Neuigkeiten aus dem Studiengang


Exkursion in die Metropolregion Rhein-Neckar

Vom 02. bis 06. Juni 2026 führte die diesjährige Landschaftsarchitekturexkursion unter Leitung von Jakob Aschenbrenner fünfzehn Studierende der Hochschule Neubrandenburg an Rhein und Neckar. Unter dem Titel „Metropolregion Rhein-Neckar – Innovationszentrum der europäischen Pflanzenverwendung“ wurden dabei in unterschiedlichsten Anlagen und Betrieben einerseits die Anpassung historischer Gärten und Parks an die Herausforderungen des Klimawandels, andererseits aktuelle Entwicklungen der Pflanzenverwendung zur Schaffung klimaresilienter Freiräume ergründet.

Besonders deutlich wurden die Schwierigkeiten beim Erhalt des reichen gartenkulturellen Erbes der Region im Schlossgarten Schwetzingen, dessen über Jahrhunderte entwickelte Gehölzbestände mit abgesunkenem Grundwasserstand, verstärktem Hitze- und Trockenstress sowie neuen Krankheiten und Schädlingen konfrontiert sind. Auch im Fürstenlager Bensheim-Auerbach und im Schlossgarten Heidelberg stand der Erhalt historischer Gehölzbestände im Mittelpunkt der Überlegungen, wie historische Anlagen unter sich verändernden klimatischen Bedingungen bewahrt und weiterentwickelt werden können. Dabei wurden vielfältige Strategien sichtbar: von der Optimierung der Pflanzweisen über die gezielte Gestaltung mit Naturverjüngung, die Vermehrung historisch wertvoller Einzelgehölze oder die Ersatzpflanzung klimaresilienter Arten mit phänotypischer Passung in den Altbestand bis hin zur Intensivierung der Kontrolle und Pflege der Gehölzbestände. Ein Vergleich des Mannheimer Friedrichsplatzes mit der Eingangssituation des Schlossparks Karlsruhe zeigte zudem unterschiedliche Herangehensweisen an besonders pflegeintensive historische Gestaltungen: Während in Mannheim auf Ressourcenschonung und Effizienzsteigerung unter Erhalt der historischen Wechselflorpflanzungen gesetzt wird, zeigt Karlsruhe die Interpretation historischer Formensprachen mit klimaresilienten Staudenpflanzungen.

Um aktuelle Entwicklungen der europäischen Pflanzenverwendung zu erleben, waren Besuche des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof und des Ebertparks Ludwigshafen, beide überregional bedeutend und seit Jahrzehnten wichtige Impulsgeber für die Pflanzenverwendung, besonders inspirierend. Die differenzierten Staudenpflanzungen demonstrierten das Potenzial standortgerechter, dynamischer Pflanzenkonzepte für die klimaresiliente Gestaltung urbaner Freiräume und die Förderung der urbanen Biodiversität. Der auf einem ehemaligen Kasernengelände zur Bundesgartenschau 2023 angelegte Spinelli-Park Mannheim weitete schließlich die Perspektive von der zukunftsorientierten Gestaltung einzelner Pflanzungen auf die nachhaltige Entwicklung eines ganzen Stadtquartiers.

Darüber hinaus ergänzten weitere Exkursionsziele den Blick auf die Innovationskraft der Pflanzenverwendung in der Rhein-Neckar-Region: In der Baumschule Huben erhielten die Studierenden Einblicke in die nachhaltige Produktion, Beschaffung und Qualitätsbeurteilung von Gehölzen und damit in jene Prozesse, die für den Erfolg der Umsetzung landschaftsarchitektonischer Projekte maßgeblich sind. Auf dem Hauptfriedhof Pforzheim stand schließlich der Wandel der Bestattungskultur in Deutschland im Kontext zunehmender Individualisierung, überregionaler Mobilität und verstärkter Multikulturalität im Vordergrund, der gemeinsam mit der Notwendigkeit trocken- und hitzetoleranter Grabgestaltungen die Entwicklung neuer Pflanzkonzepte in der Friedhofsgestaltung bedingt.

Fünf intensive Exkursionstage in der Metropolregion Rhein-Neckar zeigten den Studierenden damit die umfassende Bedeutung der Landschaftsarchitektur bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und boten darüber hinaus vielfältige Inspirationen für künftige Projekte – und natürlich auch zahlreiche schöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit.


Gemeinde Krenzow unterstützt studentische Planung zum Gutspark

Frauke Greiner, Studentin im Bachelorstudiengang Landschaftsarchitektur, erarbeitet im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Denkmalpflegerische Zielstellung und wird dabei freudig von der Gemeinde unterstützt. 

Presseartikel Nordkurier/Vorpommern Kurier vom 05.03.2026


Verleihung des BDLA-Preises 2023 und 2024

am 11. Dezember 2025 um 17 Uhr, Hörsaal 4 findet die Verleihung des BDLA-Preises 2023 und 2024 für die beste Abschlussarbeit statt, zu der die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA einlädt.
 Als feierliches Rahmenprogramm und im Zusammenwirken mit dem WILA/WIA-Festival 2025 wird Frau Annalena Bresin ihre Bachelorarbeit zum Thema „Weibliches Wirken in der Gartenkunst Mecklenburg-Vorpommerns - eine Analyse historischer und gegenwärtiger Gestaltungsspielräume“ vorstellen.  Poster


Hochschulweite Vorlesungsreihe zum Thema Grünflächenpflege und -management

Im Rahmen der hochschulweiten Vorlesungsreihe zum Thema Grünflächenpflege und -management (Studiengang Landschaftsarchitektur) findet am kommenden Mittwoch, den 10. Dezember um 15 Uhr im Hörsaal 4 ein Vortrag statt, zu dem Sie herzlich eingeladen sind.

Klimaanpassung für historische Gärten, Holger Rothamel, M.Sc. Landschaftsarchitektur - Freier Landschaftsarchitekt, Dresden     Poster


Zwischen Barock, Gutshausidylle und Industriekultur

Anfang November 2025 unternahmen wir als Gruppe von Landschaftsarchitektur-Studierenden der Hochschule Neubrandenburg eine fünftägige Exkursion in die östlichen Niederlande und nach Duisburg. Ziel war es, vielfältige Einblicke in historische Gartenkunst, Parkanlagen und umgestaltete Industrielandschaften zu gewinnen. Genau das hat uns diese Reise auf ganz besondere Weise ermöglicht.

Nach der Abfahrt aus Neubrandenburg kamen wir am Dienstagabend im kleinen Ort Gorssel an. Unsere Unterkunft, das Stayokay Hostel, bestand aus mehreren freistehenden „Wikkelhouses“, nachhaltige, moderne Mini-Holzhäuser mitten im Grünen. Die Stimmung war entspannt, die Umgebung ruhig, und die Vorfreude auf die kommenden Tage groß.

Am Mittwoch besuchten wir den barocken Schlosspark von „Paleis Het Loo“. Die Anlage beeindruckte mit strengem Achsensystem, ornamentaler Wasserarchitektur und herbstlich gefärbten Alleen. Ein klassisches Beispiel repräsentativer Gartenkunst des 17. Jahrhunderts. Am späten Nachmittag blieb Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt von Deventer, deren enge Gassen, kleine Geschäfte und gemütliche Stimmung einen schönen Kontrast zum formalen Park bildeten.

Der Donnerstag begann mit einem besonderen Moment. Auf der Weiterfahrt fiel uns ein sehr gepflegter Garten am Straßenrand auf. Unsere Professorin Frau Rolka entdeckte zufällig die Eigentümerin bei der Gartenarbeit und prompt wurden wir zu einem Rundgang eingeladen. Es handelte sich um die Anlage von „Kasteel Oolde“, deren Geschichte und Gestaltung uns die Besitzerin persönlich näherbrachte – inklusive historischer Entwurfspläne. Dieser spontane, aber sehr persönliche Einblick war ein echtes Highlight für uns.

Am Nachmittag versuchten wir, den Park von „Kasteel Warmelo“ zu besichtigen, obwohl er offiziell bereits geschlossen war. Durch die freundliche Vermittlung zweier Damen vor Ort erhielten wir dennoch Zugang. Die herbstliche Lichtstimmung, Teiche, verschlungene Wege, Sichtachsen, Vogelvolieren und das Wasserschloss selbst machten diesen Ort zu einer besonderen Station unserer Reise.

Am Abend erreichten wir Duisburg, wo wir in einer Jugendherberge übernachteten. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Industriekultur. Im Landschaftspark Duisburg-Nord wurden wir von dem Historiker Christoph Willmer und der zuständigen Vertreterin in der Gartendenkmalpflege des LVR – Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Frau Dr. Kerstin Walter durch das ehemalige Hüttenwerk geführt. Thematisiert wurden unter anderem die gestalterischen Konzepte der Umnutzung, Herausforderungen in der Pflege und die Bedeutung solcher Orte im Spannungsfeld von Denkmalpflege, Freiraumplanung und Erinnerung. Abends erlebten wir die eindrucksvolle Lichtinstallation des Parks: rostige Türme, Rohre und Silos wirkten in der nächtlichen Beleuchtung fast surreal. Für uns ein starker Abschluss innerhalb der fachlichen Auseinandersetzung mit dem Raumwandel.

Am Samstag traten wir die Rückreise nach Neubrandenburg an. Im Gepäck viele neue Eindrücke, inspirierende Begegnungen und wertvolle Impulse für unser weiteres Studium.

06.12.2025, Annalena Bresin, Studentin des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur, LAM25

 


WIA Women in Architecture 2025 | Neubrandenburg

Das bundesweite Festival „Women in Architecture“ setzte die Leistungen von Frauen in Architektur, Innenarchitektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Bau- und Ingenieurbaukunst in den Fokus der Öffentlichkeit - vom 19. bis 29. Juni 2025 mit vielen interessanten Veranstaltungen auch in Neubrandenburg. Flyer/Programm


Let’s Talk Landscape ... Podcast

Was ist Gartendenkmalpflege und wie unterscheidet sie sich von Baudenkmalpflege? Professorin Caroline Rolka hat ihre Leidenschaft für Gartendenkmalpflege während ihrer Ausbildung zur Landschaftsarchitektin entdeckt und erklärt, warum ... zum Podcast

Let’s Talk Landscape, ein Podcast-Angebot des Büros HochC Landschaftsarchitekten, befasst sich mit Inhalten rund um Landschaftsarchitektur und richtet sich an die breite Fachöffentlichkeit, die sich für Stadtgestaltung interessiert. Unser Leitbild Gemeinsam.Nachhaltig.Gestalten führt uns durch vielfältige Themen.