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06.01.2012

Mit kleinen Schritten von der Tagesmutti in den Kindergarten

Die Kleinen von Tagesmutti Gabriele Holke werden in der Kita "Randow-Spatzen" in Löcknitz begrüßt.

Wenn ein Kind in den Kindergarten kommt, gibt es oftmals Tränen. Die Kleinen sind überfordert mit der neuen, ungewohnten Umgebung, der Vielzahl von Kindern und Erwachsenen. Es fällt ihnen schwer, sich von der Mutti oder vom Vati zu trennen. Dass es auch sanfter geht, zeigt ein Modellprojekt des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“ in Löcknitz. Am 18. Januar können sich Eltern zum Thema "Kooperation Kita und Tagespflege - wie sie gelingen kann" im Eltern-Kind Zentrum Pasewalk dazu informieren.

Löcknitz.  Viele Kinder toben in den hellen Räumen der Kita „Randow-Spatzen“ herum, überall stehen kleine Stühle und Tische, und es gibt jede Menge Spielzeug. Neugierig schauen sich die  kleinen Gäste, zwölf Mädchen und Jungen, die mit ihren Tagesmüttern Silke Krömke, Irmtrud Link und Gabriele Holke gekommen sind, in der Kita in Löcknitz um. Die Knirpse sind  einmal im Monat hier. Zum Eingewöhnen. Denn wenn die  Kinder drei Jahre alt sind, dann werden die meisten von ihnen zu den „Randow-Spatzen“ gehen, also in den Kindergarten. Bei ihrem Besuch sind die Kleinen zunächst noch vorsichtig. Kita-Erzieherin Jutta Mausolf zeigt ihnen die Garderobe, hilft beim Ausziehen. Dann geht es in die Gruppenräume. Ganz langsam tauen die Kinder auf, probieren das eine oder andere Spielzeug, lassen sich von den Erzieherinnen die Nase putzen oder auch mal trösten.
Seit gut einem Jahr arbeiten die Kita „Randow-Spatzen“ und die Tagespflege in Löcknitz eng zusammen. Dana Ruchay-Steffen koordiniert das Ganze im Rahmen des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“. Sie lässt sich immer wieder von den Tagesmüttern und Kita-Erzieherinnen von den Eingewöhnungs-Treffen berichten. Fest steht, die Zusammenarbeit funktioniert „Es ist eindeutig zu merken, wie es den Kindern gut tut. Die regelmäßigen Besuche vor Eintritt in den Kindergarten verkürzen die Eingewöhnungszeit, und es gibt weniger Tränen“, resümiert Kita-Erzieherin Maika Zieske.
An diesen Nachmittagen werden die Mädchen und Jungen immer direkt von ihren Eltern aus der Kita abgeholt. Während die Muttis und Vatis  noch ein wenig mit den Erzieherinnen schwatzen und erste Kontakte knüpfen, können sich ihre Kleinen ganz in Ruhe von den neuen  Freunden und dem vielen Spielzeug im Kindergarten verabschieden.
Aufgrund der guten Erfahrungen in Löcknitz wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“ nun auch andere Kindertagesstätten und Tagespflegepersonen  in der Region bei einer  gewünschten Kooperation unterstützen. Informationen darüber gibt es am Mittwoch, 18. Januar, in Pasewalk. Michael Götze-Ohlrich und Dana Ruchay-Steffen stellen das Thema „Kooperation Kita und Tagespflege – wie sie gelingen kann“ im Eltern-Kind-Zentrum in der Oskar-Picht-Straße 61 vor. Akteure aus dem Bereich Kindertagesförderung und interessierte Eltern sind ab 18 Uhr willkommen. Anmeldungen sind per E-Mail unter goetze-ohlrich@hs-nb oder telefonisch unter 0395 5693-5701 möglich.

Autorinnen: Dana Ruchay-Steffen und Anke Radlof

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