Hochschule Neubrandenburg
drucken schliessen
07.07.2010

"Mathematik mit praktischem Bezug kann Spaß machen"

David Ott studiert an der Hochschule Neubrandenburg im Studiengang Vermessungswesen.
Max Noja konzentriert sich in seinem Master-Studium Geoinformatik auf Forschungsaufgaben.

Bei Interesse für Mathematik und Physik empfehlen die Studenten Max Noja und David Ott ein Studium in Geoinformatik oder Geodäsie und Messtechnik an ihrer Hochschule Neubrandenburg.

David Ott aus Ahlbeck auf der Insel Usedom hat nach seinem Abitur im Sommer 2006 am Gymnasium Heringsdorf die Grundwehrdienstzeit bei der Bundeswehr genutzt, um sich über die Wahl der Studienrichtung Gedanken zu machen. Das Studium sollte schon mit den Fächern Mathematik und Physik in Verbindung stehen. An der Hochschule Neubrandenburg fand er den Studiengang Vermessungswesen und verschaffte sich während des Vorpraktikums bei einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur erste Einblicke in die Berufswelt und wollte das dann auch studieren.
Max Noja hatte nach dem Abitur in Prenzlau auch diese naturwissenschaftlichen Fächer im Blick und hörte sich um. Bei ihm ergab sich im Bekanntenkreis der Familie der Zufall, dass ihm eine Berufsschullehrerin aus Lübben den Tipp gab, doch mal den Studiengang Geoinformatik an der Hochschule Neubrandenburg genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie sei mit ihrer Klasse an der Hochschule vor Ort gewesen und sehr von der Ausstattung und den Informationen beeindruckt. Eigentlich hatte er schon in Richtung Fotografie geschaut und auch großes Interesse für eine künstlerische Ausbildung. Aber diesem Tipp wollte er nachgehen. "Zum Wintersemester 2005/2006 habe ich mich dann eingeschrieben. Obwohl ich mich immer für Mathematik interessiert habe, glänzten meine Noten zum Abschluss nicht so. Aber Dr. Martin Nitschke an der Hochschule hat mich durch seine praktischen Übungen und die gute Anleitung wieder darauf gebracht, dass Mathematik das Richtige für mich ist. Auch Informatik passte gut zu meinen Interessen", erinnert er sich.

David Ott meinte, dass man sich im Einführungssemester intensiv mit den Grundlagen auseinandersetzen müsse. "Gut ist dabei, dass die Professoren auf jeden persönlich eingehen und sich kümmern. Die Lernatmosphäre stimmt und es wird in kleinen Gruppen miteinander gearbeitet. Durch die praktischen Bezüge der Übungen hat es sogar Spaß gemacht", gab er zu. Der Studiengang Vermessungswesen ist nun an der Hochschule Neubrandenburg mit der Bezeichnung Geodäsie und Messtechnik zu finden. Geodäsie und Messtechnik ist ein siebensemestriger Bachelor-Studiengang, der also nach dreieinhalb Jahren die Türen öffnet für den anschließenden dreisemestrigen Master-Studiengang Geodäsie und Geoinformatik.

Während David Ott nun an seinem Bachelor-Abschlussthema arbeitet, ist Max Noja schon mitten im Master-Studium Geodäsie und Geoinformatik. Seine Master-Arbeit wird ähnlich wie die Bachelor-Arbeit auf die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse im Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam aufbauen. Er ist an der Vorbereitung für ein Datenprodukt einer zukünftigen neuen Satellitenmission beteiligt und hat dazu vor kurzem am Raumforschungszentrum Kopenhagen den Stand der Erarbeitung in Deutschland in einem Vortrag präsentiert. "Dieser internationale Austausch ist schon sehr beeindruckend. Es geht nicht um Konkurrenz, sondern um Zusammenarbeit der Institute, um Verbesserungen zu erreichen. Da ich meine Arbeit in englischer Sprache verfasse, kann ich nur empfehlen, sich auf Englisch im Studium einzustellen. Die meisten Fachbücher, die auf neuesten Erkenntnissen basieren, sind in Englisch."

Max Noja bleibt im Bereich der Forschung. Von Kommilitonen weiß er, dass der berufliche Einstieg auch als Administrator einer großen Klinik, als Angestellter einer Landesbehörde oder in einer Firma der Informatikbranche möglich ist.

nach oben