Kulturlandschaftselemente

Steinerne Zeugen einer herrschaftlichen Epoche - ein Studienprojekt

Im Wintersemester 2018/19 begaben sich 19 Studierende des Bachelorstudiengangs Naturschutz und Landnutzungsplanung der Hochschule Neubrandenburg auf die Spuren der ehemaligen Grenze zwischen den Herzogtümern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin. Die Herzogtümer waren 1701 waren im Zuge der dritten mecklenburgischen Hauptlandesteilung entstanden und mit dem Wiener Kongress 1815 in Großherzogtümer umgewandelt worden. Diese existierten bis sie als Folge der Novemberrevolution 1918 einer parlamentarischen Demokratie weichen mussten. Unter dem Druck des NS-Regimes wurden die gleichnamigen Freistaaten 1934 zu Mecklenburg vereint.

Die Studierenden wollten herausfinden, ob Zeugnisse dieser Grenze noch in der Landschaft existieren. Dazu studierten sie historische und aktuelle Karten, recherchierten schriftliche Quellen über Grenzmarkierungen, befragten Bürger und Bürgerinnen und begaben sich schließlich in fünf Arbeitsgruppen auf Wanderungen, um den alten Grenzverlauf zu erkunden.

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Einblicke in die Siedlungsgeschichte zwischen Lieps und Havelquelle – ein Studienprojekt

Die Region im Süden Mecklenburg-Vorpommerns blickt auf eine Jahrhunderte lange Besiedelungsgeschichte zurück. Hügelgräber lassen darauf schließen, dass das Gebiet bereits in der Bronzezeit von Menschen besiedelt war. Infolge der Völkerwandung im 4. Jahrhundert war das Land beinahe unbesiedelt und wurde im 6. Jahrhundert durch slawische Völker wiederbesiedelt. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts kolonisierten deutsche Siedler, die von slawischen Fürsten nach Mecklenburg geholt wurden, das Land. Sie führten neben der Dreifelderwirtschaft neue Dorfstrukturen ein. Die Rundlingsdörfer wurden später durch Anger- und Straßendörfer abgelöst, da diese vielfältigere Entwicklungsmöglichkeiten boten. Rund 400 Jahre später wurden die gewachsenen Dorfstrukturen durch Gutsanlagen erweitert und reine Gutsdörfer gegründet. Zahlreiche Siedlungen sind bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg wüst gefallen. Dörfer, die erhalten geblieben sind, tragen teilweise deutliche Spuren ihrer Geschichte. Diesen sind zwölf Studierende des Bachelorstudiengangs Naturschutz und Landnutzungsplanung an der Hochschule Neubrandenburg in vier Arbeitsgruppen im Sommersemester 2019 nachgegangen.

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