Hochschule ohne Hindernisse - Aufgaben, Beispiele, Chancen

Anke S. Kampmeier, Steffi Kraehmer und Bengta Leopold (v. l. n. r.) vor dem Motto des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel.

Drei der sechs Mitarbeiter*innen der InklusiV unserer Hochschule nahmen an dem Kongress teil. Im Kleisthaus in Berlin, dem Amtssitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, kamen 150 Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen und forderten einhellig inklusive Hochschulen. Der Hausherr, Jürgen Dusel, wies nachdrücklich auf den Leitsatz seiner Beauftragung hin: Demokratie braucht Inklusion. Inklusion - der gegenseitige Respekt aller Menschen - sind die Grundlage unserer Demokratie.  

Was Inklusion an Hochschulen alles umfasst, verdeutlichten die Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion "Nicht über uns ohne uns", u. a. mit Prof.in Dr.in Sabine Fries von der HAW Landshut und Raul Krauthausen, Inklusionsaktivist und Gründer der Organisation Sozialhelden e. V., die von eigenen Erfahrungen des Studierens mit Behinderung berichteten.

In einer weiteren Podiumsdiskussion berichteten u. a Prof.in Dr.in Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin der TH Köln, Prof. Dr. Thomas Hofsäss, Prorektor der Universität Leipzig, und Jochen Drescher, Kanzler der FH Dortmund über ihre Maßnahmen zur Verbesserung des Studierens und Arbeitens an ihren Hochschulen. Der Umgang mit dem sogenannten Nachteilsausgleich, Barrierefreiheit nicht nur in baulicher Hinsicht, sondern auch die Ausbildung von Bildungsfachkräften, die den Studierenden ihr Leben mit Lernschwierigkeiten näher bringen und das Hochschulleben erweitern, sind einige dieser Beispiele guter Praxis. 

Weitere gute Praxisbeispiele wurden in einem World-Café präsentiert. Für die Inklusionswirkstatt M-V konnten hilfreiche neue Kontakte geknüpft und weitere Ideen für eine inklusive Hochschule Neubrandenburg gesammelt werden.

(Autorin: Prof.in Anke S. Kampmeier)

 


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