Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht das Promovieren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Mehrere Menschen stehen und sitzen gemeinsam und miteinander im Gespräch unter einem Sonnensegel. Im Hintergrund befindet sich eine große grüne Hecke, im Vordergrund ist unscharf eine Weinrebe zu erkennen. Am linken Bildrand ist ein Gewächshaus zu erkennen, dessen Tür geöffnet ist.
Bei dem Gartentreff am 6. Juli konnten sich Promotionsinteressierte mit Promovierenden und Ansprechpersonen aus dem Referat Forschung austauschen. Foto: Martin Fröse

Bereits im Sommer 2025 hatte das Wissenschaftsministerium in M-V angekündigt, auch den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) das eigenständige Promotionsrecht zu eröffnen. Die am 3. Juni 2026 verabschiedete Novellierung des Landeshochschulgesetzes legt dafür nun die rechtliche Grundlage. Künftig haben die HAW das Recht, Promotionen eigenständig zu verleihen. Eingegrenzt wird dies auf „forschungsstarke Fachbereiche“, die zu diesem Zweck Promotionszentren bilden können. Die geforderte Forschungsstärke soll durch ein externes, wissenschaftlich ausgewiesenes Gremium festgestellt werden. Gefordert wird zudem eine enge Verknüpfung der Forschung mit der akademischen Lehre.

 

Promotion in Neubrandenburg voraussichtlich ab 2028 möglich

Bis zur Umsetzung des Promotionsrechts sind noch mehrere Schritte erforderlich. Zunächst müssen über eine Landesverordnung die rechtlichen Rahmenbedingungen konkretisiert werden. Darauf aufbauend sind organisatorische und strukturelle Vorbereitungen notwendig, um das Promotionsrecht an der Hochschule umzusetzen und die Verfahren zu etablieren. Die Hochschule wird diesen Prozess in den kommenden Monaten schrittweise vorantreiben. Voraussichtlich in etwa zwei Jahren werden Promotionen an der Hochschule Neubrandenburg möglich sein.

Vernetzung für Promovierende und Promotionsinteressierte

Wissenschaft lebt vom gegenseitigen Austausch, der gemeinsamen Arbeit und dem Lernen voneinander. Deshalb gab es mit dem Referat Forschung und dem Promovierendennetzwerk am 6. Juli einen zwanglosen Austausch im Hochschulgarten hinter Haus 1. Promovierende, Betreuende und Promotionsinteressierte konnten bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen. 

 


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