Wenn der Campus zum Versuchslabor wird: Tag der Technik an der Hochschule Neubrandenburg

Es herrscht Trubel in einem Foyer. Die auf dem Foto dargestellte Situation erinnert an eine Messe. Schülerinnen und Schüler mit Rucksäcken und Taschen stehen an Informationsständen und unterhalten sich mit den Ausstellenden.
Die Schülerinnen und Schüler konnten im Haus 2 Inhalte aus den Studiengängen Geodäsie und Messtechnik, Geoinformatik und Bauingenieurwesen erfassen. Foto: Martin Fröse
Eine Gruppe junger Menschen betrachtet einen Traktor. Sie stehen auf einer Wiese. Hinter ihnen befindet sich ein blockartiges Gebäude. Der Himmel ist strahlend-sonnig mit großen hellen Wolken.
Große Landmaschinen auf der Wiese hinter der Mensa: Der Studiengang Agrarwirtschaft gab den Gästen einen Einblick in ihre Studien-, Alltags- und Arbeitswelt. Foto: Martin Fröse
Ein Raum, der auf mindestens einer Seite durch Tageslicht gespeist wird, ist gefüllt mit Menschen. Die vorrangig Jugendlichen reden und stehen an einem der aufgebauten Stände an.
Auch in Haus 3 füllten sich die Räumlichkeiten immer mal wieder. Im Foyer wurde zum Sensoriktest geladen. Dahinter, im Technikum, konnten die Schüler*innen Schokonudeln und Softeis probieren. Foto: Martin Fröse

Rekordbeteiligung im ganzen Land

Zum neunten Mal riefen der VDI Mecklenburg-Vorpommern und der Ingenieurrat MV unter der Schirmherrschaft von Wissenschaftsministerin Bettina Martin zum Tag der Technik auf – diesmal mit einem Plus von 34 Prozent bei den Anmeldungen gegenüber dem Vorjahr. Landesweit strömten rund 2.400 Jugendliche an die vier Standorte Neubrandenburg, Stralsund, Wismar und Rostock. Eröffnet wurde der Neubrandenburger Programmteil auf der Wiese vor Haus 2, wo Rektor Gerd Teschke die Gäste persönlich begrüßte.

 

Vom Traktor bis zum Softeis

Zwischen großer Landtechnik durften Schüler*innen selbst zum Schaumelken ansetzen. Nebenan bewies die Lebensmitteltechnologie, dass Technik auch lecker sein kann – live produzierte Schoko-Nudeln und Softeis liefen sozusagen über das Band. Beim Schnupperkurs Sensorik mussten die Gäste ein feines Näschen beweisen und danach konnte ein Blick auf kaltes atmosphärisches Plasma geworfen werden – Ein Forschungsprojekt, welches zu einer wahren Zukunftstechnologie der Lebensmittelherstellung führt.

 

Digitale Zwillinge und Beton mit Fingerabdruck

Bei Geodäsie und Messtechnik sowie Geoinformatik ging es hoch hinaus: Drohnenflüge, ein Flugsimulator und Laserscanning, mit dem sich digitale Zwillinge realer Orte erstellen ließen, zeigten, wie weit Technik schon heute ist. Das Bauingenieurwesen ließ es dagegen buchstäblich handfest zugehen – wer wollte, goss seine eigenen Initialen in Beton. Und wer schon immer mal auf einer Planke in Virtual Reality balancieren oder mit Ozobots programmieren wollte, wurde am Stand des Digitalen Innovationszentrums fündig.

"Wer selbst experimentiert und mit unseren Studierenden ins Gespräch kommt, entwickelt oft einen ganz neuen Zugang zu technischen Themen", brachte es Gitte Zeipelt, Koordinatorin Hochschule-Schule, auf den Punkt. 


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