Die NØRD versteht sich als Treffpunkt der digitalen Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Fachmesse in Rostock stellen Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Hochschulen, Verwaltungen und weitere Organisationen Arbeiten und Projekte vor, die die Digitalisierung im Land maßgeblich voranbringen können. Die Messe dient insbesondere dem fachlichen Austausch und bietet Vorträge, Workshops sowie Ausstellungen zu unterschiedlichen Themenfeldern.
Virtual Reality für zukünftige Lehrkräfte
Ende Mai war die Hochschule Neubrandenburg mit einem eigenen Stand auf der diesjährigen NØRD vertreten und zeigte zwei Exponate aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Einer der Schwerpunkte: VR-Anwendungen für die berufliche Lehrkräftebildung in den Fachrichtungen Pflege und Sozialpädagogik. Besucherinnen und Besucher konnten in unterschiedliche Situationen eintreten und diese per VR-Brille aus einer unmittelbaren Perspektive erleben. So war es beispielsweise möglich, sich in einem typischen Umfeld der pädagogischen Arbeit wiederzufinden – etwa inmitten spielender Kinder in der Nähe einer pädagogischen Fachkraft. Die fachliche Leitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Matthias Müller. Am Messestand betreuten Clara Ellen Schmidt, Geschäftsführerin des Hochschulzentrums für berufliche Lehrkräftebildung, und Marius Drachholtz (Projekt ARCHIPEL) die Präsentation.
Der digitale Zwilling für Weiterentwicklungen in der Industrie
Ein weiteres Exponat war die Simulationssoftware Factory I/O, die mit einer industriellen Steuerung (SPS) verbunden ist. Die Anwendung wird in Lehrveranstaltungen an der Hochschule Neubrandenburg eingesetzt. Mit ihr können Studierende Produktions- und Verpackungsprozesse, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie, virtuell planen, testen und optimieren. Auch die dazugehörigen Steuerungen lassen sich entwickeln und unter realitätsnahen Bedingungen erproben. Darüber hinaus eignet sich die Software für die Erstellung eines „digitalen Zwillings“, also eines virtuellen Abbilds einer realen Anlage. Dadurch kann sie nicht nur in der Planungsphase, sondern auch für den späteren Betrieb und die Weiterentwicklung von Anlagen genutzt werden.
Betreut wird dieses Projekt von Prof. Dr.-Ing. Volker Scheuerle und Prof. Dr.-Ing. Heralt Schöne. Auf der Messe stellte Projektmitarbeiter Fridolin Lüdemann, der das gezeigte Beispiel selbst programmiert hat, die Anwendung den Besucherinnen und Besuchern vor.









