Von April 2024 bis März 2026 lief an der Hochschule Neubrandenburg das Projekt „VR-Supervision“. Das Projekt untersuchte, wie sich Virtual Reality sinnvoll in Studium, Lehre und Unterricht an beruflichen Schulen integrieren lässt. Besonders im Fokus standen praxisnahe Lernumgebungen für die berufspädagogischen Studiengänge „Lehramt an beruflichen Schulen“ mit den Fachrichtungen Pflege und Sozialpädagogik und den dazugehörigen Ausbildungsgängen der beruflichen Schulen. Doch wie geht es nun weiter?
Bei der Abschlussveranstaltung stellte das Projektteam seine Ergebnisse vor. Hochschulangehörige aus verschiedenen Fachbereichen nutzten am 11. März die Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen und die VR-Technik sowie die entwickelten VR-Szenarien selbst auszuprobieren.
Für das Projekt standen insgesamt 20 VR-Brillen sowie umfangreiche Produktions- und Aufnahmetechnik zur Verfügung. Doch das Ziel ging weit über neue Geräte hinaus. Das Team wollte zeigen, wie Virtual Reality Lernen verändern kann. Die entwickelten Konzepte sollten testen, wie sich VR in Lehrveranstaltungen der berufspädagogischen Studiengänge und in den Unterricht an beruflichen Schulen integrieren lässt und gleichzeitig Medienkompetenz stärken, den Transfer zwischen Theorie und Praxis verbessern sowie Selbstreflexion und Empathie fördern.
Brille auf, Pflegesituation an – 29 Szenarien führen in den pädagogischen und pflegerischen Alltag
In den zwei Projektjahren entwickelte das Team insgesamt 29 immersive Szenarien für Pflege und Sozialpädagogik. Diese wurden konzipiert, gefilmt und für die Nutzung mit VR-Brillen aufbereitet. Die Themen orientieren sich an realen beruflichen Situationen. Dazu gehören Elterngespräche, der Umgang mit Demenzpatient*innen, ein Koma-Szenario im Pflegekontext sowie typische Situationen aus dem Alltag in Kindertageseinrichtungen oder auf dem Spielplatz. Einige dieser Inhalte sollen künftig auch als frei zugängliche Open Educational Resources inklusive didaktischem Begleitmaterial veröffentlicht werden.
VR selbst erleben auf der Abschlussveranstaltung
Die Gäste konnten zwei der entwickelten Szenarien direkt ausprobieren. Dafür arbeiteten sie in Tandems zusammen. Eine Person erlebte die Situation mit der VR-Brille, während die andere das didaktische Begleitmaterial nutzte. Anschließend wechselten die Rollen. Das Format zeigte, wie intensiv virtuelle Lernräume wirken können. Situationen werden nicht nur theoretisch besprochen, sondern direkt erlebt und anschließend reflektiert.
Der anschließende Austausch brachte auch neue Ideen hervor. Es wurde diskutiert, wie die Technik langfristig, auch nach Projektende, zugänglich bleiben kann. Eine mögliche Lösung wäre eine hochschulweite VR-Community.
Die Erfahrungen zeigen immerhin deutlich, welches Potenzial Virtual Reality für praxisnahes Lernen bietet.









