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26.02.2013

Brasilianische Sonne im Hochschulalltag

„Das war sehr gut und etwas Besonderes“, so gibt Daiane Leticia Roos Zwirtes ihren Eindruck von dem Besuch in der brasilianischen Botschaft vor wenigen Tagen in Berlin wider. Sie ist eine der neun Studierenden, die seit dem 14. Januar ihren Auslandsaufenthalt für ein Jahr an der Hochschule Neubrandenburg absolvieren. Zehn Kommilitonen aus Brasilien sind bereits seit Juni in Neubrandenburg. Möglich ist ihr Studienaufenthalt dank des Stipendienprogramms der Regierung ihres Heimatlandes „CsF Ciência sem Fronteiras - Alemanha“ (CsF) - „Wissenschaft ohne Grenzen - Deutschland“ (www.csf-alemanha.de).

Der Botschafter Everton Vieira Vargas begrüßte die insgesamt 19 Studierenden persönlich. „Ich freue mich sehr, so viele junge Menschen aus meinem Land begrüßen zu können. Sie sind so nah bei Berlin und haben das große Privileg, an einer deutschen Hochschule zu studieren. Sie werden nach einem Jahr mit gewaltigen Erfahrungen und mit einem anderem Blick und neuen Visionen zurückkehren. Von unschätzbarem Wert sind nicht nur die Fachrichtungen, in denen Sie studieren, sondern auch die deutsche Sprache und ihr erweiterter kultureller Horizont. Geben Sie Ihre positiven, vielleicht auch negativen Erfahrungen weiter. Beschreiben Sie zum Beispiel auch, was Schnee ist, und wie schön der Schnee die Landschaft dekoriert.“

Thiago dos Santos Nascimento verglich den ersten Schneefall seines Lebens in seinem Facebook-Gruß an die Heimat mit „Chuva de isopor“, einer „Styropor-Dusche“. Auf Nachfrage bestätigten alle, dass sie sich doch mehr Sonne wünschen und von ihrer ersten Monatsrate warme Winterbekleidung kaufen mussten.

Die neuen brasilianischen Studierenden nehmen gerade an einem insgesamt neunwöchigen Intensiv-Kurs „Deutsche Sprache und Kultur“ teil. An den Vormittagen wird Theorie vermittelt, an drei Nachmittagen in der Woche werden kulturelle Werte nahe gebracht sowie Veranstaltungen und Ausstellungen zur Regionalgeschichte besucht. Unsere so genannten "Buddies" zeigen ihnen die Hochschule, die Stadt und Region mit ihren kulturellen Möglichkeiten und organisieren gemeinsame Ausflüge und Exkursionen. Sie begleiten die Stipendiaten auch bei Behördengängen und Einkaufstouren.

Für die fachliche Betreuung während des Semesters sind Professorinnen und Professoren aus den verschiedenen Studiengängen zuständig. Sie unterstützen die Stipendiaten bei der Auswahl der Module, der Zusammenstellung des Stundenplanes oder bei der Suche nach einem Praktikum. Deutsche Studierende aus dem gleichen Studiengang unterstützen als Mentoren in fachlichen Fragen.

Dorina Mackedanz lag es sehr am Herzen, den Botschaftsvertretern mitzuteilen, welche persönliche Erfahrung sie mit den ersten CsF-Stipendiaten nach einem Semester gemacht hat. „Ich möchte Ihnen unbedingt mitteilen, dass die Studierenden aus Brasilien unsere Hochschule bereichern. Sie sind freundliche, offene junge Menschen, begeisterungsfähig, neugierig und wissbegierig. Im Studienalltag sind sie gewissenhaft und ehrgeizig und bestrebt, sehr gute Leistungen zu erbringen. Mit ihrer Leichtigkeit – aber nicht Leichtfertigkeit  - und ihrer besonderen Fröhlichkeit tragen sie etwas brasilianische Sonne in unseren Hochschulalltag.“

Bericht auf der Homepage der brasilianischen Botschaft

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