Mentales Training im Psychophysiologischen Labor

Prof. Willi Neumann betreut Claudine Vita während der Messungen.

Wie bereits im Januar berichtet, ist ihr sportliches Ziel die Leichtathletik-Europameisterschaft. Die Woche vom 7. bis 12. August im Berliner Olympiastadion rückt immer näher. Vorher stehen die Deutschen Meisterschaften auf dem Plan.

Das Psychophysiologische Labor unserer Hochschule hat sich seit 2004 schon vielfach in der Kooperation zwischen Hochschule und Olympiastützpunkt bewährt. Viele Athleten haben hier Unterstützung gefunden. Claudine Vita unterzieht sich hier dem psychophysiologischen Stresstest und kann so die Widerstandsfähigkeit bei Stressbelastungen erhöhen. Mit dem EEG-Biofeedbackgerät kann sie ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern. Prof. Willi Neumann und Silke Brückner begleiten die Studentin und Athletin im Labor.

"Im Vordergrund unserer Arbeit steht das mentale Training der Athletin, eine Kombination des klassischen Mentaltrainings mit Elementen der Hypnotherapie und Übungen aus dem Gesundheitsqigong. Diese Kombination hat sich als besonders erfolgreich bei Disziplinen wie Kugelstoßen und Diskuswerfen erwiesen, wo es darum geht, Höchstleistung im Wettkampf in einem sehr kurzen Zeitraum punktgenau abrufen zu können. Bei den psychophysiologischen Messungen werden Werte, wie die Hautleitfähigkeit, die Atemfrequenz, die Herzrate, die Muskelspannung und die Hauttemperatur, erfasst. Damit lässt sich feststellen, ob die gewünschte mittlere Entspannung zum Abrufen der optimalen Leistung erzielt wird", erklärt Prof. Neumann.

Dank der kurzen Wege innerhalb des Hauptgebäudes unserer Hochschule kann Claudine recht schnell bei Prof. Willi Neumann und Silke Brückner zum Termin erscheinen. Das Psychophysiologische Labor wird auch im normalen Studienbetrieb der Hochschule im Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management eingesetzt. Hier lernen Studierende der Gesundheitswissenschaften und des Studiengangs Pflegewissenschaften/Pflegemanangement aus eigener Erfahrung, welche Auswirkungen Stress auf die  Psychophysiologie des Menschen, also die Beziehung von Seele und Körper haben. Daraus lassen sich dann weitere Interventionen für das Stressmanagement ableiten, die dann im Laufe weiterer Seminare vermittelt werden.

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