UNIFIED: Wie digitale Technologien ein internationales Forschungsprojekt antreiben

Eine Person überprüft mit einer Smartwatch und weiteren digitalen Messgeräten ihre Gesundheitswerte im häuslichen Umfeld
Alltagsnahe Gesundheitsdaten: Eine Person überprüft mit einer Smartwatch und weiteren digitalen Messgeräten ihre Gesundheitswerte im häuslichen Umfeld. Foto: KI-generiert

Genau hier setzt UNIFIED an: ein neues internationales Forschungsprojekt mit 40 Partner*innen in ganz Europa, Kanada und den USA, das diese Daten patientenzentriert in die medizinische Entscheidungsfindung integrieren will. 

 

Was UNIFIED erreichen möchte

UNIFIED ist eine fünfjährige, von der Horizon Europe Innovative Health Initiative (IHI) geförderte öffentlich-private Partnerschaft, die mit 27 Millionen Euro unterstützt wird. Unter Leitung der Erasmus Universität Rotterdam und Pfizer arbeiten die 40 Organisationen daran, ein gemeinsames wissenschaftliches Rahmenwerk zu entwickeln. Dieses soll ermöglichen, dass drei Arten patientenzentrierter Informationen zusammenfließen:

  • Clinical Outcome Assessments (COAs): Ergebnisse von medizinischen Messinstrumenten, aus Patient*innenberichten und funktionalen Tests
  • Digital Health Technologies (DHTs): z. B. Wearables, Sensoren oder smarte Messgeräte
  • Patient Preference Information (PPI): was Patient*innen in einer Behandlung als besonders wichtig bewerten

 

Wie das Projekt vorgeht

Das Team entwickelt Leitlinien für Forschende, Kliniken und Bewertungsbehörden. UNIFIED schaut sich fünf unterschiedliche Bereiche an: Kinderonkologie, Lungenkrebs, Parkinson, Adipositas und juvenile Arthritis, um sein Framework für patientenzentrierte Endpunkte in der realen Welt zu testen und zu validieren. 

 

Der mögliche Nutzen

Viele Menschen sammeln Gesundheitsdaten. Diese Daten zeigen, wie gut man schläft, ob man sich bewegt und wie eine Behandlung den Alltag beeinflusst. Damit solche Informationen verlässlich in Studien und Entscheidungen einfließen, braucht es wissenschaftliche Einordnung. Ein erfolgreiches UNIFIED-Framework kann dazu beitragen, dass Studienergebnisse besser abbilden, was Menschen im Alltag wirklich spüren. Außerdem könnten neue Therapien entwickelt werden, die stärker auf tatsächliche Bedürfnisse ausgerichtet sind. UNIFIED verbindet damit wissenschaftliche Qualität mit moderner, alltagsnaher Datenerhebung.

 

Weitere Informationen zu UNIFIED findest du hier.

Bei Fragen stehenProf. Dr. Axel Mühlbacher (Projektleitung) und Ann-Kathrin Fischer M.Sc.  zur Verfügung. 


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