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Folgen der Ökonomisierung des Dritten Sektors
Das 2010 gestartete Projekt widmet sich der Erforschung der Folgen der Ökonomisierung des Dritten Sektors und den daraus resultierenden Veränderungen für die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse in der sozialen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Es soll untersucht werden, inwiefern sich unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen einer verstärkten Ökonomisierung des Dritten Sektors Veränderungen in der Qualität der Beschäftigungsverhältnisse in den sozialen Arbeitsfeldern in Mecklenburg-Vorpommern ergeben haben und welche Schlussfolgerungen sich daraus für den Einsatz und die Vorbereitung zukünftiger Absolventen für den Arbeitsmarkt daraus ableiten lassen.
Hauptursache für die Ökonomisierung des dritten Sektors ist, dass der Staat seine Beziehungen zu diesem Bereich in den vergangenen Jahren extrem verändert hat. Dazu gehört vor allem eine stärkere Leistungsvergabe unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten bei gleichzeitiger Öffnung des sozialen Dienstleistungsmarktes für private Anbieter. Der daraus resultierende Kostendruck schlägt sich mehr und mehr in atypischen Arbeitsverhältnissen nieder. Es ist ein Trend in der Veränderung der Beschäftigungsverhältnisse in Richtung Teilzeit und Befristung gerade für die sozialen Arbeitsfelder zu beobachten. Erklärungsansätze für diesen Trend liegen in dem zunehmenden Ökonomisierungsdruck, der verschärften Reduzierung öffentlicher Fördermittel, der (befristeten) Projektfinanzierung und der Ausweitung von Ein-Euro-Jobs im Zuge der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe.
Forschungsschwerpunkte sind dabei: eine Zustandsbeschreibung der Folgen der Ökonomisierung des Dritten Sektors für die Soziale Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern auf der Ebene der einschlägigen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen und bei den Anbietern der Dienstleistungen; eine Analyse der Folgen der Ökonomisierung der Arbeitsfelder der sozialen Arbeit anhand ausgewählter Arbeitsbereiche; Beschreibung der Auswirkungen der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit aus Sicht der einschlägigen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen; Erarbeitung von Vorschlägen der Integration der Ergebnisse des Forschungsvorhabens in die Lehre in der Sozialen Arbeit und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen.
Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Stefanie Schulze






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