Lehre (Sommersemester 2026)

  • Beobachtung und Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
  • Konzeptentwicklung
  • Forschungscolloquium zur BA-Arbeit
  • Kommunikation innerhalb und außerhalb pädagogischer Institutionen
  • Grundlagen des Diversity- und Inklusionsansatzes
  • Spiel
  • Grundlegende Analysemethoden der qualitativen Sozialforschung

 

Projekte (laufend)

 

Projekte (abgeschlossen)

Allgemeines zum Praxisforschungsprojekt

Im Wintersemester 2025/26 entwickelten Studierende aus dem 5. Semester im Studiengang Pädagogik der Kindheit vielfältige Praxisforschungsprojekte. Anliegen war es, ein eigenes Forschungsprojekt mit konkreter Fragestellung und Sampling zu entwickeln sowie methodisch begründet und geleitet qualitativ oder quantitativ Daten während des laufenden Praktikums zu erheben und methodisch auszuwerten. Die Studierenden arbeiteten dabei in Gruppen von bis zu vier Personen an gemeinsamen Themen, konnten jedoch unterschiedliche Fragestellungen innerhalb des gemeinsamen Themas entwickeln. 

Die Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Katja Zehbe fungierte als impulsgebende Rahmung und Forschungswerkstatt zugleich. Sie bot Zeit und Raum, um strukturiert das Wissen um empirische Forschungsprojekte zu vertiefen, methodische Kompetenzen aufzubauen sowie gemeinsam in den Forschungsgruppen und im Plenum Aspekte von Forschung zu diskutieren und erhobenes empirisches Material vorzustellen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der wissenschaftlich begründeten Erkenntnisgenerierung in der Handlungspraxis von Kindheitspädagog*innen in den verschiedenen Praxisorten sowie die kritische Diskussion und Einordnung der Forschungsergebnisse. 

Die folgende Übersicht stellt die entwickelten Fragestellungen thematisch dar und bietet weiterführende Informationen zu den einzelnen Forschungsprojekten. Aus Datenschutzgründen werden ausschließlich die Anlagen der Projekte vorgestellt, während die Projektergebnisse leider nicht zur Verfügung gestellt werden können.

Thema "Partizipation im Kinderrat"

Lilly Schönfeld und Marie Schloms

Fragestellung: 

Inwiefern kann ein Kinderrat partizipativ gestaltet werden?

Methodik: 

  • Interviews mit verschiedenen pädagogischen Fachkräften (N=1) und Einrichtungsleitungen (N=2)
  • Auswertung mit der dokumentarischen Methode
  • Zeitraum: Oktober bis November 2025 in zwei verschiedenen Horteinrichtungen

Leitfaden für Expert*innen-Interview:
Einstieg: Stelle bitte einmal kurz die Einrichtung vor in der du tätig bist.
1. Wie lange gibt es den Kinderrat schon?
2. Wie ist es zu der Idee von einem Kinderrat im Hort gekommen?
3. Worauf wurde bei der Planung und Etablierung wert gelegt?
4. Welche Schritte gab es von der Idee bis zur Umsetzung des Kinderrats in der Horteinrichtung?
5. Wenn Sie den Kinderrat geführt haben, welche Ziele wurden dann verfolgt/ was war Ihnen wichtig?
6. Wie und wodurch wird sichergestellt, dass die Beschlüsse des Kinderrats letztendlich durchgesetzt/ durchgeführt werden? (Wird darüber in der Teamsitzung gesprochen?)
7. Was verstehen Sie unter der Thematik „Partizipation“, in Hinsicht auf den Kinderrat?
8. Wo würden Sie sagen liegen Grenzen, zum Beispiel hinsichtlich der Finanzierung der Ideen?
9. Wie fördern Sie das die Kinder ihre Meinungen äußern und Verantwortung übernehmen?
10. Welche Veränderungen haben Sie im Hort-Alltag bemerkt, vor allem in Bezug auf Partizipation?

Raumgestaltung

Paula Zyzemski, Carolin Richert, Lena Kracke und Emely Saecker

Fragestellung:

Inwieweit beeinflusst die Raumgestaltung der jeweiligen Einrichtung die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Handlungsfeldern Krippe, Kindertagesstätte und Hort? 

Methodik: 

  • Umfrage/ Fragebögen (qualitativ und quantitativ)
  • Auswertung mit EXCEL und qualitative Inhaltsanalyse
  • Erhebung in vier Einrichtungen Krippe, Kindertagesstätte und Hort (N=41)
  • Zeitraum: November 2025

Entwickelter Fragebogen:

Liebe pädagogische Fachkräfte,
wir sind vier Studierende des Studiengangs „Pädagogik der Kindheit“ an der Hochschule
Neubrandenburg. Im Rahmen unseres Praktikums führen wir ein Forschungsprojekt zum
Thema Raumgestaltung und deren Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit durch.
Hierzu führen wir eine Umfrage unter den pädagogischen Fachkräften in den
Handlungsfeldern Krippe, Kindertagesstätte und Hort durch.
Die Beantwortung dauert etwa 5-10 Minuten. Alle Angaben erfolgen freiwillig und anonym.
Die erhobenen Daten werden ausschließlich zu Studierendenzwecken verwendet und nicht an
Dritte weitergegeben.
Wir bedanken uns herzlich für Ihre Teilnahme und Zeit!


Ich habe die Informationen gelesen und stimme der Teilnahme zu.


A. Kurzangaben


1.) Pädagogische Qualifikation:
o Erzieher*in
o Kindheitspädagog*in
o Heilerziehungspfleger*in
o Sozialarbeiter*in
o Auszubildende
o Andere: ________________________________________________________


2.) Gibt es Zusatzqualifikationen?
_____________________________________________________________________


3.) Berufserfahrung in einem pädagogischen Handlungsfeld:
o 1-3 Jahre
o 4-7 Jahre
o 8-10 Jahre
o 11-15 Jahre
o 16-20 Jahre
o Über 20 Jahre


4.) Wie alt sind Sie?
o 16-21 Jahre
o 22-27 Jahre
o 28-35 Jahre
o 36-42 Jahre
o 43-50 Jahre
o 51-60 Jahre
o Über 60 Jahre


5.) Welchem Geschlecht ordnen Sie sich zu?
o Männlich
o Weiblich
o Divers


6.) In welcher Position sind Sie eingestellt?
_____________________________________________________________________


B. Wahrnehmung und Raumgestaltung

Für die folgenden Angaben kreuzen Sie bitte an, wie sehr Sie zustimmen.
1 = trifft nicht zu 2 = trifft eher nicht zu 3 = trifft eher zu 4 = trifft voll zu


1.) Die Räumlichkeiten sind in Funktionsbereiche /-räume (z.B. Ruhebereiche, Leseecke,
Bewegungsraum, usw.) aufgeteilt.
o 4
o 3
o 2
o 1


2.) Die Räumliche Umgebung wirkt sich auf meine Motivation und mein pädagogisches
Handeln aus.
o 4
o 3
o 2
o 1


3.) Die Raumgestaltung fördert selbstständiges Lernen und regt zu explorativem Verhalten
und entdecken an.
o 4
o 3
o 2
o 1


C. Pädagogisches Handeln & Beobachtung
Für die folgenden Angaben kreuzen Sie bitte an, wie sehr Sie zustimmen.
1 = trifft nicht zu 2 = trifft eher nicht zu 3 = trifft eher zu 4 = trifft voll zu


1.) Die Raumgestaltung erleichtert die Beobachtung und Betreuung aller Kinder
(Sichtachsen, Wege, usw.).
o 4
o 3
o 2
o 1


2.) Materialbereitstellung (Ablagen, Schränke, usw.) ist funktional und entlastet meine
Arbeit.
o 4
o 3
o 2
o 1


D. Einschränkungen & Herausforderungen
Für die folgenden Angaben kreuzen Sie bitte an, wie sehr Sie zustimmen.
1 = trifft nicht zu 2 = trifft eher nicht zu 3 = trifft eher zu 4 = trifft voll zu
1.) Platzmangel schränkt meine pädagogischen Möglichkeiten ein.
o 4
o 3
o 2
o 1


2.) Die Möblierung ist flexibel genug, um sie an verschiedene pädagogische Situationen
anzupassen.
o 4
o 3
o 2
o 1


E. Offene Fragen
1.) Welche drei Elemente der Raumgestaltung unterstützen ihre Arbeit besonders?
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________
2.) Welche drei Aspekte (konkrete Probleme) würden Sie an der Raumgestaltung ändern,
wenn Sie könnten?
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________
3.) Möchten Sie sonst noch etwas zum Thema Raumgestaltung und Ihrer Arbeit mitteilen?
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________
________________________________________________________________________

Umsetzung des Hilfeplanes

Anja Walzer

Fragestellung:

Inwiefern werden die gestellten Ziele, laut Hilfeplan, durch die sozialpädagogische Familienhilfe in Zusammenarbeit mit der Familie umgesetzt?

Methodik:

  • Analyse der Hilfepläne und der Fallakte und Führung eines Interviews
  • Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
  • Fall in der Familienhilfe, Interview mit dem Familienbetreuer

  

Soziale Ungleichheiten und Kooperationspartner

anonym

Fragestellung:

Wie zeigen sich soziale Ungleichheiten in der Beteiligung von Kindern innerhalb der im Sozialraum Dorf vorhandenen Kooperationen?

Methodik: 

  • Interviews mit zwei pädagogischen Fachkräften
  • Erstellung ethnografischer Protokolle
  • Zeitraum: November bis Dezember 2025

 

Bewegungsverhalten in der Interaktion mit der Umwelt

anonym

Fragestellung:Wie bewegen sich Kinder im Alter von 3-6 Jahren in der Interaktion mit ihrer natürlichen Umgebung bei Naturaufenthalten im Kindergarten?  Wie benutzen Kinder (5-6 Jahre) die von der Einrichtung gestellten Möglichkeiten zur Bewegung zum Beispiel in Form eines Klettergerüstes?

Methodik:

  • ethnografische Beobachtung
  • ethnografische Auswertung
  • Zeitraum: November - Dezember 2025
  • Beobachtungsorte: Freispielzeit - Aufenthalt in der Natur und Spielplatz auf dem Kitagelände

 

Kinderliteratur

Emma Pasenau, Lauro Linnstädt, Hedda Plischke

Fragestellung:Inwiefern werden Kinderbücher innerhalb der Einrichtung zur Darstellung von kultureller Diversität im pädagogischen Alltag integriert?

Methodik: 

  • Expert*inneninterviews und Beobachtung
  • Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
  • Zeitraum: Oktober bis November 2025 

Literatur zur Vertiefung:

Erika Schulze (2022): Diversität im Kinderbuch. Wie Vielfalt (nicht) vermittelt wird. Kohlhammer.

Zwischenmenschliche Interaktionen

anonym (Vierergruppe)

Fragestellung:  

  • Welche Aspekte haben Einfluss auf die Spielpartner*innenwahl des Kindes im Altersbereich von drei bis sechs Jahren beim freien Spiel in einer altersgemischten Gruppe?
  • Inwiefern reagiert die pädagogische Fachkraft auf verbale und nonverbale bedürfnisorientierte Signale eines Kindes?
  • Wie unterstützen sich Krippenkinder im Alter von null bis drei Jahren im Alltag untereinander?
  • Wie äußern Kinder im Altersbereich 0-3 Jahren das Bedürfnis nach Selbstständigkeit, wenn andere Person (z.B. pädagogische Fachkräfte; Kinder) in ihr aktives Handeln eingreifen?

 Methodik:

  • ethnografisches Protokoll und Interview
  • Auswertung der Protokolle mit Ethnografie oder Dokumentarischer Methode
  • in verschiedenen Altersbereichen