Steinerne Zeugen einer herrschaftlichen Epoche

Ergebnisse einer Studienarbeit an der Hochschule Neubrandenburg

Im Februar 2019 präsentierten Studierende des Studiengangs Naturschutz und Landnutzungsplanung der Hochschule Neubrandenburg auf einer „Landschaftskonferenz“ im Gemeindezentrum Peckatel ihre Studienarbeit, in der sie sich auf die Spuren der ehemaligen Grenze zwischen den Großherzogtümern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin begeben hatten. Sie wollten wissen, ob es noch Zeugnisse dieser Grenze gibt, z.B. in Form von Grenzsteinen oder Grenzbäumen. Dazu studierten sie alte Karten, suchten nach schriftlichen Quellen über Grenzmarkierungen, befragten Bürger und Bürgerinnen und begaben sich dann selbst auf Wanderungen, um den alten Grenzverlauf zu erkunden.
Und sie wurden fündig: Zwischen Oktober 2018 und Dezember 2018 erfassten die Studierenden im Gelände in einem ausgewählten Abschnitt der ehemaligen Grenze die noch vorhandenen Grenzsteine. Es kamen zwischen Prillwitz und Adamsdorf-Süd mehr als 200 Grenzsteine zusammen, steinerne Zeugen einer herrschaftlichen Epoche.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind wichtig. Die Studierenden hoben einen bisher weitgehend unbekannten, unterschätzten heimatkundlichen Schatz und ermittelten dabei auch, welchen Gefährdungen diese Kulturlandschaftselemente ausgesetzt sind. 
Der Schutz und die Pflege historischer Kulturlandschaftselemente gehören immerhin zum gesetzlichen Auftrag des Bundes- und Landesnaturschutzes.
Unter Schutz stehen die Grenzsteine (noch) nicht, aber vielleicht trägt die Arbeit der Hochschule dazu bei, sensibler für den Schutz dieser wichtigen Zeugen der Vergangenheit zu werden.

Hier finden Sie die Ergebnisse des Projektes in Form von Vorträgen und einer Ausstellung