Bundesweite Diskussion zur Nachwuchsförderung an Hochschulen

Zu sehen ist ein großer blauer Konferenzraum. Vor einem sitzenden Publikum steht eine Frau an einer Präsentation mit dem Titel "Peer-to-peer Austausch in verschiedenen Kleingruppen".
Die Konferenz lud auch Vertreter*innen der Hochschule Neubrandenburg nach Bonn ein. Foto: Kathrin Schult
Zu sehen ist die Außenansicht des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt in Bonn. Das Haus hat mindestens zehn Stockwerke, viele Fenster und ist in L-Form gebaut. Vor dem Haus wehen eine Europaflagge und eine Deutschlandflagge.
Außenansicht des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt in Bonn. Foto: Kathrin Schult

Vertreter*innen aus Hochschulleitungen, Wissenschaftsmanagement und Projekten des Förderprogramms FH Personal diskutierten dort aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus der Praxis. Im Mittelpunkt standen Themen wie strategische Personalplanung, Nachwuchsförderung, Internationalisierung von Berufungsverfahren sowie neue Ansätze im Recruiting.
 

Hochschule Neubrandenburg als einzige HAW aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten

Die Hochschule Neubrandenburg ist die einzige Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern, die am Bund-Länder-Förderprogramm FH Personal teilnimmt. Im Rahmen des Projekts setzt die Hochschule einen besonderen Schwerpunkt auf die Qualifizierung wissenschaftlichen Nachwuchses für eine spätere Professur

Insgesamt vier Promovierende werden über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert, um ihre Promotion abzuschließen und sich gezielt auf eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften vorzubereiten. Einige der Geförderten stehen inzwischen kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion.

 

Große Herausforderungen durch Generationenwechsel

Hochschulen für angewandte Wissenschaften stehen in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. So wird erwartet, dass rund 44,5 % der Professorinnen und Professoren an FH/HAW zwischen 2024 und 2033 das Pensionsalter erreichen. Gleichzeitig besteht in vielen Fachgebieten weiterhin ein hoher Bedarf an qualifizierten Bewerber*innen für Professuren. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine strategische Personalentwicklung zunehmend an Bedeutung. Programme wie FH Personal unterstützen Hochschulen dabei, neue Strukturen und Instrumente für die Gewinnung und Entwicklung von wissenschaftlichem Personal zu erproben.

Neue Wege der Rekrutierung und Karriereentwicklung

Auf der Konferenz wurden zahlreiche Ansätze vorgestellt, mit denen Hochschulen ihre Berufungs- und Rekrutierungsprozesse weiterentwickeln. Dazu gehören unter anderem klar strukturierte, transparente Berufungsverfahren und stärkere Digitalisierung von Bewerbungs- und Auswahlprozessen. Zudem wurden neue Modelle wie Tandemprofessuren oder Talent-Track-Programme diskutiert, die Nachwuchswissenschaftler*innen den Einstieg in eine Professur erleichtern können.

 

Perspektiven für die Zeit nach dem Förderprogramm

Das Förderprogramm FH Personal läuft zunächst bis 2027. Auf der Konferenz gab Staatsekretär Magnus Milde einen ersten Ausblick auf mögliche Perspektiven danach. Demnach wird bereits an einem Folgekonzept gearbeitet. Für HAW wie die Hochschule Neubrandenburg ist diese Perspektive besonders wichtig. Die im Rahmen von FH Personal aufgebauten Strukturen zur Nachwuchsförderung und Personalentwicklung könnten so langfristig weitergeführt und weiterentwickelt werden.


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