Nach dem Lennart Standtke den ersten Platz beim hochschulweiten Ideenwettbewerb „Inspired 2026" belegte, folgt nun auch noch der Deutsche Verpackungspreis in der Kategorie „Nachwuchs". Der Student des Studiengangs Food Chain Environments überzeugt mit seiner Masterarbeit und dem dazugehörigen Projekt EcoTrace. Dies habe, laut Jury, das Potenzial, die ökologische Bewertung von Lebensmittelverpackungen grundlegend zu verändern. Der Deutsche Verpackungspreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen der bundesweiten Branche und öffnet zugleich die Tür zum internationalen WorldStar Packaging Award.
So schnell kanns gehen - ein Foto genügt
Wie umweltfreundlich ist eine Verpackung wirklich? Bisher mussten Hersteller dafür teure Gutachten einkaufen – Kosten zwischen 5.000 und 20.000 Euro und eine wochenlange Erstellung mussten in Kauf genommen werden. Für kleine und mittlere Betriebe kaum zu stemmen. EcoTrace liefert dasselbe Ergebnis in wenigen Minuten: Ein Foto der Verpackung genügt und eine Künstliche Intelligenz liest daraus Zutaten, Mengenangaben und Material aus. Berechnet wird der CO₂-Wert danach nicht mehr von der KI, sondern nach einem festen, wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Das Ergebnis bleibt so nachvollziehbar.
Wird das Thema der Masterarbeit nun zu einem Start Up?
EcoTrace soll nun, so Lennart Standtke, zu einem Unternehmen ausgebaut werden. Aktuell wird deshalb der Antrag auf ein EXIST-Gründungsstipendium vorbereitet. Unterstützt wird der Studierende von Tobias Weber, Geschäftsführer der Weber Food Technology, der das Tool bereits in seinem Netzwerk bekannt gemacht hat. Erste mittelständische Lebensmittelhersteller testen EcoTrace bereits.








