Erster Statusbericht in Rostock
Beim ersten Statusseminar des Forschungsprojekts „KI‑Tierwohl“ am 7. Juli 2026 in Rostock präsentierte die Arbeitsgruppe um Professorin Dr. Lisa Bachmann den aktuellen Stand ihres Arbeitspakets. Im Mittelpunkt steht die Etablierung einer automatisierten Erkennung von Tierwohl und Tiergesundheit auf Basis von Sensordaten sowie der Aufbau eines Monitoringsystems zur betrieblichen Eigenkontrolle im Sinne des § 11 des Tierschutzgesetzes. Ziel ist es, das Tierwohl in Milchviehbeständen gezielt zu verbessern.
Sensordaten, KI und ein Monitoring für die Praxis
Konkret geht es darum, Sensortechnologien mit tierbezogenen Indikatoren zu verbinden und damit tierwohlrelevante Muster zuverlässig zu erfassen. Die Daten sollen helfen, Tierwohl in Dimensionen wie Tiergesundheit, Verhalten und (im Rahmen der Indikatoren) auch in Bezug auf mögliche Hinweise auf emotionale Zustände automatisiert zu klassifizieren. So kann die Beobachtung der Tiere systematischer werden – und der Aufwand für Bewertungen in der Praxis sinken.
Grußwort aus der Hochschulleitung
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte auch die Prorektorin für Forschung, Wissenstransfer und internationale Beziehungen, Professorin Dr. Luzia Valentini. In ihrem Grußwort hob sie die Bedeutung des Projekts und den wissenschaftlichen Austausch im Verbund hervor – insbesondere mit Blick darauf, wie neue Technologien praxisnah zur Verbesserung von Tierwohl beitragen können.
Hochschule Neubrandenburg setzt Zeichen
Die Hochschule Neubrandenburg war mit einem ausschließlich aus Frauen bestehenden Team vertreten und setzte somit erneut ein sichtbares Zeichen für die Präsenz von Frauen in der Forschung.
„KI‑Tierwohl“ ist als anwendungsorientiertes Verbundvorhaben angelegt: 2025 gestartet und bis 2029 vorgesehen, entwickelt es
im Zusammenspiel von KI‑Methoden, Bildanalyse, Bioakustik und Sensorik objektive, automatisierte Verfahren zur Tierwohlerkennung – mit dem Anspruch, langfristig auch hard‑ und softwareseitig nutzbare Lösungen für Forschung und Landwirtschaft bereitzustellen. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des EFRE‑Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg‑Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).









