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Forschungsprojekt "Home Treatment" ausgezeichnet
Die Wissenschaftler Prof. Dr. Barbara Bräutigam und Prof. Dr. Matthias Müller der Hochschule Neubrandenburg haben sich erfolgreich am Wettbewerb zum Forschungsfond Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Sie konnten den Vergaberat von ihrer Projektidee "Home Treatment" überzeugen. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wurden insgesamt 19 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 6,7 Millionen Euro aus den insgesamt 103 Bewerbern ausgewählt.
Barbara Bräutigam und Matthias Müller untersuchen mit "Home Treatment" das Konzept der aufsuchenden Hilfen. Durch aufsuchende Hilfen bzw. die Hilfe im häuslichen oder familiären Umfeld der Menschen bleibt die Möglichkeit bestehen, an den Sozial- und Gesundheitssystemen teilzuhaben, auch wenn die Dienste vor Ort nicht mehr angeboten werden können. Beispiele dafür sind die Sozialpädagogische Familienhilfe, die Arbeit der Familienhebammen, die aufsuchende Familienberatung oder -therapie.
Die aufsuchende Arbeit wird von sehr unterschiedlichen Berufsgruppen praktiziert. Es ist aber kaum erforscht, welche Eigendynamik die Arbeit im häuslichen Milieu produziert. Das Projekt soll einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Arbeitsfelder und die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Professionen in den aufsuchenden Hilfen liefern.
Das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern stellt gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der bestehenden Abwanderung aus den Regionen eine besonders interessante Forschungslandschaft für aufsuchenden Hilfen dar. Nicht zuletzt können durch die Forschung Erkenntnisse gewonnen werden, wie auch zukünftig in Mecklenburg-Vorpommern die Menschen aus allen sozialen Schichten am Gesundheits- und Sozialsystem teilhaben können.
Ansprechpartner:
Prof. Matthias Müller, E-Mail: mueller(at)hs-nb.de







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