Prävention als Schlüssel: Gesundheitstag widmet sich psychischer Gesundheit von Studierenden

Eine Frau steht hinter einem Rednerpult in einem Hörsaal. Sie trägt eine helle Jacke und ein gestreiftes Oberteil. Hinter ihr befindet sich eine große grüne Tafel. Die Personen im Publikum sind nur von hinten erkennbar. Ganz links im Bildrand ist eine Frau mit bräunlichen Haaren und einem Zopf zu erkennen.
In ihrem Impulsvortrag erklärte Prof.in Dr. Melanie Jagla-Franke, dass Prävention ganz klar der Schlüssel im Kampf gegen psychische Belastungen ist. Foto: Martin Fröse
Zu sehen sind sechs Frauen in Yogapositionen. Sie tragen entspannte Kleidung. Eine der Frauen, wahrscheinlich die Yogalehrerin, ist zu den anderen Frauen zugeneigt. Alle Personen stehen auf Yogamatten. Der Raum wirkt freundlich und hell.
Und durchatmen! Kurze Yoga-Sessions gehörten zum Mitmachangebot des Gesundheitstags.
Acht Personen stehen um einen runden Tisch herum. Sie halten jeweils die Arme auf Bauchhöhe, scheinen Atemübungen durchzuführen. Auf dem Tisch liegt eine Akustikgitarre.
Entspannung steht auch beim meditativen Singen im Fokus. Zum „Aufwärmen“ dürfen dabei kleine Lockerungsübungen nicht fehlen.

Organisiert wurde der Aktionstag am 3. Juni vom Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management mit Unterstützung des Steuerkreises Gesunde Hochschule. Studierende und Mitarbeitende hatten die Möglichkeit, sich über mentale Gesundheit zu informieren und verschiedene Gesundheitsangebote kennenzulernen. Die Veranstaltung fand unmittelbar vor dem Hochschultag (HOT) statt. Eröffnet wurde der Gesundheitstag von Rektor Prof. Dr. Gerd Teschke im Hörsaal 1. Im Anschluss gab Prof.in Dr. Melanie Jagla-Franke in einem Impulsvortrag Einblicke in aktuelle Erkenntnisse zur psychischen Gesundheit von Studierenden.

Nicht allein: Psychische Belastungen betreffen viele Studierende

Psychische Belastungen entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Neben körperlichen Voraussetzungen können innere Anforderungen, Umweltbedingungen oder auch die eigenen Ansprüche eine Rolle spielen. Wie relevant das Thema ist, verdeutlichen aktuelle Studien: Deutschlandweit berichten 21,1 Prozent der Studierenden von depressiven Symptomen – das betrifft etwa jede fünfte Person.

Vor diesem Hintergrund stellte Prof.in Dr. Jagla-Franke Ergebnisse einer Datenerhebung vor, die im Sommersemester 2025 gemeinsam an der Hochschule Neubrandenburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt wurde. Ziel war es, Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung und Faktoren wie Prüfungsangst, Schlafqualität und beruflicher Tätigkeit zu untersuchen. Insgesamt berichten 73 Prozent der Teilnehmenden von psychischen Belastungen. Besonders deutlich waren Zusammenhänge mit Prüfungsängsten und Schlafproblemen.

„Prävention ist der Schlüssel“

Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung im Hochschulkontext ableiten. Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen unter anderem Angebote wie Prüfungscoachings sowie Trainings zum Lern-, Selbst- und Zeitmanagement. Darüber hinaus kann die Schlafqualität durch einen bewussten Umgang mit digitalen Medien und eine verlässliche Tagesstruktur verbessert werden. Prävention ist somit ein wichtiger Schlüssel.

Gesundheit aktiv erleben

Passend zum Leitthema bot der Gesundheitstag zahlreiche Möglichkeiten, Gesundheitsförderung unmittelbar zu erleben: beispielsweise in Form von Mitmachangeboten und Schnupperkursen - darunter Meditation, meditatives Singen, Klangtherapie und Yoga. 


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