Ausgehend vom gewählten Thema, grenzt sie dieses ein, fokussiert auf den zu untersuchenden Teilaspekt und trennt so Wichtiges von Unwichtigem. Sie gibt letztlich den „roten Faden“ für die die späteren Methoden, Untersuchungen und letztlich die Publikation vor. Jede wissenschaftliche Arbeit sollte konsequent auf die Beantwortung der eingangs gewählten Forschungsfrage ausgerichtet sein.
Die Formulierung einer Forschungsfrage kann allerdings mit verschiedenen Fallstricken verbunden sein. Sie muss letztlich die wissenschaftliche Arbeit über die gesamte Dauer der Untersuchungen bis zur Publikation tragen. Sie muss einen relevanten Erkenntnisgewinn für das Fachgebiet ermöglichen und mit vorhandenen Methoden in angemessener Zeit beantwortbar sein. Ist sie nicht präzise genug formuliert oder zu breit gefasst, droht eine wissenschaftliche Arbeit sich zu verlängern oder zu scheitern.
Gerade für Nachwuchswissenschaftler*innen mit noch wenig Erfahrung im Wissenschaftsbetrieb ist die Formulierung einer guten Forschungsfrage demnach essentiell. Um hier einen Fehler zu vermeiden, der sich dann unter Umständen durch die gesamte Forschungsarbeit zieht, hat das Team von ProfQuaNB ein Übungsformat entwickelt. Kern ist die Vermittlung einer Methodik zur Formulierung einer Forschungsfrage unter Bezug auf konkrete Erfahrungen von Promovierenden. Erprobt wurde das Format am Tag des Lernens und des Lehrens am 21. April 2026. Für den Bezug zur Praxis stand Lianne Lavrijsen-Kromwijk, Promovierende im Projekt ProfQuaNB, zur Verfügung, die ihre konkreten Erfahrungen bei der Formulierung ihrer Forschungsfrage einbrachte. Frau Lavrijsen-Kromwijk promoviert im Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebendmitteltechnologie zur Thematik „Einfluss der Digitalisierung auf das Wohlbefinden von Milchkühen“.
Deutlich kommuniziert wurde das Interesse an dieser Art der Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Weitere Formate – etwa zur Konzepterstellung – sind daher geplant. Das Team von ProfQuaNB wurde zwischenzeitlich angefragt, dieses Format auch an der Hochschule Stralsund durchzuführen. Termin ist der 5. Juni 2026.








