Lebensqualität und Erinnerung in dörflichen Gemeinschaften

LETHE

Mit dem Vorhaben Lebensqualität und Erinnerung in dörflichen Gemeinschaften (LETHE) wurde ein innovatives Modell zum soziokulturellen und gesundheitlichen Empowerment älterer und alter Menschen in kleineren und kleinsten Gemeinden entwickelt und mit Partnern aus der Gesundheitsförderung, politischen Bildung und der Kulturwirtschaft erprobt. Im Mittelpunkt stand dabei die Verbindung von kulturellen, regionalpolitischen und Akteuren der Gesundheitsförderung im Moment der Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte.

In der alternden Struktur der Dörfer wurden damit Entwicklungsstrategien in der Gesundheitsförderung aufgezeigt, die über die unmittelbare Prävention riskanter Lebensweisen und Umweltbedingungen hinausgehen, da in ländlichen Gemeinschaften die Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln auch in der Voraussetzung zum gemeinsamen Reden liegt – die eben in der Vergangenheit geschaffen oder verloren wurde. Die Initiierung von Engagement ist damit nicht nur in ‚Zukunftswerkstätten' sondern auch in 'Geschichtswerkstätten' zu suchen.

Projektkoordination

Jens Forkel M.A.
Koordination des Studiengangs "Krankenhausmanagement"
Raum 159 - Haus 1
+49 0395 5693 - 3207
+49 0395 5693 - 73207

Team

Prof. Dr. Thomas Elkeles, Prof. Dr. Peter Dehne

Jens A. Forkel, M.A. (Soziologie, Philosophie, Kunstgeschichte)

Maureen Grimm, M.A. (Europäische Ethnologie, Soziologie)

Ergebnisse

Mit der Ausarbeitung des Modelles LETHE zum Empowerment in kleineren und kleinsten Gemeinden ergibt sich mittel- und unmittelbar eine Effizienzsteigerung und erhöhte Reichweite für Maßnahmen der gesundheitlichen, kulturellen und politischen Förderung, welche auch einen in der Demographiestrategie der Bundesregierung geforderten volkswirtschaftlichen Effekt in Hinsicht auf die Steigerung der Verbleibdauer älterer Menschen in aktiven sozialen Netzwerken ihres häuslichen Wohnumfeldes erwarten lässt.

Die im Vorhaben entwickelten Instrumente zur Effizienzsteigerung der kommunalen Verwaltung lassen darüber hinaus eine überregionale Verwertung zu. Die Stärkung von ‚zentralen Orten‘ in den Gemeinden und das Informationsinstrument Handbuch LETHE und einem Verzeichnis regionaler und überregionaler Förderinstrumente, sozialen und kulturellen Projekten lassen einen kumulativen Effekt für lokale Initiativen erwarten.