Inklusion

Inklusion lenkt den Blick auf die Verschiedenheit aller Menschen innerhalb unserer Gesellschaft und auf die gesellschaftlichen Institutionen. Inklusion ist ein gesellschafts- und systemorientiertes Paradigma. Bei Inklusion geht es um die Wertschätzung und Nutzung der Verschiedenheit der Menschen sowie um die Organisationsentwicklung, die eine derartige Wertschätzung und Nutzung ermöglicht. In Deutschland wurde bisher der Weg der professionellen und institutionellen Differenzierung, der Segregierung und Spezialisierung gegangen. Daraus ist enormes Wissen und hohe Kompetenz in den einzelnen Teilbereichen gewachsen. Es sind auch Formen von Exklusion in Organisationen, Strukturen und Praktiken entstanden sowie Formen von professionellen Zuständigkeiten und Unzuständigkeiten, die dem inklusiven Gedanken nicht entsprechen. 

Die Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern setzt an dieser Stelle an, um erworbenes Wissen zu nutzen und Spezialisierungen und Professionen systematisch aufeinander zu beziehen und miteinander zu verbinden.

An wen richtet sich die Inklusionswirkstatt M-V?

Die Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern richtet sich an

  • Studierende und Lehrende der Hochschule Neubrandenburg 
  • pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonal an berufsbildende Schulen und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich
  • Projektpartner*innen im Verbundprojekt "Qualitätsoffensive Lehrerbildung: LEHREN in M-V"

Projekt im Rahmen des "Verbundvorhabens: LEHREN in M-V

Laufzeit: 01.01.2016 bis 31.12.2023

Die Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern (kurz: InklusiV) an der Hochschule Neubrandenburg wurde 2016 im Rahmen des BMBF-Projekts „Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung – LEHREN in M-V“ gegründet und unterteilt sich in die beiden Teilbereiche "Reflexive Praxisphasen" und "Innovationsbereiche".

Vor dem theoretischen Hintergrund des „Index‘ für Inklusion“ (Booth/Ainscow, 2017) werden für Mitarbeitende und Studierende der Hochschule sowie für Lehrende und Schüler*innen berufsbildender Schulen im Sozial- und Gesundheitsbereich Angebote in Form von Workshops, Fortbildungen und Beratungen vorgehalten, die die Teilnehmenden für das Thema Inklusion sensibilisieren und begeistern sollen. 

Die Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern strebt, neben der Etablierung von inklusiven Strukturen in den berufsbildenden Schulen und Einrichtungen, Veränderungen an der Hochschule Neubrandenburg auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule an. Im Fokus der Arbeit der InklusiV steht hierbei die Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Dozierenden aller Fachbereiche und Dezernate.  In Kooperation mit den hochschuleigenen Einrichtungen und externen Partnern, wie Bibliothek und Studentenwerk werden inklusionsorientierte Studienmöglichkeiten diskutiert, geplant und umgesetzt. Mit Unterstützung der Hochschule ist mit der Ausgestaltung eines inklusionsorientierten Modellseminarraums begonnen worden. Die technische Ausstattung und Inneneinrichtung ermöglichen flexible Lehr-Lern-Settings zu realisieren.


Das Vorhaben bietet nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten:

  • Aufnahme der Ergebnisse in die Weiterentwicklung des Studiengangs Organisationsentwicklung und Inklusion (M.A.) der HS NB,  
  • Weiterentwicklung des Studiengangs Berufspädagogik für Soziale Arbeit, Sozialpädagogik und Kindheitspädagogik (B.A. an der HS NB),
  • Weiterentwicklung des Studiengangs Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe und

die Beratung für andere Hochschulen, Universitäten und Weiterbildungsinstitutionen des Landes.