Forschung
Prof.in Dr.in Lisa Yoshodhara Haller
Der Fokus meiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der Organisation und Transformation wohlfahrtsstaatlicher Sicherungssysteme – insbesondere der Familienpolitik, der Finanzierung sozialer Dienste und der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsanalyse. Mich interessiert, wie soziale Dienste als Instrumente angewandter Sozialpolitik wirken und welche Wechselwirkungen zwischen den ökonomischen Logiken kapitalistischer Wirtschaft, politischer Steuerung und der Organisation des Familienalltags bestehen.
Die Vermittlungszusammenhänge zwischen staatlicher Steuerung, ökonomischen Strukturen und scheinbar privaten Alltagsentscheidungen sichtbar zu machen – und damit die Individualisierung gesellschaftlicher Problemlagen zu hinterfragen – verstehe ich als zentrale Aufgabe sozialwissenschaftlicher Forschung.
Ausgewählte Forschungs- und Transferprojekte
- KKK – Körper, Kinder, Kassensturz. Handlungsempfehlungen für die Umsetzung des Koalitionsvertrags, Projektkoordination, 2023: Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung
- GKJV – Gleichstellungsorientierte Kinder- und Jugendhilfe Vorarlberg. Konzeptualisierung eines Beratungsinstruments zur Sensibilisierung von Multiplikator*innen, Projektleitung, 2022: FEMAIL Vorarlberg
- GDG – Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“, Wissenschaftliche Mitarbeit, 2019–2020: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Frankfurt am Main
- MOM – „Macht und Ohnmacht der Mutterschaft. Die geschlechterdifferente Regulierung von Elternschaft im Recht, ihre Legitimation und Kritik aus gendertheoretischer Sicht“, Projektkoordination, 2017–2018: Institut für Sozial- und Organisationspädagogik (SOP), Stiftung Universität Hildesheim
- GAgS – Gemeinschaftliche oder Alleinausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge? Ein internationaler Vergleich der Rechtsregeln und ihr Einfluss auf die Verhandlungsmacht, Wissenschaftliche Mitarbeit, 2017–2018: Institut für Sozial- und Organisationspädagogik (SOP), Stiftung Universität Hildesheim
- CMP – „Child Maintenance Policies, Shared Care and New Family Commitments“, selbstständige Durchführung des deutschen Teilprojekts, 2017: University of Turku, Finland
- JEAP – „Junge Erwachsene zwischen Aktivierung und Prekarisierung – Institutionelle Interventionen und biografische Verarbeitungen im Wohlfahrtsstaat“, Promotion, 2009–2013: Universität Kassel
- LAA – Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Liebe, Arbeit, Anerkennung – Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren“, studentische Mitarbeit (HiWi), 2008: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin