Studentinnen überzeugen mit ihrem ALMUT-Projekt
Im Rahmen von ESF-Förderungen wurden viele Wege erprobt, alleinerziehenden Frauen neue Wege zurück in einen Beruf aufzuzeigen. Die TFA Bildungswerk Neubrandenburg GmbH hat sich in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neubrandenburg um die Teilnahme am Bundesprogramm "Gute Arbeit für Alleinerziehende" beworben. So wurden Studierende des Fachbereiches Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, um Projekte für "Gute Arbeit für Alleinerziehende" zu entwickeln und diese vor einer Fachjury zu verteidigen. Die Jurymitglieder der ARGEn, der TFA Bildungswerk Neubrandenburg GmbH, der Hochschule (beratend), der Wirtschaft, der Gewerkschaft und der Gleichstellungsbeauftragten der Region beurteilten die Ideen. Ein Konzept sollte für das Stadtgebiet Neubrandenburg, ein anderes für den ländlichen Raum Uecker-Randow/Mecklenburg-Strelitz mit dem Projektstandort Pasewalk entwickelt werden.
Zwei Konzepte wurden ausgewählt. Das erste Konzept von Nadine Brügmann, Susanna Stähnke, Antonia Stefan und Jana Wendt bezieht sich auf den ländlichen Bereich Uecker-Randow/Mecklenburg-Strelitz. Ausschlaggebend waren hierbei unter anderem die umfangreichen Recherchen im Bereich der lokalen Besonderheiten Uecker-Randows und wie können vorhandene Strukturen genutzt werden. Sie konnten ganz konkret zur praktikablen Umsetzung des Konzeptes Auskunft geben und brachten schon Vorschläge zur methodischen Gestaltung mit ein. Es ist ein strukturiertes und sehr umfangreiches Konzept mit viel anwendbarem Arbeitsmaterial.
Im zweiten Konzept für die Stadt Neubrandenburg überzeugten Katharina Keith und Katrin Michels mit klar erkennbaren Strukturen. Andrea Schult, Projektleiterin der TFA Bildungswerk Neubrandenburg GmbH begründet die Wahl der Jury: "Die Studentinnen waren immer sehr nah an den Problemen der betreffenden Alleinerziehenden und haben viele gute Handlungsansätze beschrieben. Ausführliche und durchdachte Materialien, die als Arbeitsgrundlagen dienen, wie beispielweise die „Stadtkarte“, sollten unbedingt in der Projektphase umgesetzt werden.
Katrin Michels freut sich sehr über diese Anerkennung und erklärt dazu: "Unser Konzept umfasst zum einen den Bereich der möglichen Netzwerkbildung für die alleinerziehenden Frauen, die wir befragt haben, zum zweiten die Angebote, den Selbstwert zu steigern und zum dritten Bildungsangebote für die berufliche Fortbildung. Wir haben den Frauen aufgezeigt, dass es bei der Suche nach einer beruflichen Perspektive unheimlich wichtig ist, die möglichen Betreuungsangebote für die Kinder, die Beratungsangebote der Stadt und auch die der Vereine vor Ort zu nutzen, um aus dieser Situation heraus auch Eigeninitiative zu entfalten und sich nicht zu isolieren. Es gibt familienfreundliche Unternehmen. Die Stadt Neubrandenburg ist familienfreundliche Kommune. Auf der Karte haben wir den Frauen eingetragen, an welchem Ort in der Stadt für sie Anlaufstellen und Kontaktmöglichkeiten sind."
Von den 14 beteiligten Studentinnen des 5. Semesters der Fachrichtung Soziale Arbeit werden zwei jeweils eine Teilzeitstelle besetzen, um die Projekte umzusetzen. Prof. Stefanie Schulze und Prof. Werner Freigang werden die Umsetzung und Evaluierung fachlich begleiten.







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