Vergleich des Silierverlaufes bei Mais- und Grassilagen aus frisch einsiliertem und aus zuvor eingefrorenem Material

In diesem Projekt wurde nachgewiesen, dass es möglich ist, Mais- und Grassilagen im Rahmen von Untersuchungen zum Silierverlauf oder zur Silagequalität nicht nur aus frischem Material herzustellen, sondern alternativ aus zuvor eingefrorenem und wieder aufgetautem Material. Damit können beim Anlegen von Silierversuchen Arbeitsspitzen in der Erntezeit vermieden werden.

Versuchsdurchführung
Gehäckselter Silomais und angewelktes Gras wurden frisch sowie nach dem Einfrieren und schonendem Auftauen in Gläser einsiliert. Von den Silagen wurden während des Silierverlaufes die Gehalte an Milch-, Essig- und Buttersäure sowie pH-Wert, Gärverlust und die Sensorischen Eigenschaften nach jeweils 1, 4 und 6 Wochen bestimmt. Die Gehalte an Trockensubstanz, Stärke (bei Mais), Zucker, Rohasche, Neutraler (Mais) und Saurer (Gras) Detergentienfaser, Rohfett, Rohprotein, Enzymlöslicher Organischer Substanz sowie Energie  wurden zusätzlich auch vom Ausgangsmaterial erfasst.
Die Untersuchungen wurden 2009 und 2012 durchgeführt.   

Ergebnisse:

  • Es zeigten sich keine Unterschiede im Nährstoff- und Gärsäuregehalt zwischen frisch und zuvor gefrorenem Material.
  • Beim Einsilieren von gefrorenem und wieder aufgetautem Silomais kommt es zu verstärktem Saftaustritt, weshalb die Gläser nicht voll befüllt werden dürfen. Eine ausreichende Verdichtung kann trotzdem gewährleistet werden.
  • Maissilage aus zuvor gefrorenem Silomais wurde sensorisch schlechter bewertet als frisch silierter Mais.