ERASMUS+ das EU-Bildungsprogramm

heißt das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, das am 1. Januar 2014 an den Start ging. Es löste das Programm für lebenslanges Lernen (PLL Erasmus), JUGEND IN AKTION sowie die internationalen EU-Hochschulprogramme mit Drittländern ab. 

Das Hochschulprogramm PLL ERASMUS, eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union, förderte seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Hochschuldozenten und Hochschulpersonal in Europa. Bisher haben rund zweieinhalb Millionen Studierende und fast 250.000 Dozenten mit diesem Programm einen Auslandsaufenthalt durchgeführt.

Um die Ziele von Europa 2020 zu erreichen, hat die Kommission eine neue Agenda für die Modernisierung von Europas Hochschulsystemen veröffentlicht.

ERASMUS+ eröffnet für die Jahre 2014 bis 2020 neue Perspektiven der Gestaltung von Mobilität und europäischer bzw. internationaler Bildungszusammenarbeit.

Folgende europäische Länder nehmen am Programm ERASMUS+ teil: Die 28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, FYR Mazedonien sowie Partnerländer.

Erasmus+ für Incoming Students

Im neuen Programm ist vorgesehen, ERASMUS+ nicht nur entlang der Bildungssektoren zu strukturieren, sondern vor allem nach den drei Schlüsselaktionen des Programms:

  • Schlüsselaktion 1: Mobilität für Einzelpersonen
  • Schlüsselaktion 2: Partnerschaften
  • Schlüsselaktion 3: Politikunterstützung.

Erasmus+ Was ist neu?

  • Erweiterung der internationalen Dimension durch Integration aller internationalen Hochschulprogramme (Alfa, Erasmus Mundus, Tempus, PV etc.)

erweitertes Mobilitätsangebot

  • Mehrfachförderung in der Bachelor-, Master- und PhD-Phase möglich, d.h. maximale Förderung von 12 Monaten gesamt je Zyklus,
  • innerhalb und außerhalb Europas (ab 2015/16 für incoming und outgoing),
  • Graduiertenmobilität, d.h. gefördertes Praktikum nach dem Bachelorabschluss möglich,
  • Ex Lehramtsassistenzen,
  • Kreditbürgschaft für Master-Mobilität in Programmländern (Student Loan Guarantee Facility für Masterstudierende),

Unterstützung von Internationalisierungsstrategien

  • Strategische Partnerschaften
  • Internationale Hochschulpartnerschaften
  • Wissensallianzen
  • Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms ERASMUS+ (2014-2020) werden folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

Auslandsstudium für Studierende (SMS)
Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
Auslandspraktikum für Bachelorabsolventen (SMP)
Kreditbürgschaft für Master-Mobilität in Programmländern
Mobilität von Lehrenden
Mobilität von Personal
Intensivprogramme 

Ausländische Studierende von Partnerhochschulen, die im Rahmen eines ERASMUS-Vertrages für ein oder zwei Semester an der Hochschule Neubrandenburg studieren wollen, bewerben sich über den ERASMUS-Koordinator im International Office ihrer Heimathochschule.

Die Erasmus Charter for Higher Education (ECHE) wurde von der EU-Kommission vergeben, sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am ERASMUS+-Programm erfüllt und sich nach den von der europäischen Kommission vorgegebenen Qualitätsstandards richtet.

ECHE (Erasmus Charter for Higher Education)
EPS (Erklärung zur Hochschulpolitik)  

Förderbedingungen

An deutschen Hochschulen immatrikulierte Studierende können ERASMUS+-Mobilitätszuschüsse in Anspruch nehmen. Neben Deutschen und Staatsangehörigen eines am Programm teilnehmenden Landes können auch Staatsangehörige von Drittstaaten, die ein (vollständiges) Studium in Deutschland absolvieren welches zu einem anerkannten Abschluss führt, am ERASMUS+-Programm teilnehmen.

Die Erasmus+ Studierenden Charta informiert über die Rechte und Pflichten der Erasmus+ Studierenden sowie darüber, was in den jeweiligen Phasen des Programms von der Heimathochschule und der Gasthochschule bzw. dem aufnehmenden Unternehmen erwartet werden darf. 

Erasmus+ Studierenden Charta (deutsch)
Erasmus+ Studierenden Charta (english)

Lehrende und sonstige Mitarbeiter müssen an einer deutschen Hochschule tätig sein, um am Programm teilnehmen zu können.

Auslandsmobilität mit Behinderung und Auslandsmobilität mit Kind (Special Needs)

Studierende mit Behinderung können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines ERASMUS-Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle ERASMUS+-Mobilitätslinien (Studium, Praktika, Mobilität zu Unterrichtszwecken und Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken ebenso wie im Zusammenhang von Vorbereitenden Reisen und Intensivprogrammen). 

Weitergehende Information und Beratung zu den ERASMUS+-Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie im International Office der Hochschule Neubrandenburg oder beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Kennedyallee 50
53115 Bonn
Tel.: +49(0)228/882-578
Fax: +49(0)228/882-555

„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung [Mitteilung] trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“