Fortbildungen für Dorfmoderator:innen an der Hochschule Neubrandenburg bereits erfolgreich umgesetzt werden. Als Projekte entstanden so beispielsweise die Sanierung eines Kulturhauses, die Gründung eines Fördervereins zum Erhalt der Dorfkirche, eine "Besenwirtschaft" als Dorftreffpunkt, ein Hofladen oder ein inklusiver Mobilitätsdienst für alle im Dorf. 

Was lernt man in der Fortbildung?

Die Fortbildung Dorfmoderation besteht aus sechs Modulen (jeweils zwei Tage à 6 - 8 Unterrichtseinheiten), die theoretische Grundlage sowie Impulse aus der Praxis vermitteln. Inhalte sind Kommunikationsgrundlagen, Praxisbeispiele, Zusammenhänge der Kommunalpolitik, Wissenswertes über das Ehrenamt, Fördermöglichkeiten und vieles mehr. Diese Module finden - abgesehen von der Exkursion - an der Hochschule Neubrandenburg statt.

Folgende Inhalte werden im Kurs behandelt: 

  • Hintergrund, Aufgaben und Rolle der Dorfmoderation
  • Geschichtliche Entwicklung der Dörfer
  • Dorfcheck inkl. Klimaschutz
  • Grundlagen Klimaschutz und -anpassung, Teilhabe an der Energiewende
  • Gute Beispiele und Aktivitäten im örtlichen Klimaschutz und der Dorfentwicklung
  • Grundlagen der Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Selbstreflexion
  • Moderationstechniken
  • Methoden und Formate zur Aktivierung und Ansprache
  • Kommunalpolitik und Beteiligungsmöglichkeiten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen des Ehrenamtes
  • Ehrenamt – Gewinnen und Motivieren von Engagierten im Dorf und im Verein
  • Projektmanagement
  • Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten
  • Entwicklung eigener Projektideen – Ideen- und Projektwerkstatt
  • Antragscoaching
  • Handlungsfelder im Dorf (Nahversorgung, Digitales Dorf, Dritte Orte, Mobilität, Leben und Wohnen im Alter…)

Dorfmoderation 2024

 Der Fortbildungskurs im Herbst 2024 endete erfolgreich am 16. November 2024.

Netzwerk Dorfmoderation

Seit 2016 haben ca. 80 Menschen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern an den Fortbildungskursen zur Dorfmoderation teilgenommen.

Stimmen von Kursteilnehmerinnen 2025/2026

Maxi Hameister, Jördenstorf und Renate Fabisch, Buchholz

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.

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Das sagen bereits ausgebildete ModeratorInnen

Martina Domann (Kirchengemeinde Lohmen): „Der Ideenreichtum der anderen Teilnehmer*innen für gemeinschaftsstiftende Projekte hat mir Mut gemacht, auch dort, wo man denkt, dass da gar nichts geht, etwas auszuprobieren. Gelernt habe ich viel über Fördermittelakquise, über Verwaltungsstrukturen, Kommunikationsmodelle und: nicht ich bin die ,Macherinʻ, sondern diejenige, die in Beziehung geht zu den Einwohner*innen. Nur so kann Vertrauen wachsen, um gemeinsam mit Veranstaltungen und Prozessen etwas zu bewegen. Manches braucht Zeit. Wichtig ist, in Kontakt zu bleiben mit den Akteur*innen vor Ort.“ Kurs 2021
Dittmar Vonau + (Gemeinde Viereck): „Seit vielen Jahren bin ich ehrenamtlich unterwegs. Von unzähligen Weiterbildungen bin ich frustriert aufgebrochen, weil mir kein hilfreiches, unterstützendes Handwerkzeug mitgegeben wurde. Wie wohltuend anders die Vorgehensweise der Dorfmoderation. Statt WAS gemacht werden kann, steht im Vordergrund das WIE! WIE komme ich dahin! Wie kann ich vorgehen! Wie finde ich Hilfe!“ Kurs 2021
Ilona Pisek (Zirtow): "Die Fortbildung hat mir neue Fördermöglichkeiten aufgezeigt und mein Selbstbewusstsein gestärkt. Dorfmoderation ist nichts für Weicheier, man muss mutig, stark und ausdauernd sein. Aber wenn mein Mobilitätsprojekt mal Realität wird, verändert es nicht nur mein Dorf, sondern unseren gesamten Amtsbereich." Kurs 2017
Klaus Heidrich (Neu Schloen): "In Neu Schloen konnten wir durch die Dorfmoderation den gesellschaftlichen Zusammenhalt deutlich stärken. Das ist insbesondere in der Corona-Krisenzeit spürbar und hat uns geholfen, die Beschränkungen zu bewerkstelligen. Ich kann jedem, der in seinem Dorf etwas verändern will, nur empfehlen, aktiv zu werden und an der Fortbildung Dorfmoderation teilzunehmen." Kurs 2017

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an den Koordinator der Fortbildung

Dipl.-Ing. Johann Kaether
Raum 317- Haus 2
+49 0395 5693 - 4703
+49 0395 5693 - 7 4703
Bis Ende 2024 unterstützt durch FORUM MV

Der Fortbildungskurs Dorfmoderation findet statt im Rahmen des Programms MV tut was. Das Programm MV tut was. wird ermöglichtdurch das Land Mecklenburg-Vorpommern.