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Wie wollen wir im Alter wohnen? Kurzer Nachbericht

Quelle: Beerli, FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Im Rahmen der Seniorenhochschule gab Andrea Beerli, vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. Bundesvereinigung und dort hauptsächlich im NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter tätig in einem Online-Vortrag einen Überblick über gemeinschaftliche Wohnformen als interessante Alternativen für das Leben im Alter.

Das diese bei vielen Seniorinnen und Senioren eine durchaus denkbare Alternative darstellen, zeigte sie anschaulich anhand einer Umfrage die sie beim Deutschen Seniorentag 2025 in Mannheim durchgeführt hat. Eine überwältigende Mehrheit der Befragten entschieden sich bei der Frage „…und wie wollen Sie im Alter wohnen?“ für die Optionen Zuhause wohnen bleiben bzw. in Gemeinschaftlichen Wohnformen. Auch andere Untersuchungen zeigen, dass die Menschen möglichst lange selbständig, selbstbestimmt und sozial eingebunden im gewohnten Umfeld leben möchten – auch bei Hilfe- und Pflegebedarf. Die Zukunft liege also im Quartier bzw. Dorf. Frau Beerli stellte verschiedene Formen des gemeinschaftlichen Wohnens vor: 

A) selbst organisiert (bottom up) oder von Trägern zur Verfügung gestellt (top down)
B) in ambulant betreuten Pflege-Wohn-Gemeinschaften oder 
C) Umbau/Umnutzung des eigenen Einfamilienhauses 
und gab jeweils auch konkrete Beispiele aus der Praxis. 

Weiterhin ging sie auf mögliche Rechtsformen sowie Beratungs- und Fördermöglichkeiten für gemeinschaftliche Wohnprojekte seien sie bottom up oder top down organisiert. Sie skizzierte zudem die jeweiligen Wegen ins Projekt mit den verschiedenen Schritten und Herausforderungen. In der anschließenden Diskussion ging es u.a. um die sozialen / zwischenmenschlichen Herausforderungen (was passiert wenn sich die Gruppe nicht mehr versteht, was ist wenn jemand aussteigen will?) sowie finanzielle Fragen (wie kann ein solches Projekt finanziert werden?). Bei letzterer Frage ging Frau Beerli z.B. auf genossenschaftliche solidarische Finanzierungsmodelle ein. Betonte aber gleichzeitig, dass das Neu- und Umbauen derzeit sehr teuer ist. Insgesamt war es eine sehr informative, praxisnahe und inspirierende Veranstaltung moderiert durch Johann Kaether vom IKR. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der AG Gemeinschaftliches Wohnen des Prozesses Zukunftswerkstatt Neubrandenburg (www.neubrandenburg-im-wandel.de) durchgeführt. 

Die Präsentationsfolien mit vielen weiterführenden Links finden Sie hier...

Webseite der Seniorenhochschule


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