Ein Messgerät mit Seltenheitswert
Das Messen-Forschen-Prüfen-Institut (MFP-Institut) der Hochschule Neubrandenburg verfügt mit dem Mekometer 5000 über einen der letzten noch funktionierenden hochgenauen Entfernungsmesser weltweit. Hersteller Kern baute es in einer Zeit, in der GPS noch Militärgeheimnis war. Das Instrument erreicht eine Genauigkeit von 0,4 Millimetern pro Kilometer und wird genutzt, um Kalibrierstrecken exakt zu vermessen. Auf diesen Strecken werden Vermessungsgeräte von Behörden und Ingenieurbüros regelmäßig überprüft.
Einladung nach Kostice
Alina Khoptar hatte die Idee zu dieser Reise – und die richtigen Kontakte. Die ehemalige Masterstudentin der Hochschule Neubrandenburg arbeitet heute beim tschechischen Forschungsinstitut für Geodäsie, Topographie und Kartographie (VÚGTK) bei Prag. Sie erinnerte sich an frühere Messkampagnen in Nordostdeutschland, an das alte Mekometer, an die Kollegen. Ihre Einladung, die einzige Kalibrierstrecke Tschechiens im 600-Seelen-Ort Kostice neu zu vermessen, wurde gerne angenommen.
Drei Tage Vermessung & offene Türen im Institut
Nach einem herzlichen Empfang und einer Stadtführung zu Beginn der Woche begannen am Dienstag die Messarbeiten. Bis Donnerstag wurden die Abstände der Pfeiler auf der Kalibrierstrecke mit dem Mekometer 5000 bestimmt. Beteiligt waren neben Alina Khoptar die VÚGTK-Mitarbeiter Jirí Drozda und Jiri Lechner sowie Fred Herntrich vom MFP-Institut und Martin Kiskemper von der Hochschule Neubrandenburg.
Am Donnerstagabend erhielten die Gäste Einblicke in die Kalibrier- und Prüfeinrichtungen des VÚGTK. Das Institut ist in Tschechien unter anderem für die Kalibrierung von Längen- und Winkelmessgeräten sowie von Gravimetern zuständig.









