Lehre (Sommersemester 2026)
- Beobachtung und Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
- Konzeptentwicklung
- Forschungscolloquium zur BA-Arbeit
- Kommunikation innerhalb und außerhalb pädagogischer Institutionen
- Grundlagen des Diversity- und Inklusionsansatzes
- Spiel
- Grundlegende Analysemethoden der qualitativen Sozialforschung
Projekte (laufend)
- Reflexives Fallverstehen (ReFa) (Hochschulinterne Forschungsförderung 2026)
- Mitarbeit im Kooperationsprojekt "Netzwerke zur Intensivierung inklusiver und vielfaltsorientierter Begabungs- und Begabtenförderung in Niedersachsen" (Netz-In), Kooperationspartner: Institut für Theorie und Empirie des Sozialen (ITES) - Werkstatt für sozialpädagogisches Denken und KARG STIFTUNG (2021-2026)
- Mitglied im "Netzwerk kindheitspädagogische Hochschuldidaktik" (NetKiD)
Projekte (abgeschlossen)
- Evaluation im Projekt „Kita der Zukunft M-V - Entwicklung eines Qualitätsrahmens und eines Zertifizierungsprozesses im partizipativen Prozess mit Kitas aus M-V“ - Über.Morgen gGmbH (2024-2025)
- Kooperative Ausgestaltungsprozesse von Professionellen in der inklusiven Kindertageseinrichtung (KAPri-K) (Hochschulinterne Forschungsförderung 2024)
Publikationen:
Zehbe, K. (2025): Einrichtungsinterne Kooperationsanliegen von Leitungen in inklusiven Settings. Blogbeitrag auf diversekindheiten.de.
- Mitarbeit im BMBF-Projekt „Begleitung von inklusiven Übergangsprozessen in Elterngesprächen“ (BeikE) an der Stiftung Universität Hildesheim, Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen, Projektleitung: Prof. Dr. Peter Cloos (2018-2021)
Abschlusspublikation:
Krähnert, I./Zehbe, K. /Cloos, P. (2022): Polyvalenz und Vulneranz. Empirische Perspektiven auf inklusionsorientierte Übergangsgestaltung in Elterngesprächen. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.
Arbeitsbroschüre:
Zehbe, K./Krähnert, I./Cloos, P. (2021): Elterngespräche und die Gestaltung von (inklusionsorientierten) Übergängen in Kindertageseinrichtungen. Hildesheim: Universitätsverlag.
- Dissertationsprojekt "Individuelle Förderung als pädagogisches Programm der frühkindlichen institutionellen und inklusiven Bildung" an der Humboldt-Universität zu Berlin (2014-2020)
Abschlusspublikation:
Zehbe, Katja (2021): Individuelle Förderung als pädagogisches Programm der frühkindlichen institutionellen und inklusiven Bildung. Eine rekonstruktive Studie zu Orientierungen von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.
Allgemeines zum Praxisforschungsprojekt
Im Wintersemester 2025/26 entwickelten Studierende aus dem 5. Semester im Studiengang Pädagogik der Kindheit vielfältige Praxisforschungsprojekte. Anliegen war es, ein eigenes Forschungsprojekt mit konkreter Fragestellung und Sampling zu entwickeln sowie methodisch begründet und geleitet qualitativ oder quantitativ Daten während des laufenden Praktikums zu erheben und methodisch auszuwerten. Die Studierenden arbeiteten dabei in Gruppen von bis zu vier Personen an gemeinsamen Themen, konnten jedoch unterschiedliche Fragestellungen innerhalb des gemeinsamen Themas entwickeln.
Die Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Katja Zehbe fungierte als impulsgebende Rahmung und Forschungswerkstatt zugleich. Sie bot Zeit und Raum, um strukturiert das Wissen um empirische Forschungsprojekte zu vertiefen, methodische Kompetenzen aufzubauen sowie gemeinsam in den Forschungsgruppen und im Plenum Aspekte von Forschung zu diskutieren und erhobenes empirisches Material vorzustellen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der wissenschaftlich begründeten Erkenntnisgenerierung in der Handlungspraxis von Kindheitspädagog*innen in den verschiedenen Praxisorten sowie die kritische Diskussion und Einordnung der Forschungsergebnisse.
Die folgende Übersicht stellt die entwickelten Fragestellungen thematisch dar und bietet weiterführende Informationen zu den einzelnen Forschungsprojekten. Aus Datenschutzgründen werden ausschließlich die Anlagen der Projekte vorgestellt, während die Projektergebnisse leider nicht zur Verfügung gestellt werden können.
Thema "Partizipation im Kinderrat"
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:
Inwiefern kann ein Kinderrat partizipativ gestaltet werden?
Methodik:
- leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen pädagogischen Fachkräften (N=1) und Einrichtungsleitungen (N=2)
- Auswertung mit der dokumentarischen Methode
- Zeitraum: Oktober bis November 2025 in zwei verschiedenen Horteinrichtungen
Raumgestaltung
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:
Inwieweit beeinflusst die Raumgestaltung der jeweiligen Einrichtung die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Handlungsfeldern Krippe, Kindertagesstätte und Hort?
Methodik:
- Umfrage/ Fragebögen (qualitativ und quantitativ)
- Auswertung mit EXCEL und qualitative Inhaltsanalyse
- Erhebung in vier Einrichtungen Krippe, Kindertagesstätte und Hort (N=41)
- Zeitraum: November 2025
Umsetzung des Hilfeplanes
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:
Inwiefern werden die gestellten Ziele, laut Hilfeplan, durch die sozialpädagogische Familienhilfe in Zusammenarbeit mit der Familie umgesetzt?
Methodik:
- Analyse der Hilfepläne und der Fallakte und Führung eines Interviews
- Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
- Fall in der Familienhilfe, Interview mit dem Familienbetreuer
Soziale Ungleichheiten und Kooperationspartner
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:
Wie zeigen sich soziale Ungleichheiten in der Beteiligung von Kindern innerhalb der im Sozialraum Dorf vorhandenen Kooperationen?
Methodik:
- Interviews mit zwei pädagogischen Fachkräften
- Erstellung ethnografischer Protokolle
- Zeitraum: November bis Dezember 2025
Bewegungsverhalten in der Interaktion mit der Umwelt
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung: Wie bewegen sich Kinder im Alter von 3-6 Jahren in der Interaktion mit ihrer natürlichen Umgebung bei Naturaufenthalten im Kindergarten? Wie benutzen Kinder (5-6 Jahre) die von der Einrichtung gestellten Möglichkeiten zur Bewegung zum Beispiel in Form eines Klettergerüstes?
Methodik:
- ethnografische Beobachtung
- ethnografische Auswertung
- Zeitraum: November - Dezember 2025
- Beobachtungsorte: Freispielzeit - Aufenthalt in der Natur und Spielplatz auf dem Kitagelände
Kinderliteratur
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:Inwiefern werden Kinderbücher innerhalb der Einrichtung zur Darstellung von kultureller Diversität im pädagogischen Alltag integriert?
Methodik:
- Expert*inneninterviews und Beobachtung
- Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
- Zeitraum: Oktober bis November 2025
Literatur zur Vertiefung:
Erika Schulze (2022): Diversität im Kinderbuch. Wie Vielfalt (nicht) vermittelt wird. Kohlhammer.
Zwischenmenschliche Interaktionen
Studierende aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit
Fragestellung:
- Welche Aspekte haben Einfluss auf die Spielpartner*innenwahl des Kindes im Altersbereich von drei bis sechs Jahren beim freien Spiel in einer altersgemischten Gruppe?
- Inwiefern reagiert die pädagogische Fachkraft auf verbale und nonverbale bedürfnisorientierte Signale eines Kindes?
- Wie unterstützen sich Krippenkinder im Alter von null bis drei Jahren im Alltag untereinander?
- Wie äußern Kinder im Altersbereich 0-3 Jahren das Bedürfnis nach Selbstständigkeit, wenn andere Person (z.B. pädagogische Fachkräfte; Kinder) in ihr aktives Handeln eingreifen?
Methodik:
- ethnografisches Protokoll und Interview
- Auswertung der Protokolle mit Ethnografie oder Dokumentarischer Methode
- in verschiedenen Altersbereichen