Bibliothekskonzept 2030 - Studentinnen entscheiden mit

Julia El Ahmad (li.) und Friederike Starosta unterstützen das Bibliotheksteam.

Unsere Studierenden wissen das Angebot und den Service unserer Hochschulbibliothek sehr zu schätzen, so wird es in den Umfragen und Bewertungen immer wieder deutlich. Seit 2013 befindet sich die Bibliothek gegenüber vom Hauptgebäude auf einer ehemaligen Ladenfläche von 1.341 m² mit Regalen für aktuell 208.000 gedruckte Medien sowie Arbeitsplätzen für die Studierenden und weiteren Nutzer. Mit hohem Aufwand sind die ehemaligen Bibliotheksräume im Hauptgebäude saniert worden. Ein „Rückzug“ ist ab 2022 geplant, denn 2020 sollen die Arbeiten für den Anbau am ursprünglichen Standort, rechts vom Hauptgebäude, beginnen.

Bibliotheksleiterin Anita Olsowski kann im wahrsten Sinne des Wortes auf sehr viel Bewegung in ihrem Bereich verweisen. Oberstes Gebot des Bibliotheksteams: Die Nutzer sollen sich wohlfühlen. Die sieben Mitarbeiterinnen müssen parallel zur alltäglichen Arbeit das Raum- und Nutzungskonzept für diese neuen Bedingungen im Blick haben und sehr weitsichtig planen.

Dieses „Bibliothekskonzept 2030“ begleiten die studentischen Hilfskräfte Julia El Ahmad und Friederike Starosta. Sie treffen sich mehrmals in der Woche, um den Plan für die Fläche von 1700 m² für Medien und 130 Arbeitsplätze weiter zu optimieren. Durch den Anbau entsteht eine weitere Fläche von 500 m². Hinzu kommen die Neuerungen für den Service und in der Möbelausstattung. Julia, studiert im 7. Semester Naturschutz und Landnutzungsplanung. „Daran teilzuhaben, dass die Bibliothek moderner wird und sich weiterentwickelt, finde ich spannend. Ich unterstütze die Mitarbeiterinnen gern bei der Kommunikation mit den Firmen, um die Interessen der Studierenden einzubringen.“ Friederike ist als Masterstudentin Landnutzungsplanung gemeinsam mit Julia in der Regel bei den Beratungen und Bibliothekskommissionssitzungen dabei. „Dass wir mitentscheiden dürfen, finde ich sehr gut“, meint sie.

Sie arbeiten auch mit, wenn RFID (radio-frequency identification) bei uns an der Bibliothek Einzug hält. Das ist ein Sender-Empfänger-System, das ermöglicht, Druckmedien automatisch und berührungslos auszuleihen, zurückzunehmen und in den Bibliotheksräumen Bücher und Zeitschriften zu finden. Ziel ist es, dass die Nutzer ihre Bibliotheksmaterialien nicht nur an zwei Automaten selbst ausleihen. Sie können sie demnächst im bereitgestellten „intelligenten“ Regal zurückgeben. Positiver Nebeneffekt: Erweiterte Öffnungszeiten können ins Auge gefasst werden, vielleicht sogar vor 9:00 Uhr oder am Wochenende, meinen Fiederike und Julia. Sie sind sicher, dass die Studierenden das sehr begrüßen werden. "Unsere Bibliothekstheke wird zukünftig insbesondere für die persönlichen Beratungsgespräche umgestaltet", ergänzt Anita Olsowski.

Bevor es soweit ist, werden ab Januar 2019 Bibliotheksbücher und Zeitschriften mit RFID-Transpondern ausgestattet. Dazu werden fleißige Helfer gesucht!

Die Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung, Professorin Marion Musiol, wird am 15.11.2018 um 12:00 Uhr, Raum 284, die Kick off-Veranstaltung an der Hochschule Neubrandenburg eröffnen. Gemeinsam mit Vertretern ausgewählter Verwaltungsstrukturen und des ZIMT wird die Projektumsetzung vorbereitet.


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