„Ich wollte mehr verstehen – nicht nur mitarbeiten“
René hat zwar kein Abitur, dafür eine Menge Praxiserfahrung vorzuweisen: Erst intensive Arbeit in der Diätassistenz, später in der klinischen Pflege in Malchin. Doch ihm wurde bewusst, dass ihm für Führungsaufgaben das theoretische Fundament fehlte. Die Lösung: Das Studium „Management und Versorgung in Gesundheit und Pflege“ (MVP). Für ihn besonders wichtig: Es muss berufsbegleitend und heimatnah sein.
Der Einstieg lief 2024 über die Zugangsprüfung in Neubrandenburg. Im Interview erzählt er, was er im schriftlichen Teil der Prüfung vier Stunden lang auf Papier brachte: „Es ging nicht vorrangig um Faktenwissen, sondern darum, Gedanken zu entwickeln und Lebenserfahrung einzubringen.“ Sein Tipp: ernst nehmen, vorbereitet sein – aber keine Panik.
Warten, hoffen, weitermachen
Nach der schriftlichen Prüfung folgte die mündliche Prüfung: persönlicher, lockerer, mit Fokus auf die eigene Motivation und den bisherigen Werdegang. Auch hier konnte sich René beweisen, also folgte im Anschluss ein Zeugnis, mit dem er sich in seinen Studiengang MVP einschreiben konnte.
„Hart, aber machbar“ – berufsbegleitend studieren
Neben seinem Dienst absolviert er nun, jeweils eine Woche im Monat, seine Präsenz in der Hochschule – es sind mitunter lange Tage und viel Eigenarbeit. „Es ist hart, aber machbar“, so der Darguner. Im Gespräch betont er die Unterstützung durch die Hochschule und seinen Arbeitgeber. Flexibilität und Organisation sind entscheidend, besonders für Studierende mit Familie.
Aha-Momente: „Plötzlich ergibt alles Sinn“
Im Studium geht es um mehr als Pflege: Gesundheitspolitik, Finanzierungssysteme, Strukturen im Gesundheitswesen. „Man versteht plötzlich, warum Dinge so laufen – das hilft enorm im Job.“
René berichtet vom Start. Vor allem das wissenschaftliche Arbeiten sei für ihn neu und herausfordernd gewesen. „Aber wie Fahrradfahren – irgendwann läuft’s.“ Heute, kurz vor dem Abschluss, ist René sicher: Er würde den Weg wieder gehen. Mehr Wissen bedeute eben auch mehr Sicherheit und neue Perspektiven im Beruf.








