Kompetenzen

Das Gesundheitswesen steht vor tief greifenden Veränderungen. Es ergeben sich vielfältige Chancen dieser personalintensiven Dienstleistungsbranche. Unser Ziel ist es, diese Potentiale in Forschung und Lehre zu dokumentieren und die Qualität und Wirtschaftlichkeit innovativer Versorgungsformen zu evaluieren. Das Institut will einen Beitrag zur Ausgestaltung dieser Gesundheitswirtschaft mit Hilfe der Anwendung von Instrumentarien der Gesundheitsökonomie leisten. Dabei stehen die einzelnen Akteure des Gesundheitswesens unter Betrachtung ihrer Ziele und deren Zusammenspiel im Gesamtsystem unserer Forschung.


Die gesundheitsökonomische Forschung fokussiert im Allgemeinen die folgenden Fragestellungen:

  • Produktion: Wie werden Gesundheitsgüter produziert?
  • Allokation: Welche Gesundheitsgüter werden eingesetzt?
  • Distribution: Wie werden die Gesundheitsgüter verteilt?

Auf Basis dieser Überlegungen unterteilt sich die Forschungskonzeption des Instituts Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement in die folgenden vier Arbeitsgebiete: 

Gesundheitsökonomie

  • Entscheidungstheorie
  • Nutzentheorie
  • Verhaltenstheorie
  • Theorie unvollständiger Verträge (Verfügungsrechte, Transaktionskostentheorie)
  • Wohlfahrtstheorie
  • Spieltheorie
  • Theorie des Marktversagens und Staatsversagens

 

Gesundheitssystemforschung

  • Gesundheitswirtschaft: Trend- und Marktanalysen, Innovationsfelder
  • Demographie, Morbidität und Ausgabenentwicklung
  • Finanzierung von Gesundheitsleistungen: Reformoptionen der Mittelaufbringung
  • Organisation der Gesundheitsversorgung: Reformoptionen der Mittelverwendung - Managed Care und Integrierte Versorgung
  • internationaler Gesundheitssystemvergleich: Vergleich staatlicher, marktwirtschaftlicher Gesundheitssysteme und Sozialversicherungssysteme
  • Simulation von Gesundheitssystemen und evidenzbasierte Gesundheitspolitik (Multi-Agenten-Modelle und kybernetische Simulation)

Versorgungsforschung

  • Bedarf und Vergütung: morbiditätsorientierter Ärztebedarf und innovative Vergütungsinstrumente (Capitation, Fallkomplexpauschalen, Fallpauschalen, Risikoadjustierung)
  • Management der Gesundheitsversorgung: Disease Management, Case Management, Utilization Management und Qualitätsmanagement
  • innovative Versorgungsformen: Einsatz von I+K-Technologien im Gesundheitswesen (eHealth, ePatientenakte, eMonitoring)
  • Krankenhausmanagement: Outsourcing, Einweisungs- und Entlassungsmanagement, Wirtschaftlichkeitsanalysen

Evaluationsforschung

  • Gesundheitsökonomische Evaluation und Wirtschaftlichkeitsanalysen: Krankheitskosten-, Kosten-Nutzen-, Kosten-Wirksamkeits-, Kosten-Nutzwert-Studien
  • Entscheidungsanalyse im Gesundheistwesen: Modellierung von Erkrankungsmodellen mit Hilfe von softwarebasierten Entscheidungssystemen (Data TreeAge)
  • Evaluation von Versorgungsprogrammen: Patienten-, Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenbindung, Kundenloyalität, Effizienz-Studien (Data-Envelopment-Analysis)
  • Lebensqualität: Erfassung und Bewertung
  • betriebswirtschaftliche Bewertungsverfahren: return on investment, total value of ownership, total cost of ownership, real options