Vom Seminar direkt in die Praxis: Studierende werden zu Fachkräften für Suchtprävention

Sieben der zwölf Studierenden unseres Fachbereiches. (Foto: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)
Unsere Studierenden im Einsatz zur Prävention von Tabak- und Alkoholkonsum. (Foto: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)
Einblick in eine Station. (Foto: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

Im Sommersemester 2026 haben sich erstmals 12 Studentinnen unseres Fachbereiches Gesundheit, Pflege, Management zu Suchtpräventionsfachkräften qualifiziert. Das neue Seminar verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit konkreter Praxiserfahrung und ermöglicht den Studierenden, bereits während ihres Studiums aktiv in der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen mitzuwirken.

Entwickelt und durchgeführt wurde das Lehrangebot in Kooperation zwischen Pia Ludwig, Koordinatorin für Suchtprävention im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Prof. Dr. Susanne Hartung aus unserem Fachbereich sowie den regionalen Suchtberatungsstellen. Die Umsetzung dieses Projekts wurde durch die Förderung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht.

Ziel war es, Studierenden frühzeitig Einblicke in die praktische Präventionsarbeit zu ermöglichen und gleichzeitig das Angebot qualifizierter Suchtprävention an Schulen in der Region zu stärken.

Im Seminar beschäftigten sich die Studierenden zunächst mit den Grundlagen von Sucht, Suchtentwicklung und wirksamer Prävention. Anschließend lernten sie wissenschaftlich fundierte Präventionsprogramme zu Cannabis, Tabak und Alkohol kennen. Das Besondere: Das Gelernte bleibt nicht nur Theorie. Unter fachlicher Begleitung führten die Studierenden erste Präventionsangebote direkt an Schulen durch und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen im Kontakt mit Schülerinnen und Schülern.

Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls können die Studierenden während ihres weiteren Studiums eigenständig Präventionsveranstaltungen an Schulen durchführen. Dabei unterstützen sie Kinder und Jugendliche dabei, sich kritisch mit Suchtmitteln auseinanderzusetzen und gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen.

Die Qualifikation ist auch mit Blick auf den späteren Beruf wertvoll. Die erworbenen Kenntnisse in Prävention, Gesundheitsförderung, Kommunikation und praktischer Arbeit mit Zielgruppen können die angehenden Gesundheitswissenschaftlerinnen in unterschiedlichen Berufsfeldern einsetzen.

Damit ist klar: Studierende sammeln wertvolle Praxiserfahrung und erweitern ihr berufliches Profil – gleichzeitig wird die Suchtprävention in Schulen und in der Region nachhaltig gestärkt.

Nach dem erfolgreichen Start ist vorgesehen, die Qualifizierung als wiederkehrendes Modul zu etablieren und damit weiteren Studierenden die Möglichkeit zu geben, bereits im Studium praktische Verantwortung in der Gesundheitsförderung zu übernehmen.


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