
GUTES LEBEN GEMEINSCHAFTLICH ORGANISIERT
WohnenPlus² - Bürger - Genossenschaften
Reallabor zur Entwicklung gemeinwohlorientierter Wohnangebote und Daseinsvorsorge
Aktuelles
Teilprojekt "Wohnen im Bestand" beim Zukunftsforum ländliche Entwicklung
Fachforum 15 "Einfamilienhaus forever? Oder doch neue Wege im kleinstädtischen Wohnen?
Auch das WohnenPlus²-Teilprojekt “Wohnen im Bestand” wurde im Fachforum 15 beim Zukunftsforum ländliche Entwicklung am 21.01.2026 vorgestellt. Es gibt einen Videomitschnitt.
Termine
⇒ Netzwerkworkshop und Transferworkshop “Wohnen im Bestand”, September/Oktober 2026 (Termin wird demnächst bekannt gegeben)
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1. Regionalkonferenz am 14. November 2025 von 11:00-16:00, Ort: Ein Ding der Möglichkeit eG., Salderatzen 3, 29496 Waddeweitz.
Netzwerkworkshop “Neue Wege – die Zukunft gesundheitlicher Versorgung in Havelberg” am 27.04.2026 15:30-20:00 Uhr in Havelberg im Haus der Flüsse mit öffentlichen Vorträgen zum Thema “Gesundheitliche Versorgung selbstorganisiert”. Zwei Praxisbeispielewerden vorgestellt: Käte Roos (DRK Kreisverband MOHS e.V.) berichtet über das Lebenszentrum Thomas Müntzer in Reichenberg/Brandenburg und Christopher Kaufmann (Gesundes Landleben GmbH) berichtet über das Gesundheitsnetzwerk in Selterain/Thürigen. In Kleingruppen werden Ideen und Handlungsfelder für Havelberg entwickelt.
UniDorf im Wendland, 4.-8.5.2026: Studierende der Innenarchitektur beschäftigen sich eine Woche vor Ort mit einer Immobilie, die zu Wohnraum umfunktioniert werden soll.
Das Projekt WohnenPlus²
Das Vorhaben WohnenPlus² ist als Reallabor angelegt und wird von der Hochschule Neubrandenburg zusammen mit den beiden Praxispartnern aus der Elbe Valley-Region WendLandWohnen eG aus Lüchow und der Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. aus Stendal durchgeführt. Ziel des Vorhabens ist es, zu untersuchen, wie gemeinschaftliches und sozialverträgliches Wohnen plus quartiersbezogene (örtliche) Daseinsvorsorge im ländlichen Raum eigenverantwortlich, engagementgetragen und gemeinwirtschaftlich organisiert und angeboten werden können und welche Möglichkeiten und Grenzen unterschiedliche Formen von Genossenschaften oder anderen Institutionen des Gemeinwesens bieten. Das Projekt ist Teil des WIR!-Bündnis Elbe Valley mit einer Projektlaufzeit vom 01.07.2025 bis 30.06.2028 und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
BLOG
UniDorf in Kiefen/Waddeweitz
Vom 4.-8. Mai 2026 fand das erste UniDorf im Rahmen des Projektes WohnenPlus2 statt. Das innovative Service-Learning-Format wurde vor über 10 Jahren an der Hochschule Neubrandenburg entwickelt und seitdem regelmäßig durchgeführt. Nun ist die Herausforderung, das Format auch an anderen Hochschulen zu etablieren und es somit in die Breite zu tragen.
Im Realexperiment „Wohnen im Bestand“ wurde der erste Prototyp gefunden: ein ehemaliger Kindergarten im Besitz der Gemeinde Kiefen, welcher per Erbbau an unseren Projektpartner WendLandWohnen eG verpachtet und von diesem zu vier Sozialwohnungen umgebaut werden soll. Zielgruppe sind junge Mieter:innen aus Großstädten, die ein Sprungbrett in die Region brauchen, um dort langfristig sesshaft zu werden. 15 Studierende der Innenarchitektur von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst aus Hildesheim zogen also für eine Woche in der Gemeinde Waddeweitz ein, um erste Entwürfe für die Umnutzung des Objektes zu erarbeiten. Dabei galt es zu berücksichtigen, dass der Wohnraum an sich individuell geplant werden soll, jedoch Flächen zur gemeinschaftlichen Nutzung, etwa in den Keller- oder Außenbereichen, angedacht werden können.
Neben der Arbeit am Objekt standen Exkursionen in die Umgebung sowie Gespräche mit Bewohner:innen aus dem unmittelbaren Umfeld auf dem Programm. Dieses Sich-Einlassen auf individuelle lokale Besonderheiten und die ländliche Lebensrealität ist ein essenzieller Bestandteil des Formates UniDorf. Die Rückmeldungen der Studierenden waren durchweg positiv: Die UniDorf-Woche haben sie als eine sehr praktische und lebensnahe Form des Lernens erlebt, der Einblick in das „echte“ Leben auf dem Land war eine bereichernde Erfahrung.
In WohnenPlus2 wird es noch zwei weitere UniDorf-Wochen während der Projektlaufzeit geben. Abschließend fassen wir die Erkenntnisse und Charakteristika des Formates in einem Handbuch zusammen, um anderen Hochschulen zu ermöglichen, das Format anzuwenden und weiterzuentwickeln.
1. Regionalkonferenz in Salderatzen
Am 14.11.2025 kamen bei unserer 1. Regionalkonferenz etwa 45 Teilnehmende aus dem Wendland und der Altmark in Salderatzen bei „Ein Ding der Möglichkeit“ zusammen: Einem Ort, an dem gemeinsames Wohnen und Arbeiten auf dem Land bereits gelebt wird. Bei regionalem hausgemachtem Essen fand ein lebhafter Austausch statt.
Zunächst wurde der Projekthintergrund und -aufbau erläutert. Wer und was verbirgt sich eigentlich hinter WohnenPlus2? Was verstehen wir im Projekt unter Daseinsvorsorge? Wie stellen wir sicher, dass wir nicht nur Daten aus der Region abgreifen, sondern den Menschen vor Ort auch etwas zurückgeben?
Anschließend konnten die Teilnehmenden sich von zwei guten Beispielen aus anderen Regionen inspirieren lassen. Die Bürgergenossenschaft „Infrastruktur für Resse eG“ hat über 20 Jahre verschiedenste Projekte im Bereich Daseinsvorsorge erfolgreich umgesetzt, u.a. den Neubau eines Lebensmittelmarktes sowie den Umbau eines ehemaligen Sparkassengebäudes zur Arztpraxis.
Der Hof Tarmitz 4 wiederum wurde von seinen ehemaligen Besitzern an die Stiftung trias überschrieben, die das Objekt so dauerhaft dem Immoblienmarkt entzieht und eine gemeinwohlorientierte Nutzung der Gebäude sicherstellt. Auch hier wurde von den neuen Nutzern eine Genossenschaft gegründet.
Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse und das weitere Vorgehen mit den Teilnehmenden lebhaft diskutiert.
Zentrale Erkenntnisse waren dabei:
- Daseinsvorsorge ist mehr als ein Dorfladen. Es geht um das gute Leben auf dem Land - und das schaffen sich die Menschen, die dort leben, ein Stück weit selbst. Das geht am besten gemeinsam mit der Kommune, engagierten Unternehmen, Vereinen und Einzelpersonen.
- Der Austausch, sowohl zwischen den Aktiven einer Region als auch insbesondere elbübergreifend, ist essenziell wichtig und auch gewünscht.
- Inspirierende Beispiele aus anderen Regionen machen vor, wie es gehen kann. Sich mit ihnen zu vernetzen und ihre Geschichten zu hören, motiviert und kann Zweifel abbauen.
- Es braucht Wissen, Gelegenheiten, die richtigen Personen und den richtigen Ort zur richtigen Zeit.
Wir sind gespannt auf die kommenden Veranstaltungen und danken allen Teilnehmenden für ihr Mitwirken!
Kick-off des Projektteams in Stendal
Am 23.07.2025 hat sich das Projektteam zum Auftakt in der Freiwilligen-Agentur Altmark in Stendal getroffen. Von links: Marion Zosel-Mohr und Antje Hille (Freiwilligen-Agentur Altmark e.V.), Laura Göpfert, Maresa Pflanz und Prof. Dr. Peter Dehne (Hochschule Neubrandenburg), Daniela Weinand, Renate Ortmanns-Möller und Lisa Schulze-Darup (WendLandWohnen eG)
Kontakt
Gesamtprojektsteuerung & Wissenschaftliche Begleitung
Hochschule Neubrandenburg
Projektleitung

Projektbearbeitung

Transferstelle als Wissensknoten in der Region
Hochschule Neubrandenburg
Transfermanagement

Realexperiment : Wohnen im Bestand
WendLandWohnen eG

Projektkoordination
Realexperiment : Soziale Dorfzentren
Freiwilligen-Agentur Altmark e.V.

Projektkoordination































