Neuer binationaler Master im Agrarbereich geplant

Neun Personen sitzen an einem großen Glastisch und lächeln freundlich in die Kamera. Die Wand hinter ihnen ziert ein Logo der „Facultad de Ciencias Agrarias“. Auf dem Tische befinden sich Tassen und Gläser sowie eine Tastatur und ein Mikrofon.
Büro des Dekans der agrarwissenschaftlichen Fakultät und alle beteiligten Hochschulangehörigen. Foto: Elke Seeger
Das Motiv zeigt eine Collage aus zwei Fotos. Links sind argentinische Rinder auf einer Wiese zu sehen, rechts sehen wir Professorin Bachmann-Pfabe auf einem grünen Geländewagen.
Professorin Silvia Bachmann-Pfabe beim Besuch einer typischen argentinischen Farm mit Rinderhaltung und Ackerbau. Fotos: Elke Seeger

Die Professorinnen Dr. Silvia Bachmann-Pfabe und Dr. Anika Henke sowie Professor Dr. Theodor Fock besuchten im Oktober 2026 die Universidad Nacional de Lomas de Zamora in Buenos Aires. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung eines neuen binationalen Masterstudiengangs im Agrarbereich. Der Antrag befindet sich in Vorbereitung. Eine Entscheidung wird im kommenden Frühjahr erwartet.

Wie beim bereits bestehenden Masterstudiengang „Nachhaltiges Landwirtschaftliches Produktionsmanagement“ soll auch das neue Studienangebot einen längeren Auslandsaufenthalt ermöglichen. Geplant sind zwei Auslandssemester sowie eine mindestens dreimonatige Praxisphase im jeweils anderen Land. Studierende könnten so nicht nur internationale Studienerfahrungen sammeln, sondern auch die Landwirtschaft und die Arbeitsbedingungen vor Ort kennenlernen.

Einblicke in die deutsche Landwirtschaft

Zum Besuchsprogramm gehörte auch eine gemeinsame Lehrveranstaltung mit argentinischen Agrarstudierenden. Unter dem Titel „Agricultural Systems in Transition: German Perspectives on Production, Sustainability and Policy“ stellten die drei Lehrenden unterschiedliche Aspekte der Landwirtschaft in Deutschland vor.

Gesprochen wurde über die Fütterung von Milchkühen, Bodengesundheit und Umweltschutz sowie die europäischen Agrarstrukturen und die Agrarpolitik. Neben dem fachlichen Austausch konnten die Gäste aus Neubrandenburg auch Eindrücke von der argentinischen Landwirtschaft sammeln. Dazu gehörte der Besuch einer Farm, auf der Rinder gehalten und Ackerbau betrieben werden. Besonders die Gastfreundschaft vor Ort und die Dimensionen der Landwirtschaft hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Bestehende Partnerschaft als Grundlage

Die Hochschule Neubrandenburg kooperiert seit mehreren Jahren mit argentinischen Partnerinnen und Partnern im Rahmen des binationalen Masterstudiengangs „Nachhaltiges Landwirtschaftliches Produktionsmanagement“ zusammen. Dieser wird vom Deutsch-Argentinischen Hochschulzentrum (DAHZ) gefördert. Zu den Partner*innen gehört die Universidad de Concepción del Uruguay (UCU) in der argentinischen Provinz Entre Ríos, mit der die Hochschule den laufenden Studiengang gemeinsam durchführt. Die nächste Austauschphase startet im kommenden Jahr und ist vorerst die letzte in diesem Studienangebot.

Mit der Universidad Nacional de Lomas de Zamora entsteht nun eine weitere Zusammenarbeit. Sie soll künftig noch mehr internationale Perspektiven in die agrarwissenschaftliche Ausbildung bringen.


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