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07.11.2011

Forschung im Dialog der Generationen

Auf der Spur nach den Insektenjägern Kranich, Gans und Silberreiher am Galenbecker See.
Mit Dr. Martin (r.) im Gelände, der geduldig die von den Teilnehmenden entdeckten Spinnen bestimmt.
Teinehmende einer Gruppe nutzen die Forschungsmethode "Interview" um mehr über Insekten zu erfahren.
Mit dem Revierförster Jens Milke auf der Suche nach Fraßspuren der Borkenkäfer.
Das gespannte Publikum lauscht den Ergebnissen des "Forschersymposiums".

Forschen im Dialog der Generationen

Es ist vollbracht: In den Herbstferien gestalteten acht Studierende der Studiengänge Naturschutz und Landnutzungsplanung sowie Sozialen Arbeit der Hochschule Neubrandenburg im Rahmen des Studienprojekts "Naturbildung für ältere und jüngere Menschen" mit viel Witz, Einfühlungsvermögen und Ideenreichtum eine Ferienfreizeit für 16 Kinder, die als Wissenschaftscamp "Insekten in unserer Landschaft" vom 18. bis 21. Oktober in Gehren bei Strasburg (Uckermark) stattfand. Die Studierenden und Kinder forschten vor Ort gemeinsam mit zahlreichen Mitwirkenden, darunter Dozenten der Hochschule (Frau Zander und Prof. Grünwald), naturbegeisterten Senioren aus der Region sowie Mitarbeiterinnen der Deutschen Wildtier Stiftung. Das Wissenschaftscamp wurde als ein Kooperationsprojekt der Hochschule Neubrandenburg mit der Deutschen Wildtier Stiftung im Rahmen von "Lernen vor Ort - BildungsLandschaft Uecker-Randow" (Handlungsfelder Senioren-Ehrenamtsnetzwerk und Regionales Hochschulzentrum) realisiert und finanziell durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung von der Lotterie BINGO!  Die Umweltlotterie unterstützt.

Während der vier Tage im Wissenschaftscamp übernahmen je zwei Studierende eine Gruppe mit vier Schülern und einem lokalen Experten und wurden teilweise von den Mitarbeiterinnen der Deutschen Wildtier Stiftung begleitet. Lokale Experten, das sind ehrenamtlich aktive Erwachsene, unter ihnen Senioren, die sich für Natur und im Besonderen für Insekten interessieren. Zum Beispiel Dietrich Krüseler, ein ehemaliger Lehrer, der den Wunsch verspürte, sich unter junge Leute zu mischen. Er war vor allem mit der Waldgruppe unterwegs: "Es hat vom ersten Tag an sehr viel Spaß gemacht" , resümierte er, "Das ein oder andere Mal konnte ich auch kleine pädagogische Tipps an die Studierenden geben und mit den Kindern mein Wissen, aber auch meine Begeisterung für den Wald teilen."

Das Wissenschaftscamp entwickelte sich in diesen vier Tagen somit zu einem Ort, an dem die Generationen Gelegenheit hatten sich kennen zu lernen, sich fachlich auszutauschen und gemeinsam die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Gleichwohl gehörten auch Differenzen auf den Tisch des Generationendialogs. Ein wichtiges Thema war beispielsweise der pädagogische Umgang mit den Kindern: "Oft waren die erzieherischen Tipps eine gute Hilfe, aber manchmal haben wir gemerkt, dass wir sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. Am Ende haben wir allerdings immer einen gemeinsamen Nenner gefunden." berichtete ein Student.

Zum Abschluss luden die Kinder zu einem "Forschersymposium" ein, das sie auf ihre Art gestalteten. Vor allem Eltern und Geschwister folgten der Einladung und genossen die amüsante und spannende Darbietung: Mit kreativen Beiträgen, wie einem selbstgedichtetn Rap-Song zur Insektenforschung, stellten die Kinder auf selbstgestalteten Tafeln ihre Fragen und Forschungsergebnisse vor und zeigtem dem Publikum in der "Landschaft" aufgespürtes Anschauungsmaterial. Mit Sicherheit hat sich der einoder andere Elternteil an diesem Tag vom Forschergeist anstecken lassen. Wenn es nach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des "Forschersymposiums" ginge, könnte es im nächsten Jahr wieder ein Wissenschaftscamp geben.

Neben den Kindern und Studierenden haben viele Partner zum Erfolg des Wissenschaftscamps beigetragen. Ein herzliches Danke schön geht deshalb besonders an: den Fledermausexperten Axel Griesau, an Dr. Dieter Martin, den Spinnenexperten und ehemaligen Leiter der Forschungsstation Wildtierland Klepelshagen der Deutschen Wildtier Stiftung, an den Imker Torsten Ellmann, Vorsitzender des Imkervereins Pasewalk, an Prof. Dr. Mathias Grünwald (Zoologie) und Dipl.-Biol. Bärbel Zander (Botanik) von der Hochschule Neubrandenburg, an Jens Milke vom Forstrevier Nettelgrund und an die lokalen Experten Dietrich Krüseler, Dietmar Schulz (Biologe) und Erika Wolter aus Gehren, an Birgit Bredemeyer mit ihrem Team von Haus Wildtierland, an die Umweltpädagoginnen der Deutschen Wildtier Stiftung Susanne Ziemer und Kristina Mathe, an Michi Fink, Lehrbeauftragter für das Studienprojekt und an den Kameramann Matthias Diekhoff für die Dokumentation.

Kontakt: Christian Herkt, Franziska Barthel

www.bl-uer.de

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