Nur wenige Stunden, bevor Studierende des Bachelor-Studiengangs Landschaftsarchitektur und des gleichnamigen Master-Studiengangs ihre Konzepte für einen geplanten Stadtgarten präsentieren wollten, stand dieser bereits auf der Kippe. Das Grundstück in der Neubrandenburger Innenstadt, welches jahrelang ungenutzt blieb, steht nun wider Erwarten vor dem Verkauf.
Alles auf Anfang für das vernachlässigte Grundstück?
Im Mittelpunkt stand ein rund 900 Quadratmeter großes, seit Jahren brachliegendes Grundstück an der Ecke Beguinenstraße/Dümperstraße in der Neubrandenburger Innenstadt. In Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Neubrandenburg e. V. und der Stadtverwaltung Neubrandenburgs entwickelten Studierende aus dem siebten Bachelorsemester sowie aus dem neuen Masterstudiengang Landschaftsarchitektur fünf Konzepte, um der Fläche zumindest temporär neues Leben zu verleihen. Am 28. Januar 2026 präsentierten sie ihre Entwürfe im Haus 2 der Hochschule Neubrandenburg. Vor Stadtvertreter*innen, Fachpublikum und Interessierten zeigten sie, wie aus einer verwilderten Fläche ein offener Ort für Begegnung und Beteiligung entstehen könnte.
Ideen für eine begrenzte Zeit
Alle Konzepte waren bewusst auf eine zeitlich begrenzte Nutzung ausgelegt, da der städtische Bebauungsplan ohnehin Wohnraum auf der Fläche vorsieht. Die Studierenden verbanden deshalb nachhaltige Denkweisen mit flexiblen, modularen Lösungen. Trotz unterschiedlicher gestalterischer Ansätze wurde in allen Entwürfen deutlich, wie sehr Treffpunkte in der Innenstadt fehlen und welches Potenzial selbst temporäre Projekte entfalten können. Plakate visualisierten den möglichen Einsatz kreativer Materialkombinationen aus Holz, Beton und Metall. Vielfältige Pflanzkonzepte aus heimischen und nicht-invasiven Arten, das Einflechten von Do-it-yourself-Beeten und Spielflächen für Kinder wurden besprochen.
Und nun? Wie geht’s an der Stadtmauer weiter?
Bianca Haisch, Vorsitzende der Lokalen Agenda 21, brachte es auf den Punkt: „Wir wissen von Beginn an, dass man bald wieder aufhören muss – planen aber trotzdem für eine Saison.“ Gedacht ist an eine Nutzung für Veranstaltungen, den Tag der Nachbarn, kleine Auftritte oder sogar ein Open-Air-Kino im Sommer. Und ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt, denn zum Zeitpunkt der Präsentation war der Kaufvertrag noch nicht endgültig unterschrieben.









