Hochschule Neubrandenburg bringt Expertise in EU-gefördertem Forschungsprojekt zu Biokraftstoffen ein

Personen mit gelben Warnwesten stehen vor einer Biogasanlage. Einige Personen filmen und fotografieren mit ihren Smartphones.
Die Teilnehmenden des EU-geförderten Projekts besichtigten eine Biogasanlage in Torgelow. Die enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis ist ein zentraler Bestandteil von „OrgWaste2Fuel“. Foto: Dominique Cîrstea/NDR

Die Hochschule Neubrandenburg beteiligt sich am grenzüberschreitenden Forschungsprojekt „OrgWaste2Fuel“, das innovative Verfahren zur Herstellung von Biokraftstoffen aus organischen Reststoffen untersucht. Im Mittelpunkt stehen Mist, Gras, Grünschnitt sowie Bioabfälle aus Haushalten und Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion, aus denen Biomethan und Biomethanol für eine nachhaltige Energieversorgung gewonnen werden sollen. Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Energiewende im Nordosten Deutschlands zu leisten.

Projektauftakt in Pasewalk stärkt grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Zum offiziellen Projektauftakt kamen deutsche und polnische Projektpartner*innen sowie weitere Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis in Pasewalk zusammen. Polnische Vertreter*innen und Vertreter*innen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg tauschten sich dort über Forschungsansätze, regionale Potenziale und die nächsten Arbeitsschritte aus. Das Treffen markierte den Start der gemeinsamen Forschungsarbeiten und unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Bioökonomieregion.

Neubrandenburger Professor bringt fachliche Kompetenz ein

Prof. Dr. Heralt Schöne von der Hochschule Neubrandenburg arbeitet innerhalb des Projekts insbesondere an der Frage, wie Biokraftstoffe aus landwirtschaftlichen Reststoffen wirtschaftlicher hergestellt werden können. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung bestehender Verfahren, um die Kosten zu senken und einen späteren Einsatz in der Praxis zu ermöglichen. 

Starke Partnerschaft aus Wissenschaft und Praxis

Koordiniert wird das Projekt von der Hochschule Stralsund. Weitere Partner*innen sind unter anderem die Westpommersche Technische Universität Stettin (Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie) sowie Unternehmen aus Land- und Energiewirtschaft, darunter Betreiber*innen großtechnischer Biogasanlagen. Die enge Zusammenarbeit mit der Praxis ist entscheidend, um reale Betriebsdaten zu gewinnen und die Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf größere Anlagen sicherzustellen.

EU-Förderung als Grundlage für dreijähriges Vorhaben

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt verfügt über ein Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Euro und wird zu 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Die Förderung unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für nachhaltige Energiegewinnung, regionale Wertschöpfung und den effizienten Umgang mit organischen Reststoffen.


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