25 Jahre Geoinformatik in Neubrandenburg: Wie Geodaten helfen unsere Zukunft zu gestalten

In einem Hörsaal spricht eine Person zu den Anwesenden. Der Moderator trägt einen förmlichen, dunkelblauen Anzug. Hinter ihm erscheint eine Präsentation mit dem Titel „GeoSymposium 2026“.
Zur Eröffnung der zweitägigen Fachtagung am Montagvormittag begrüßte Prof. Dr. Frank Günther die Anwesenden im Hörsaal 5. Foto: Martin Fröse
Das Foto zeigt einen Messestand des Unternehmens „Laser Scanning Europe“. Ein Mann sitzt an einem Laptop. Vor ihm ist ein Monitor zu sehen, der das Wort „Modellierung“ aufzeigt.
Bei der Firmenschau im Haus 2 präsentierten sich verschiedene Unternehmen, mit denen sich die Gäste vernetzen konnten. Foto: Martin Fröse
Ein Gruppenfoto. Auf einer hohen Treppe nehmen viele Menschen für ein Gruppenfoto Platz. Sie lächeln freundlich in die Kamera. Die Personen sind vorrangig förmlich gekleidet.
Innenminister Christian Pegel (links außen) begrüßte die Veranstaltung: „Geodaten sind der Schlüssel für Verwaltung und Sicherheit.“

Vom Nischenfach zur Zukunftskompetenz

Vieles von dem, was heute im Privat- und Berufsleben selbstverständlich wirkt, wurde vor 25 Jahren als wichtiger Zukunftstrend erkannt und erforderte einen mutigen Schritt: Die Hochschule Neubrandenburg gehörte zu den ersten Standorten in ganz Deutschland, an denen Geoinformatik studiert werden kann. Seitdem hat sich das Fach zu einer zentralen Disziplin entwickelt, die überall dort gefragt ist, wo Daten mit Raumbezug eine Rolle spielen.

Bereits in den 1990er-Jahren wurde mit dem Studiengang Vermessungswesen der Grundstein gelegt. Es folgten weitere moderne Studienangebote wie Geoinformatik und später Geodäsie und Messtechnik sowie ein international ausgerichteter Master in Geomatik. 

GeoSymposium 2026: Treffpunkt für Innovation und Austausch

Zum Jubiläum wurde der Campus zum Zentrum für über 140 Expert*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Fachbehörden und Politik, sowie Studierenden, auch anderer Hochschulen und Universitäten. Bei der Konferenz GeoSymposium 2026 drehte sich zwei Tage lang alles um die Frage, wie Geodaten dabei helfen unsere Welt allgemein verständlicher, im Detail sicherer und durch faktenbasierte Entscheidungen einfacher zu machen.

Christian Pegel, Innen- und Bauminister von Mecklenburg-Vorpommern, besuchte ebenfalls die Konferenz und betonte in seiner vielbeachteten Rede, wie wichtig aktuelle und genaue Geoinformationen für Verwaltung und Gesellschaft sind. Besonders hob er hervor, dass Geoinformatik heute eine vielseitige Schlüsseltechnologie ist. Sie bietet gute Chancen für Unternehmensgründungen und spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von Fachkräften. In diesem Zusammenhang kommt der Hochschule Neubrandenburg eine große Bedeutung zu.

Warum Geodaten immer wichtiger werden

In einer komplexen und vernetzten Welt müssen Zusammenhänge sichtbar und messbar gemacht werden, um mit informierten Entscheidungen auf Veränderungen reagieren zu können. Ob bei Extremwetterlagen, im Versicherungswesen, in der Stadtplanung und im Umweltschutz oder auch bei Marketingkampagnen und der Standortwahl für einen neuen Supermarkt – ohne aktuelle und präzise Geodaten funktioniert vieles nicht wirklich gut.

Diese Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten der Geoinformatik wurde auf dem GeoSymposium mit mehr als 25 Fachvorträgen und einem Dutzend Firmenausstellern deutlich. Die Themen reichten von 3D-Geodaten und Geothermie, satellitenbasiertem Umweltmonitoring und dem Einsatz von KI. Gesprochen wurde zudem über Landesvermessung und Liegenschaftskataster, sowie über Präzisionslandwirtschaft und Küstenschutz – alles Anwendungsfelder, die für Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus von großer Bedeutung sind. An der Hochschule Neubrandenburg werden die dafür notwendigen Kompetenzen in den Studiengängen Geodäsie und Geoinformatik an die Fachkräfte von morgen vermittelt - in einem modernen Umfeld und am Puls der Zeit. Das GeoSymposium 2026 untermauerte dies.  


Zurück zu allen Meldungen