Aus der Forschung: Wildfrüchte und Jackfrucht im Fokus

Aus den Kernen der Jackfrucht lassen sich Mehle herstellen. Für den europäischen Markt sollen daraus Produkte für Müsli oder ein Hackfleischersatz entstehen.
Das Jackfrucht-Projektteam mit den Studenten Benjamin Harloff, Sebastian Steinert und Mirco Heimbokel (unten v. l. ) sowie Professor Peter Meurer und Professorin Beatrice Großjohann.

Der NDR hat sich in einem Beitrag des Nordmagazins auf die regionalen Obstsorten bezogen und über unser Projekt berichtet: "Viele Obstsorten wie Apfel, Birne oder Kirsche begleiten uns von Kindheit an. Aber es gibt auch Sorten, die hierzulande eher unbekannt sind. Einige Wildfruchtarten zum Beispiel sind nahezu unbekannt. Daher wird daran geforscht, wo und wie sie am besten gedeihen könnten", heißt es im Beitrag. "In Zusammenarbeit mit der Hochschule Neubrandenburg werden erste Verarbeitungsideen umgesetzt, wie Rosenhagebutte-Apfel-Aufstrich, schokolierte Aronia oder Scheinquittensirup."

Das bis März 2020 laufende Forschungsprojekt "Optimierung und Erweiterung des Produktions- und Verwertungspotenzials heimischer Wildobstarten" hat das Ziel, den Erwerbsanbau von Wildobst von der Pflanzung bis zur Verwertung, auch in Hinblick auf die gesundheitlich positiv wirkenden Inhaltsstoffe, zu optimieren. Im Fokus stehen Apfelbeere (Aronia), Fruchtrose und Scheinquitte. Die Potenziale zur Nutzung der gesamten Pflanze für die Lebensmittel- und Verwertungsindustrie sollen erarbeitet und die chemisch-physikalischen Eigenschaften der Rohstoffe sollen bewertet werden. Die Professoren Gerhard Flick, Leif-Alexander Garbe und Peter Meurer sind die Projektleiter. Schauen Sie selbst den NDR-Beitrag.

Die Jackfrucht vom Jackfruchtbaum, der zur Familie der Maulbeerbäume gehört und in Asien, hauptsächlich in Indien und Indonesien, vorkommt, kennt auch kaum jemand. Die bis zu 35 kg schwer werdende Frucht mit einer ähnlichen Form einer Honigmelone schmeckt reif eher süß und saftig, fast wie eine Mischung aus Mango, Ananas und Banane. Bei vorzeitiger Ernte erinnert das Fruchtfleisch an Hühnerfleisch. Die Forschungsarbeiten im Rahmen der Kooperation zwischen der Firma Lotao GmbH und der Hochschule Neubrandenburg haben als gemeinsames Ziel, die Vorteile der Jackfrucht in vielfältiger Weise nutzbar zu machen. Das Team mit den Master-Studenten Benjamin Harloff, Sebastian Steinert und Mirco Heimbokel unter Leitung von Professorin Beatrice Großjohann und unterstützt von den Professoren Peter Meurer und Thomas John widmet sich dabei unter anderem der Vermarktung, der Verarbeitung des Fruchtfleisches und der Kerne und den Nährwerteigenschaften. Der Nordkurier hat in dem Artikel "Neubrandenburger forschen am Fleisch, das auf Bäumen wächst" das Projekt ausführlich beschrieben. Lesen Sie hier.

 

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