Hochschulentwicklung neu denken: ARCHIPEL an der Spree beim University:Future Festival

Zwei lächelnde Frauen stehen am Ufer der Spree in Berlin und halten ihre farbigen Namensschilder in die Kamera. Die Frau rechts macht ein Selfie und trägt ein weißes ärmelloses Oberteil, die Frau links ein rot-weiß gestreiftes Kleid. Im Hintergrund sind das Wasser, moderne Gebäude und der Berliner Fernsehturm unter einem sonnigen Himmel mit vielen Wolken zu sehen.
Gemeinsam auf dem University:Future-Festival: Verena Minge und Fabienne Urmoneit (v. l. n. r.) vor der Berliner Spree mit Blick auf die Oberbaumbrücke. Foto: privat
Ein Mann im blauen Anzug steht auf einer Bühne und spricht zum Publikum. Hinter ihm hängen große Banner in den Farben Pink, Orange und Gelb des University:Future Festivals. Rechts zeigt ein Bildschirm den Programmpunkt „Eröffnung University:Future Festival 2026 – Tag 2“ mit dem Namen des Redners. Im Vordergrund sitzen zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Über der Bühne hängen Scheinwerfer und eine Discokugel.
Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk eröffnete den zweiten Tag des University:Future Festival 2026 vor einem gut besuchten Publikum.

Am 22. und 23. Juni veranstaltete die Stiftung Innovation in der Hochschullehre erneut das University:Future Festival, verteilt über mehrere Standorte in ganz Deutschland. ARCHIPEL war bei der größten Veranstaltung zur Zukunft der akademischen Bildung selbstverständlich mit dabei und nahm sowohl in Berlin als auch online aus Neubrandenburg an Workshops, Keynotes sowie interaktiven Diskussionsrunden teil. Die Atmosphäre war geprägt von Innovationsfreude, Austausch und Aufbruchsstimmung.

 

Praxisnahe Ideen und flexiblere Prüfungen

Besonders wertvoll waren Einblicke in Themen, die direkt an die Arbeitspakete von ARCHIPEL anknüpfen. So verfolgte das Team eine Gesprächsrunde zu Orientierungsstudienprogrammen, in der Studierende verschiedener Hochschulen ihre Erfahrungen teilten. Dabei konnten auch verbreitete Vorbehalte – etwa zur BAföG-Förderfähigkeit – ausgeräumt werden.

Im Workshop zu Prüfungsformaten der Zukunft diskutierte das ARCHIPEL-Team gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden die Idee, Prüfungstermine stärker zu flexibilisieren, um individuelle Lernwege auch zeitlich besser zu unterstützen. Andere Hochschulen berichteten von Modellen, in denen sie für einzelne Module digitale Prüfungssets mit unterschiedlichen Aufgaben entwickelten. Sobald Studierende die Prüfung starten, wird für sie eine zufällige Auswahl daraus zur persönlichen Klausur zusammengestellt. Dies bildet die Grundlage für die zeitliche Flexibilisierung: Mit einer passenden organisatorischen und technischen Infrastruktur könnten Studierende künftig selbst entscheiden, wann sie prüfungsbereit sind. Perspektivisch wäre in einem Hochschulverbund sogar eine freie Wahl des Prüfungsortes denkbar.

 

Erfolgsmodell Peer-Beratung

In Gesprächen zwischen den Programmpunkten kamen die sehr positiven Erfahrungen mit Peer-Beratung anderer Hochschulen zur Sprache. Erfahrene Studierende begleiten Studienanfänger*innen in den ersten Semestern und werden dabei von Coaches im Rahmen eines curricular verankerten Moduls unterstützt. An der FH Potsdam konnte ermittelt werden, dass sich intensive Beratung positiv auf den Studienverlauf im Rahmen der Studienordnung auswirkt. 

Mit zahlreichen Inspirationen im Gepäck kehrte das ARCHIPEL-Team nach Neubrandenburg zurück, um hier die gewonnen Ideen gemeinsam zu diskutieren und weiterzudenken. 


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