Durchstarten für lebendige Dörfer und Klimaschutz in MV

Zehn Personen posieren für ein gemeinsames Gruppenfoto vor einer Flipchart, auf der sich ein großes rotes Plakat mit der Aufschrift „MV tut was“ befindet. Zwei Personen knien direkt davor, die anderen haben sich neben dem Plakat versammelt.
Acht der neuen Dorfmoderator*innen, zusammen mit Projektleiter Prof. Dr. Peter Dehne (5. v. l.) und Johann Kaether, Koordinator der Fortbildung (2. v. r.); Foto: Johann Kaether
Eine blonde Frau mit großen Ohrringen sitzt wahrscheinlich an einem Konferenztisch. Sie trägt ein grünes Kleid mit schwarzen Punkten, hält einen Kugelschreiber in der Hand und spricht zu einer anderen Person. Hinter und vor ihr sind weitere Personen unscharf im Vorder- und Hintergrund zu erkennen. An den Wänden befinden sich verschiedenfarbige Heftnotizen. Weiße Flipcharts stehen im Hintergrund.
Während der sechs zweitägigen Fortbildungstermine tauschten sich die Teilnehmenden regelmäßig über Erfahrungen in den eigenen Gemeinden aus. Foto: Jana Wehbe/fint e. V.

Noch steht der alte Imbiss „Büffelkuhle“ am See in Buchholz leer. Schon bald aber soll er wieder ein lebendiger Treffpunkt für alle in der Gegend werden – und das verdankt er auch einem Fortbildungsformat der Hochschule Neubrandenburg. Die „Büffelkuhle“ ist ein Ergebnis aus dem Kurs Dorfmoderation. „Wir gestalten gerade die Innenräume des alten Imbisses“, erzählt Teilnehmerin Renate Fabisch. „Wir planen im Frühjahr einen Subbotnik und möchten dann mit einem Osterfeuer in die Saison starten.

Elf Teilnehmende, darunter auch Renate Fabisch, konnten am 31.01.2026 den Fortbildungskurs erfolgreich abschließen und erhielten an der Hochschule Neubrandenburg ihre Teilnahmebestätigung. Sie sind damit bestens vorbereitet, Projekte für Dorfentwicklung in ihren Gemeinden zu begleiten. Im Laufe des Kurses wurden konkrete Projektideen zu Dorfentwicklung und Klimaschutz erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen. 

Zukunftsprojekte werden angestoßen

Das Fortbildungsangebot, das bereits zum 9. Mal stattfand, richtet sich an engagierte Menschen aus Dörfern und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns, die das Miteinander vor Ort stärken wollen. Von September 2025 bis Ende Januar setzten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen gelingender Kommunikation und Methoden zur Aktivierung und Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen auseinander. Ergänzt wurde das Programm u. a. durch praktische Module zu Projektmanagement, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. 

MV tut was. Klimaschutz vor Ort.

Da der Fortbildungskurs in dieser Runde als Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. stattfand, lag ein Schwerpunkt auf der Umsetzung von Klimaschutzprojekten im Dorf. Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus betont die Bedeutung des Programmbausteins innerhalb des landesweiten Programms: „Klimaschutz entscheidet sich nicht nur in Gesetzen, sondern vor allem vor Ort – in unseren Dörfern und Gemeinden. Mit den Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren stärken wir Menschen, die Verantwortung übernehmen (…). Sie sind Brückenbauer zwischen Engagement, Kommune und Politik und damit ein zentraler Baustein von MV tut was.“

 „Was ich aus der Fortbildung mitnehme, ist vor allem der intensive Austausch“, so Dorfmoderator Udo Wasielewski aus Torgelow am See. „Die Mischung aus Vereinsarbeit, kommunaler Erfahrung und neuen Ideen hat die Werkstatt zu einem echten Lern- und Vernetzungsraum gemacht.“

Das Programm „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.
Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was 


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