Einflüsse extrem rechter Ideologien prägen zunehmend Sozialarbeit, Praxis und sozialpolitische Regelungen in Deutschland, Österreich und Ungarn. Doch wie zeigen sich diese Einflüsse konkret, und welche Gegenmaßnahmen sind nötig?
Das Forschungsprojekt SoFRiED analysiert diese Einflüsse auf und innerhalb der Sozialarbeit, identifiziert ihre Erscheinungsformen und entwickelt datenbasierte Strategien für widerstandsfähigere Praxis und Wissenschaft.
Soziale Arbeit ist in ihrer Praxis tief in wohlfahrtsstaatliche Widersprüche und Grenzziehungen eingebunden. Ihre Mandate bilden ein dauerhaftes strukturelles Spannungsfeld. Rechtsautoritäre Verschiebungen ordnen Zugehörigkeiten und Ressourcen neu und bringen die Profession in tiefe Widersprüche. Internationale Forschung zeigt, dass Sozialarbeiter*innen darauf häufig mit öffentlich unsichtbaren Strategien wie Schweigen oder verdecktem Widerstand reagieren, um Handlungsspielräume zu sichern. Diese Strategien können jedoch zugleich zu…
Am 12. und 13. März 2026 fand an der Universität Rostock die Jahrestagung des "Forums gegen Demokratiefeindlichkeit und rechte Landnahme in der Sozialen Arbeit" statt. Die Veranstaltung wurde von Maike Nadar und Anna Bahr vom Transferzentrum Kinderschutz und Kinderrechte Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet und brachte Fachkräfte, Wissenschaftler:innen sowie zivilgesellschaftliche Akteur:innen aus der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und extrem…
Gerechtigkeit ist in Deutschland eine Querschnittsaufgabe, weil sie alle Bereiche von Gesellschaft, Politik und Recht durchzieht: Chancengleichheit, Teilhabe, Ressourcenzugang, Bildung, Erwerbsarbeit, Gesundheit und Sicherheit müssen gerecht verteilt und ausgestaltet sein, damit demokratische Prinzipien wie Gleichheit vor dem Gesetz, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit verwirklicht werden.
Im September 2025 nahm das SOFRIED-Projekt an der internationalen Konferenz „School of Social Work Theory and Practice” in Dubrovnik teil. In einer Plenarsitzung wurden erste vergleichende Ergebnisse zu rechtsextremen Einflüssen auf die Sozialarbeit in Deutschland, Österreich und Ungarn vorgestellt und mit einem internationalen akademischen Publikum diskutiert.