Die Hochschule Neubrandenburg ehrt ihre Absolventinnen und Absolventen

Professor Michael Harth (li.) und Matthias Wetzel überreichten die Preise des Hochschulfördervereins an Christina Schott und Albert Schnak; Katrin Fuhse konnte leider nicht teilnehmen.
Sarah Ihnenfeldt (li.) und Thea Rüdiger-Herrmann freuen sich über den 1. Preis des Oberbürgermeisters. Meike Klische konnte nicht anwesend sein.

Die Hochschule Neubrandenburg ehrt zu Beginn eines Studienjahres – üblicherweise im Rahmen der feierlichen Immatrikulation – ihre Absolventinnen und Absolventen mit Förderpreisen sowie Auszeichnungen für Abschlussarbeiten und Beststudierende. In diesem Jahr erfolgte die Preisübergabe teils entkoppelt von der feierlichen Immatrikulation, um die Maßnahmen zur 'Eindämmung des Coronavirus´ einhalten zu können.

Förderpreis des Hochschulfördervereins Neubrandenburg e. V.
Der im Juni 1991 gegründete Förderverein der Hochschule versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Institutionen sowie Verwaltungen und der Hochschule, vor allem in der Region Neubrandenburg. Seit 1996 vergibt der Hochschulförderverein jährlich einen Preis an Absolventinnen und Absolventen mit herausragenden Abschlussarbeiten. Der Geschäftsführer des Hochschulfördervereins Matthias Wetzel hat den Preis kürzlich zusammen mit dem stellvertretenden des Vorsitzenden, Prof. Michael Harth, an die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger übergeben.  

1. Platz: Albert Schnak „Untersuchung kostengünstiger GNSS-Hard- und Software für ingenieurgeodätische Überwachungsmessungen“
Seit einigen Jahren führt die Hochschule in Kooperation mit der Stadtverwaltung Überwachungsmessungen an der Marienkirche in Neubrandenburg durch. Den ersten Preis des Hochschulfördervereins erhält Albert Schnak für seine stark anwendungsbezogene Bachelorarbeit, in der er besonders kostengünstige GNSS-Hard- und Software für ingenieurgeodätische Überwachungsmessungen untersuchte. 

2. Platz: Katrin Fuhse „Veränderungen der Wahrnehmung von oraler Ernährung und Ernährungsberatung im Verlauf onkologischer Erkrankungen – Ergebnisse einer retrospektiven Mixed-Methods-Studie bei Patient*innen in palliativer Therapie“
In ihrer Bachelorarbeit greift Katrin Fuhse ein berufspolitisch sehr aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema auf: die Ernährung in der Palliativsituation. Bis zu 80 % der onkologischen Patient*innen sind mangelernährt. Ernährungsberatung kann helfen, ein Mangelernährungsrisiko frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Katrin Fuhse hat in ihrer Arbeit die Sichtweise der Patient*innen untersucht, um auf deren Bedürfnisse besser reagieren zu können und die Beratungsqualität zu verbessern. Diese praxisnahe und methodisch wohlüberlegte Arbeit würdigt der Förderverein mit dem zweiten Platz.

3. Platz: Christina Schott „Natürliche Dynamik auf Windwurfflächen im Müritz-Nationalpark – Analyse nach 16 Jahren Waldentwicklung“
Christina Schott hat sich in ihrer Masterarbeit intensiv mit der Sukzessionsentwicklung auf ausgewählten Windwurfflächen des Müritz Nationalparks beschäftigt. In einer umfangreichen Datenerhebung untersuchte sie, wie sich die Vegetation im Vergleich zum Jahr 2002 verändert hat. Da der Nationalpark im Jahr 2017 die Bewirtschaftung auf seinen Waldflächen vollkommen eingestellt hat, ist die Beobachtung und Bewertung der natürlichen Walddynamik ein bedeutendes Forschungsthema. Der Förderverein ehrt diese Forschungsarbeit mit dem dritten Platz.


Förderpreis des Oberbürgermeisters
An der Hochschule Neubrandenburg lernen junge Menschen Theorie und Praxiswissen, die in unserer Region täglich benötigt werden. In ihren Abschlussarbeiten können Studierende dieses Wissen ausbauen und innovative Lösungen für Probleme der Praxis finden. Silvio Witt, Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, ehrt jährlich herausragende Arbeiten mit Nutzen für die Stadt Neubrandenburg oder die Region Mecklenburgische Seenplatte.

1. Platz: Thea Rüdiger-Herrmann, Sarah Ihnenfeldt und Meike Klische (Master Psychosoziale Beratung in den Handlungsfeldern Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Bildung und Erziehung)
In ihrer Projektarbeit rückten Thea Rüdiger-Herrmann, Sarah Ihnenfeldt und Meike Klische  pflegende Angehörige in den Fokus: Ein Selbstfürsorgetag soll diese Gruppe mit verschiedenen Unterstützungsangeboten stärken und unterstützen. Die Stadt prüft, wie diese Idee in die Tat umgesetzt werden kann.

2. Platz: Christian Brechler (Master Agrarwirtschaft)
In seiner Masterarbeit hat Christian Brechler ein Konzept für eine Vermarktungsplattform für landwirtschaftliche Kleinproduzent*innen entwickelt. Das digitale Angebot soll den Erzeuger*innen neue Möglichkeiten bei der Produktvermarktung bieten und den Kontakt zu Endkunden verbessern. Das Konzept seiner Masterarbeit setzt er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt HiRegion – Hochschule in der Region fort und arbeitet derzeit an der Umsetzung der Plattform.

3. Platz: Maria-Luise Weigend (Bachelor Geodäsie)
Maria-Luise Weigend vom Studiengang Geodäsie hat ein Softwareprogramm untersucht, das aktuelle, qualitativ hochwertige Geobasisdaten für das Land Mecklenburg-Vorpommern bereitstellt. Damit können die Liegenschaftskataster verbessert und landesweit einheitlich bearbeitet werden.

 

Vergabe des Titels „Beststudentin bzw. Beststudent des Jahrgangs 2019/2020
In den vier Fachbereichen wurden anhand des Gesamtdurchschnitts je der beste Bachelor-Abschluss sowie der Master-Abschluss ermittelt. Aufgrund des gleichen Durchschnitts in zwei Fällen haben 10 Absolventinnen und Absolventen den Titel „Beststudentin bzw. Beststudent des Jahrgangs 2019/2020“ der Hochschule Neubrandenburg und gleichzeitig den „Preis der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin für herausragende Studienabschlüsse“ erhalten (5 x Bachelor: 200,00 €; 5 x Master: 300,00 €).

Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften
Bachelor Diätetik: Katrin Fuhse - Note: 1,06
Master Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie: Nino Beisler - Note: 1,08

Fachbereich Landschaftswissenschaften und Geomatik
Bachelor Naturschutz und Landnutzungsplanung: Alina Janke - Note: 1,55
Master Geodäsie und Geoinformatik: Olaf Keitsch - Note: 1,00

Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management
Bachelor Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe: Stephanie Block - Note: 1,28
Bachelor Pflegewissenschaft/Pflegemanagement (dual): Laura Diedrich - Note: 1,28
Master Gesundheitswissenschaften: Katharina Dietzel - Note: 1,21
Master Gesundheitswissenschaften: Mareike Karsten - Note: 1,21

Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung
Bachelor Soziale Arbeit: Thorid Garbe - Note: 1,15
Master Beratung: Isabell Charlotte Schneider - Note: 1,11


Preis der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern

Olaf Keitsch, Master-Studiengang Geodäsie und Geoinformatik
err Keitsch studierte neben seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Neubrandenburg von 2016 bis Februar 2020 im Master der Fachrichtung Geodäsie. Das Studium hat er mit der Note 1,0 abgeschlossen. Der Titel seiner Abschlussarbeit ist: "Entwicklung einer Sensorfusion basierten, UAV gestützten Navigationslösung in geschlossenen baulichen Strukturen unter Verwendung von 3D-Raummodellen". Die Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern vergab einen Preis im Wert von 500 €.


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