Aktuelles

+++ Dienstag, 13.10.2020, 14-15 Uhr - ONLINE +++

 

"Frauen und Mehrfachbelastungen"

Die Rollen von Frauen, selbstgewählt und/oder zugeschrieben, und die damit einhergehenden Mehrfachbelastungen haben sich in den letzten 20 Jahren erheblich verändert.

Oft fühlen sich Frauen heutzutage "gefangen" zwischen ihrer familiären Care-Arbeit, ihrem Wunsch nach beruflicher und finanzieller Unabhängigkeit und dem Bedürfnis nach Anerkennung ihrer individuellen Identität.

Innerhalb der denkBar soll jedoch nicht nur auf das erhöhte Belastungspotential in den weiblichen Lebenswelten hingewiesen werden. Vielmehr geht es auch darum, kleine Auswege und Handlungsoptionen anzubieten und zu diskutieren.

 

Referentin: Anne Kuhnert (Bildungsreferentin für Inklusion, Partizipation und die Lebenswelten von Familien / Bloggerin, Berlin)

Hier der Link zur Veranstaltung:

https://hs-nb.webex.com/hs-nb/e.php?MTID=me22edbfba71f0ebd474778544e7c83eb

und das Meeting-Passwort: DENKBAR

 

Die Veranstaltung steht allen Hochschulangehörigen (Studierenden, Mitarbeitenden, Professor*innen etc.) offen.

 

 

+++ Dienstag, 10.11.2020 12-13 Uhr, Raum 434 Haus 1 +++

 

"Spitzenkräfte. Porträts von Frauen in Führungspositionen"

Dr. Marie-Luise Braun stellt uns ihr Buch und die beeindruckenden Prorträts von Frauen auf verschiedener Führungsebenen und beruflicher Sparten vor: aus Politik, Medienmanagement, Start-up-Szene, Beratung, Handwerk, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.

Die dreizehn Persönlichkeiten - darunter Prof. Dr. Antje Boetius (Leiterin Alfred-Wegener-Institut), Hiltrud Werner (VW-Vorstand), Natalie Müller-Elmau (Leiterin 3Sat), Dr. Ellen Ueberschär (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) - schildern ihren Weg, erzählen von fördernden Strukturen auf dem Weg zu mehr Verantwortung und berichten, wie sie Hindernisse überwinden konnten. Sie zeigen damit ganz individuelle Lösungen für konkrete Fragen der heutigen Zeit auf.

Das Buch schließt eine klaffende Lücke – denn vielen Frauen fehlen berufliche Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Die Porträts führen aber darüber hinaus und stoßen eine Diskussion an über gangbare Wege, die zum Handeln und zur Veränderung führen – und damit zur Umsetzung der Gleichstellung.

Referentin: Dr. Marie-Luise Braun (Osnabrück), agentur-wortgewandt.de

Die Veranstaltung findet in Präsenzform statt, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Sie steht allen Hochschulangehörigen (Studierenden, Mitarbeitenden, Professor*innen etc.) offen . Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Studieren mit Familie - neues Inforportal des Studierendenwerks Deutschland!

Die neue Webseite finden Sie hier: https://www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind


Hochschule, Corona und Familie

Anpassungen Elterngeld und Verdienstausfallentschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Lotse für Corona-Hilfen

Anpassung beim Elterngeld

Das Bundesfamilienministerium hat Anpassungen beim Elterngeldauf den Weg gebracht, damit (werdenden) Eltern keine Nachteile beim Elterngeld entstehen. Das Gesetz wurde im Mai 2020 verabschiedet. Die Regelungen treten rückwirkend zum 01.03.2020 in Kraft.

Im Wesentlichen betreffen die Anpassungen die folgenden 3 Aspekte:

•          Eltern, die in systemrelevanten Berufen tätig sind und an ihrem Arbeitsplatz dringend gebraucht werden, können ihren Bezug von Elterngeld auf Antrag für die Zeit vom 01.03. bis 31.12.2020 aufschieben. Die Elterngeldmonate dürfen von ihnen auch nach dem 14. Lebensmonat des Kindes genommen werden, spätestens zum Juni 2021. Die aufgeschobenen Monate reduzieren bei einem weiteren Kind nicht die Höhe des Elterngelds.

•           Ebenso sollen Eltern den Partnerschaftsbonus – eine zusätzliche Leistung für Mütter und Väter, die gleichzeitig Teilzeit arbeiten und sich die Kindererziehung teilen – nicht verlieren, wenn sie aufgrund der Corona-Pandemie mehr oder weniger als geplant arbeiten. Die vier ElterngeldPlus-Monate im Rahmen des Partnerschaftsbonus entfallen nicht bzw. müssen nicht zurückgezahlt werden.

•          Während des Bezugs von Elterngeld reduzieren Einkommensersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I, die Eltern aufgrund der Corona-Pandemie erhalten, nicht die Höhe des Elterngeldes. Um Nachteile bei der späteren Elterngeldberechnung auszugleichen, können werdende Eltern die Ersatzleistungsbezugsmonate im Bemessungszeitraum ausnehmen.

Was die Änderungen im Einzelfall bedeuten, erklärt eine Übersicht mit Fallbeispielen des Bundesfamilienministeriums.

 

Lotse für Corona-Hilfen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)

Das BMAS stellt eine schematische Übersicht zur Verfügung, die eine Orientierung über Hilfen gibt, die während der Corona-Krise bei Bedarf in Anspruch genommen werden können. Ebenso wird in dem Lotsen auf die Institutionen verlinkt, bei denen diese Leistungen zu beantragen sind.

 

Quelle: Deutsches Studentenwerk (DSW)

 

Verlängerung des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Seit dem 30.03.2020 haben erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum 12. Lebensjahr oder behinderten Kindern nach § 56 Abs. 1a IfSG einen Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstausfall, wenn dieser allein darauf beruht, dass sie infolge der behördlichen Schließung der Kita oder Schule ihre Kinder selbst betreuen müssen und deswegen nicht arbeiten können.

Die Entschädigung beträgt 67 % des monatlichen Nettoverdienstes, höchstens jedoch 2.016,00 € monatlich für einen vollen Monat. Auch geringfügig Beschäftigte können eine Entschädigung erhalten. Die Auszahlung übernimmt für Arbeitnehmer/ -innen der/ die Arbeitgeber/ -in, der/ die einen Erstattungsantrag bei der zuständigen Landesbehörde stellen kann.

Ein Anspruch auf Entschädigung besteht nicht:

- wenn es eine andere zumutbare Betreuung für das Kind/ die Kinder gibt. Dabei sind der andere Elternteil, volljährige Geschwister, die Möglichkeit einer Notbetreuung, Freunde oder Verwandte zu berücksichtigen. Menschen, die einer Risikogruppe angehören, können nicht für die Betreuung herangezogen werden.

- wenn Sie selbst oder das andere Elternteil im Homeoffice arbeiten, ebenso wenn die Arbeitszeit aufgrund von Kurzarbeit reduziert ist.

- wenn noch Zeitguthaben und Vorjahresurlaubsansprüche bestehen. Der Urlaub des laufenden Jahres ist nicht heranzuziehen.

- für Verdienstausfälle, die während der landesrechtlich festgelegten Schulferien entstehen.

Der Bundestag hat am 28.05.2020 einen Gesetzentwurf beschlossen, nachdem die Höchstdauer des Entschädigungsanspruches von bisher sechs Wochen auf bis zu insgesamt 20 Wochen erhöht werden soll. Dabei sollen jeweils 10 Wochen für Mütter und 10 Wochen für Väter zur Verfügung stehen, Alleinerziehende sollen die Lohnfortzahlung für 20 Wochen bekommen können.

Die Regelung soll rückwirkend zum 30. März 2020 in Kraft treten und bis zum 31.12.2020 gültig sein. Der Bundesrat muss nun noch seine Zustimmung geben.

Infobrief der Servicestelle Familienfreundliches Studium

Die Servicestelle Familienfreundliches Studium (Studierendenwerk Deutschland) hat einen neuen Infobrief veröffentlicht. Sie finden ihn hier zum Download!


Corona: Gleichstellung und Hochschule in der Pandemie - bukof Informationen

Lesetipps


Keine Verstärkung der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kontext der Covid-19-Krise!

Am 19.03.20 hat die Bukof gemeinsam mit der Allianz der Gleichstellungsbeauftragten der außeruniversitären Forschungseinrichtungen (AGbaF) mit einem Brief und der Forderung „Keine Verstärkung der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kontext der Covid-19-Krise!an die Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) gewandt. Die Bukof hat darin die GWK nachdrücklich aufgefordert, eine bundesweit flächendeckende Regelung zu erlassen, die die skizzierte Verstärkung der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kontext der Covid-19-Krise verhindert.


Thema bleibt aktuell: Gleiche Arbeit - gleicher Lohn! Veranstaltung verschoben.